Von innen nach aussen gedacht:

Die konzeptionellen Anforderungen an den Neubau

Auszug aus den Anforderungen:

Die Unterrichtsräume der Jahrgangs­bereiche 5/6; 7/8; 9/10

Wir wollen unsere Schule in drei Jahrgangsbereiche, also kleinere Einheiten unterteilen. Dort finden die SchülerInnen ihren Bereich, ihren Platz, die Lehrkräfte sind präsent, viele Gelegenheiten der Begegnung werden geschaffen, stabile Beziehungen können entstehen: Die Basis für Lernprozesse schlechthin.

Die SchülerInnen und Lehrkräfte sind verantwortlich für ihren Bereich, eine Identifikation mit „ihrer“ Schule wird gefördert. Die Lehrkräfte finden in ihrem Stützpunkt einen qualifizierten Arbeitsplatz und für die SchülerInnen bietet der Jahrgangsbereich vielfältige Möglichkeiten aber auch einen Platz „zum Chillen“ und für ein Pausenfrühstück.

Baulich:

  • großzügig
  • möglichst hell mit direktem und indirektem Licht
  • transparente Wände zu den Klassensälen

Platz für:

  • sechs Räume für die Klassen 5-6
  • 12 Räume für die Klassen 7-10
  • ein Forum „offener Lernbereich“ Marktplatz
  • zwei Differenzierungsräume
  • für jeden Lehrerstützpunkt eine Teamstation mit Materialraum
  • für jedes Cluster eine Toilettenanlage
  • für jedes Cluster eine Garderobe
Vorbild für den Neubau waren die Hessenwaldschule und die Materialien und Ideen von Karin Doberer, LernLandSchaft Röckingen, die uns sehr gefallen haben. Die Bildbeispiele sind beim Besuch in der Hessenwaldschule am 12.02.2018 entstanden.

Neubau Pfrimmtalschule, Anforderungen (PDF)

Die Klassenräume in den Jahrgangs­bereichen

Zweck:

Unterrichtsräume schaffen, die Platz für individuelles Arbeiten und Arbeiten in Gruppen bieten, ohne feste, frontale Ausrichtung auf eine Tafel.

Baulich:

  • großzügig
  • ein Raum-in-Raum-Konzept wäre interessant (Abgrenzungsmöglichkeiten für das individuelle Arbeiten einzeln oder in Kleingruppen)
  • die Räume könnten auch eine sechseckige Form mit Lernnischen haben
  • möglichst hell mit direktem und indirektem Licht
  • mit etwas Transparenz zwischen den Räumen (z.B. durchsichtige Türen)
  • mit großer Transparenz zu den Fluren (z.B. Fensterwand)
  • kein Teppichboden
  • sehr gute Raumakustik
  • freundliche Farben

Ausstattung:

  • Mobiliar für verschiedene Arbeitsformen (Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit) einsetzbar
  • schnell umzubauen
  • schnell abzubauen, wenn eine größere Freifläche benötigt wird, z.B. Dreieckstische mit Rollen, verschiedene Stühle für unterschiedliches Sitzverhalten, einige Steharbeitsplätze
  • Einbauschränke (evtl. Wand als Schrank ausbilden), z.B. für Schultaschen, Bücher, Schubladen für Arbeitsmaterial, ein abschließbares Fach pro Schüler
  • Rollregale zum Abgrenzen
  • flexibles Wandschienen- und Tafelsystem, Tafel auch abnehmbar
  • interaktives Smart-Board
  • fünf PC-Arbeitsplätze
  • Druckerstation
  • Präsentations- und Projektionsmöglichkeiten auch für Karten und Schaubilder
  • Wandschienensystem, das auch als Garderobe nutzbar ist

Das Forum „Marktplatz“ (Cluster) im Jahrgangs­bereich

Zweck:

Vielfältige Arbeits- und Kommunikationsmöglichgeiten für die SchülerInnen des Jahrgangs. Bereich für den offenen Unterrichtsbeginn: SchülerInnen nutzen Teeküche und können frühstücken. Möglichkeiten zum selbstständigen Arbeiten, zur Unterrichtsvor- und –nachbereitung, zur Recherche und zum Differenzieren.

Platz für Jahrgangsversammlungen, Präsentationen, Vorlesungen, Theateraufführungen und Veranstaltungen mit externen Gästen.

Baulich:

  • großzügig
  • möglichst hell mit direktem und indirektem Licht
  • Platz für Jahrgangsversammlungen
  • Platz für Vorlesungen für den ganzen Jahrgang
  • Abgrenzungsmöglichkeiten für das individuelle Arbeiten einzeln oder in Kleingruppen
  • transparente Wände zu den Klassenräumen
  • individuelle Licht- und Farbgestaltung

Ausstattung,
Präsentationmöglichkeiten durch:

  • Bühnenelemente
  • Aktive Board
  • White Boards
  • Großleinwand oder entsprechende freie Wandfläche
  • Pinnwände
  • flexible Möbel, ad hoc umbau bar, auch als Abgrenzungselemente einsetzbar
    Möglichkeiten für die Recherche und Unterrichtsvorbereitung durch:
  • 20 Computerarbeitsplätze, Steh- und Sitzplätze
  • Bibliotheksregale
  • einige wohnliche Elemente (z.B. Sitzwürfel)
  • verschiedene Sitzgelegenheiten
  • Teeküche

Der Lehrer­stützpunkt (Teambereich) in den Jahrgangs­bereichen

Zweck:

Arbeitsplatz für die Lehrer, der ganztägig effektiv genutzt werden kann. Möglichkeiten vertrauliche Materialien aufzubewahren und zu verwalten. Platz für vertrauliche Gespräche, Klassenkonferenzen und Elterngespräche. Möglichkeiten zur Rekreation.

Baulich:

  • hell und freundlich
  • gutes direktes und indirektes Licht

Ausstattung:

  • Arbeitsplätze für die Lehrer der Jahrgangsbereiche
  • PC
  • Telefon
  • zentraler Alarmknopf
  • Schallschutz
  • Tageslicht
  • Ablagesysteme für Material
  • Teeküche
  • Garderobe

Der Differenzie­rungs­raum im Jahrgangs­bereich

Zweck:

Eine wichtige Grundlage unseres Lernkonzepts ist die Binnendifferenzierung. Die SchülerInnen unterscheiden sich deutlich in Lernvoraussetzungen, Lerntempo, Lerntyp, Interesse usw.. Im Differenzierungsraum können Lerngruppen nach unterschiedlichen Kriterien aufgeteilt werden und ihnen differenzierte Lernangebote ausgehändigt werden. In den 8./ 9. Klassen brauchen wir diesen Raum für die Differenzierung in den Hauptfächern (zusätzliche Lerngruppe). Dieser Raum ist bei Vierzügigkeit der vierte  Klassenraum.

Baulich:

  • wie die Klassenräume

Ausstattung:

  • Präsentationsmöglichkeiten
  • flexible Grundausstattung an Stühlen und Tischen für 16 Schülerinnen und Schüler
  • Schienen- und Tafelsystem an der Wand
  • Falls eine größere Gruppe den Raum nutzen möchte bzw. nutzen muss, bringen die Schüler die fehlenden Tische und Stühle aus den Klassenräumen mit.
  • Wandschrank für gemeinsames Arbeitsmaterial
  • „Ruheinsel“ (z. B. mit Sitzsäcken)