Pfrimmtal RS+ | Pressespiegel



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Pressespiegel

Das schreibt die Presse über uns:

[13.04.2018] Partner im Zeichen der Nachhaltigkeit

[02.03.2018] Land fördert Schulsozialarbeit

[02.03.2018] Wie Wirtschaft Wissen schafft: Vier Wormser Schüler gewinnen ...

[01.03.2018] Einblicke in den Pflege-Alltag: Pfrimmtal-Realschule plus ...

[27.02.2018] Erste Hausmesse an der Pfrimmtal-Realschule in Worms-Pfeddersheim

[05.02.2018] Planspiel Börse: „Asteroids“ des Eleonoren-Gymnasiums Worms ...

[31.01.2018] Kolpingfamilie hilft Pfiffligheimer Pfrimmtal-Schülern ...

[29.01.2018] Jugendkunstakademie: Ausstellung im Kunsthaus Worms ...

[16.01.2018] Schüleraustausch: Wormser Gymnasien setzen auf vielfältige ...

[12.01.2018] Bildungsministerin Hubig startet an Wormser Pfrimmtal-Realschule ...

[23.11.2017] Jugendberufsagentur und Pfrimmtal Realschule plus ...

[17.11.2017] Im Barock spiegelt sich Lebenslust

[14.11.2017] Abgeordnete diskutieren am Schulbesuchstag des Landtages

[02.11.2017] Grundstein für neue Sporthalle der Paternus-Grundschule gelegt

[18.10.2017] Zuschuss für Pfrimmtal-Schule kommt

[23.08.2017] Realschule Plus – Schulleiter in Worms beklagen, dass Eltern ...

[22.08.2017] 410 Viertklässler aus zehn Wormser Grundschulen haben Spaß ...

[09.08.2017] Abriss erledigt: Bau der neuen Sporthalle an der Paternusschule ...

[21.06.2017] Wormser Pfrimmtal-Realschule plus schließt Bildungspatenschaft ...

[28.04.2017] Pfrimmtal Realschule plus in Worms soll neues Gebäude in ...

[26.04.2017] Achtklässler der Pfrimmtal-Realschule plus in Worms beschäftigen ...

[30.03.2017] Wormser Pfrimmtal Realschule plus soll zusammengeführt werden...

[30.03.2017] Renolit und Pfrimmtal-Realschule unterzeichnen Vertrag über...

[22.02.2017] Stefan Lubojansky ist neuer pädagogischer Koordinator

[15.02.2017] Ein Standort für alle auf der Wunschliste

[08.11.2016] Schüler stellen Fotos für Jugendbibel in Magnuskirche Worms aus

[13.10.2016] Wormser Hochschule stellt Pfrimmtal-Realschülern den ...

[23.09.2016] Einmalige Chance für die Grundschule in Hochheim

[13.07.2016] Fünf Jahre Realschule plus in Worms: Etikettenschwindel und ...

[29.06.2016] VRD Stiftung informiert an Pfrimmtal-Realschule plus über ...

[16.06.2016] Pfrimmtal-Realschule soll in Nievergoltstraße zusammengeführt werden

[09.06.2016] „Es gibt nur Sieger“

[18.05.2016] Rudi-Stephan-Gymnasium Worms: Schüler laden Jugendliche ...

[04.05.2016] Neue Schulbibliothek für Pfrimmtal-Realschüler

[15.02.2016] „Wir haben eine lustige Klasse“

[30.01.2016] Einmal leben wie die alten Römer

[21.01.2016] „Sie leisten tolle Arbeit“

[20.01.2016] Pfrimmtalschule erhält Millionen

[19.01.2016] Knapp elf Millionen Euro aus Bundeszuschüssen: Stadt Worms...

[18.12.2015] Paternus-Sporthalle in Pfeddersheim seit viereinhalb Jahren gesperrt...

[16.12.2015] Marode Sporthalle der Paternusschule...

[10.12.2015] Flashmob erinnert an entführte Mädchen in Nigeria

[15.10.2015] Erst Lego-Enten, dann Preise

[02.10.2015] Schulsozialarbeit wird verlängert

[23.09.2015] Worms: Zehntklässler der Pfimmtal-Realschule auf der Wartburg

[17.09.2015] Kinder werden „Energieexperten“

[22.07.2015] Interesse soll geweckt werden

[16.07.2015] MINT-Fächer stärken

[11.07.2015] "Hotpants" in Worms: Von Gelassenheit bis Dresscode

[02.07.2015] „Seit ich geboren bin, kenne ich nur Krieg“

[02.07.2015] Super Leistungen trotz Hitze

[23.06.2015] Pfrimmtal-RS plus: Hungerlöhne in El Salvador schockieren Schüler

[29.05.2015] Wenig Begeisterung für „Benehmen“

[21.04.2015] Handy-Raub unter Jugendlichen als Problem

[23.02.2015] Unterricht in neuer Qualität

[09.02.2015] Pfrimmtal-Realschule plus präsentiert sich bei Tag der offenen Tür

[24.12.2014] Pfrimmtal-Realschule plus Worms: Kinderbibel ist das Ziel

[24.12.2014] Felicitas Steifensand dockt an Weimarer Kinderbibelidee an

[12.11.2014] Worms: Politiker diskutiert mit Schülern

[17.09.2014] Müll aus der Pfrimm gezogen

[26.07.2014] Früher in Urlaub nur mit Erlaubnis - Schulen setzen auf Dialog

[23.07.2014] Pfrimmtal Realschule plus und Kolpingfamilie unterschreiben ...

[10.07.2014] Kolping übernimmt Patenschaft

[03.07.2014] Drachen und Hieroglyphen

[19.05.2014] Gottes Segen für den Deich

[03.05.2014] Mehr als nur ein Ausflugsziel

[10.02.2014] „Mal gucken, was so läuft“

[28.01.2014] WETTBEWERB Ekrem Harmankaya gewinnt Quiz der Wirtschaftsjunioren

 

Partner im Zeichen der Nachhaltigkeit

Von Martina Wirthwein

KOOPERATION EWR und Pfrimmtal-Reaschule plus vereinbaren Zusammenarbeit

HOCHHEIM - Spätestens als sich Simone Gnädig, Rektorin der Pfrimmtal-Realschule plus, eher nebenbei im Gespräch mit den EWR-Vertretern Uwe Gros, Erik Müller und Ingo Herbst Nistkästen für eine Projektwoche mit dem Schwerpunkt „Nachhaltigkeit“ sichert, ist klar: Mit der Pfrimmtal-Realschule plus und EWR haben sich zwei wunderbar miteinander harmonierende Institutionen gefunden, die unkompliziert und auf direktem Wege miteinander kommunizieren.

„Wenn man sich zusammensetzt und gemeinsam spricht, kommen die besten Ideen“, bestätigt die engagierte Schulleiterin beim Pressegespräch. Wenige Minuten zuvor hatten Schule und Energieversorger im Rahmen einer Lehrerkonferenz eine ganz besondere Kooperationsvereinbarung auf den Weg gebracht: EWR unterstützt die Schule zukünftig in puncto Ressourcenschonung und Mobilität. Damit wurde die bereits zwei Jahren bestehende, fruchtbare Zusammenarbeit, die sich unter anderem durch Praktika, Werksbesuche und kommunikativem Austausch auszeichnete, besiegelt. Der Kooperationsvertrag ist der erste, den die EWR AG mit einer Schule eingegangen ist, wie Uwe Gros betont.

Dass der Vertrag im Zuge einer Lehrerkonferenz in trockene Tücher gebracht wurde, verdeutliche, dass hinter der Vereinbarung das gesamte Kollegium steht. Kein Wunder, spricht doch vieles für diese Partnerschaft: Schließlich steht in der Pfrimmtalschule das Thema Nachhaltigkeit hoch im Kurs, taucht mit den Schwerpunkten Umwelt und Soziales als Unterrichtsprojekte. Die EWR AG wiederum richtet ihrerseits ihre Geschäftsstrategie seit Jahren nachhaltig aus und setzt sie aktiv praktisch um. Somit passt – salopp gesagt – der Deckel auf den Topf. „EWR sieht sich als regionaler Energieversorger – aber nicht nur. Das Energieunternehmen möchte mit und in der Region gemeinsame Konzepte durchsetzen“, erklärte Uwe Gros. Die Schulen seien hierbei wichtig, da dort der Nachwuchs zu finden sei. Ziel des Kooperationsvertrages ist es daher auch, die jungen Menschen für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern und kreativ werden zu lassen. Rektorin Gnädig ergänzt: „Wir sehen uns in der Verantwortung, Kinder und Jugendliche für eine nachhaltige Entwicklung zu bilden. Wir möchten ihnen das nötige Rüstzeug an die Hand geben, um Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und aufzeigen, wie sich ihr heutiges Handeln auf künftige Generationen auswirkt.“

Die EWR AG engagiert sich für ökologische und soziale Projekte und räumt dem Thema Nachhaltigkeit einen großen Raum ein. Dies vor allem anhand einer entsprechenden Abteilung, für welche Erik Müller verantwortlich zeichnet. „Wir finden besonders spannend, wie nachhaltig sich die Schule aufstellt. Hier sehen wir viele Parallelen zu unserem eigenen nachhaltigen Engagement“, sagt dieser.

Der Vertrag beinhaltet ein Gewinnspiel, um auch die Eltern zu nachhaltigem Handeln anzuregen. Konkret bedeutet das: Jede Wegstrecke zur und von der Schule, die nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, wird als „grüne Meile“ gutgeschrieben. Die gesammelten „grünen Meilen“ werden dann als Belohnung vonseiten EWR in Form von praktischen, beziehungsweise finanziellen Spenden belohnt. Das Netzwerk BNE-Schulen (Bildung für nachhaltige Entwicklung Rheinland-Pfalz) ist in der Pfrimmtal-Realschule plus aktuell ebenfalls Thema.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 13.04.2018

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Land fördert Schulsozialarbeit

WORMS - (red). „Auch in diesem Jahr fördert das Land die Schulsozialarbeit in Worms“, freut sich der Wormser SPD-Vorsitzende Jens Guth (MdL). Im Rahmen dieser Förderung erhält die Stadt Worms für die Schulsozialarbeit an der Nibelungen-, Pfrimmtal-, Westend-und Karmeliter-Realschule plus sowie für die Nelly Sachs IGS für dieses Jahr 137 700 Euro, freut sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Mainzer Landtag.

„Schulsozialarbeiter leisten hervorragende Arbeit. Sie sind Vermittler zwischen Schülern, ihren Eltern und den Lehrkräften. Sie begleiten die Jugendlichen auf ihrem Weg in den Beruf und haben darüber hinaus auch ein offenes Ohr für die privaten Sorgen und Nöte der jungen Frauen und Männer“, so der Landtagsabgeordnete.

„Die Schulsozialarbeit ist deshalb zu einer unerlässlichen Aufgabe geworden, da sind sich die Schulträger und das Land, die die finanziellen Mittel für Schulsozialarbeit bereitstellen, einig“, so der Parlamentarier.  

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 02.03.2018

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Wie Wirtschaft Wissen schafft: Vier Wormser Schüler gewinnen Quiz über Unternehmen und Ökonomie

WORMS - (red). Jannis Sudergat vom Gauß-Gymnasium hat das Quiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ gewonnen. Der 14-Jährige setzte sich gegen 170 Schüler durch. „Jannis hat bewiesen, dass er sich mit Wirtschaftsthemen bestens auskennt“, sagt Oliver von der Heydt, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Worms. „Dazu gratulieren wir herzlich und freuen uns, dass Jannis unseren Kreis beim Bundesfinale in Zwickau Ende März vertreten wird.“ Im Rahmen einer Preisverleihung bekam Jannis neben einer Urkunde auch einen Drachengold-Gutschein.

Steigende Teilnehmerzahlen

Wirtschaftswissen im Wettbewerb ist ein Wissensquiz rund um Fragen zu Wirtschaft, Unternehmen, Ausbildung und Allgemeinbildung. Das Quiz ist von den Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) entwickelt worden, um Wirtschaftswissen in die Schulen zu bringen. Es wird seit mehreren Jahren mit steigenden Teilnehmerzahlen in ganz Deutschland durchgeführt. Nach dem Vorentscheid auf Kreisebene treten die Kreissieger in einem Finalwochenende gegeneinander an.

„Wenn wir mit Schülerinnen und Schülern sprechen, dann stellen wir oft fest, dass Unternehmertum und Wirtschaft keine Themen im Unterricht sind“, sagt Bianca Scholz, die federführend für das Quiz zuständig ist. „Mit unserem Wettbewerb geben wir den Lehrern einen Aufhänger, der für die Schüler interessant ist.“ Als Nebeneffekt erreiche man, dass sich die Schüler mit den Themen befassen, die auch bei Einstellungstests abgefragt werden.

Der zweite Platz ging an Moritz Betz vom Eleonoren Gymnasium, auf den dritten Rang kam Alp Arslan, von der Pfrimmtal-Realschule plus. Die Wirtschaftsjunioren Worms (WJ) sind eine Vereinigung von jungen Unternehmern und Führungskräften mit 100 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft. Die WJ Worms gehören den WJD an, die mit rund 10 000 aktiven Mitgliedern den größten Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren bilden.  

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 02.03.2018

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Einblicke in den Pflege-Alltag: Pfrimmtal-Realschule plus kooperiert mit Pro Seniore Residenz

Von Martina Wirthwein

WEINSHEIM/HOCHHEIM - Kaum ist die erste schuleigene Berufsmesse Vergangenheit, da haben die Rektorin der Pfrimmtal-Realschule plus Simone Gnädig und Berufswahlkoordinator Florian Geil einen weiteren Kooperationsvertrag mit einer außerschulischen Einrichtung geschlossen, der Pro Seniore Residenz in Weinsheim.

Damit hat die Schule einmal mehr gezeigt, wie ernst es ihr ist, den Schülern den Übergang in die Erwerbstätigkeit zu erleichtern. Die Berufsorientierung ist nämlich ein wichtiger Baustein im Schulprofil und für die Schüler eine wichtige Maßnahme, um den Übergang in Ausbildung und Beruf eigenverantwortlich zu gestalten.

Seit Montagnachmittag reiht sich die Pro Seniore Residenz Amandusstift in Weinsheim neben den Firmen Röchling und Renolit sowie der Wormser Hochschule ein in die Reihe jener Unternehmen und Einrichtungen, die mit der Schule eine Bildungspatenschaft eingegangen sind. Ziel dieser Patenschaft ist es, verschiedene Formen der Kooperation und Kommunikation anzustreben, um durch den vielfältigen Austausch von Informationen, Ideen und Kompetenzen die Schul- und Berufsbildung der Schüler aufeinander abzustimmen und zu stärken.

„Damit soll im Interesse der Schüler der Übergang von der Schule in die Erwerbstätigkeit erleichtert und letztlich die Lern-, Berufs- und Lebenssituation der Betroffenen verbessert werden“, heißt es unter anderem in der Vereinbarung. Anvisiert sind Betriebsführungen, Praktika, Fachvorträge, Workshops, Berufspräsentation und Bewerbertraining sowie Projektarbeiten und Referate. Zugleich ist ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen beiden Kooperationspartnern angestrebt. Kurzum: Mit dieser Kooperation soll die Zusammenarbeit auf feste Füße gestellt werden, erklärte Simone Gnädig bei der Vertragsunterzeichnung.

Bereits zuvor haben Pfrimmtal-Schüler in der Weinsheimer Einrichtung Praktika absolviert. Die Schule und die Senioreneinrichtung kannten sich also schon. Man habe sich sozusagen beschnuppert. Das sei wie in einer Beziehung, in der man sich erst mal langsam kennenlernt, sagt Gnädig und schmunzelt.

Freiwillige Praktika im Altenpflegeheim

Alexandra Odermatt, Pflegedienstleiterin und stellvertretende Residenzleitung, begrüßt es außerordentlich, „eine so engagierte Schule als Vertragspartner an der Seite zu wissen.“ Beide Vertragspartner werben zudem für freiwillige Praktika im Altenpflegeheim, beispielsweise während der Sommerferien. Denn im Grunde genommen reichen die zweiwöchigen Schulpraktika kaum aus, um das Tätigkeitsfeld richtig kennenzulernen. Selbstverständlich sind auch freiwillige Praktika versichert und werden über Sozialarbeiter, den sogenannten Jobfux betreut, erklären Gnädig und Geil.

Zudem freut sich Alexandra Odermatt, dass das Berufsbild der Altenpflege immer mehr in den Köpfen der jungen Leute ist. Das war vor wenigen Jahren noch anders, weiß Florian Geil. „Da war die Pflege noch außen vor.“  

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 01.03.2018

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Erste Hausmesse an der Pfrimmtal-Realschule in Worms-Pfeddersheim

Von Martina Wirthwein

PFEDDERSHEIM/HOCHHEIM - Kinder, wo ist nur die Zeit geblieben? Die Grundschuljahre sind im Sauseschritt verflogen und kaum liegt die Orientierungsstufe an der weiterführenden Schule im Rücken, steht schon die Berufswahl im Fokus der jungen Leute. Und das ist gut so, denn eine gute Vorbereitung ist unbedingtes A und O.

Das haben die Schulen schon vor vielen Jahren erkannt und schulen die angehenden Berufseinsteiger entsprechend lange, bevor die erste Bewerbungsmappe auf den Weg gebracht wird. Simone Gnädig, Rektorin der Pfrimmtal-Realschule Plus, bringt es in der Einladung zur ersten Hausmesse ihrer Schule auf den Punkt: „Die vielfältigen Angebote an den Messeständen, die persönlichen Gespräche der Firmenvertretungen mit unseren Schülern und Lehrkräften ermöglichen eine besondere Kontaktaufnahme und stellen gleichzeitig eine Brücke für die berufliche Entscheidung dar.“

Veranstaltung künftig alle zwei Jahre geplant

Die Haus- beziehungsweise Berufsmesse der 7. bis 10. Klassen ist sozusagen das i-Tüpfelchen aller Maßnahmen rund um die Berufsorientierung, die ein wichtiger Baustein des Schulprofils ist. Unerlässlich ist in diesem Zusammenhang der Kontakt und Austausch mit außerschulischen Partnern, mit welchen sich die Schule regelmäßig am sogenannten „Runden Tisch“ trifft und, um unter anderem die Maßnahmen zur Berufsorientierung zu koordinieren, erklärt Florian Geil, Berufswahlkoordinator der Schule. Bei einem dieser Gespräche entstand die Idee zur Hausmesse, die nun unter großem Zuspruch am Schulstandort Pfeddersheim in der Aula durchgeführt wurde und künftig im Zwei-Jahres-Turnus stattfinden soll.

Während die Schüler der siebten Klassen erste Kontakte zu den Unternehmen aufnahmen und dabei erste Hemmschwellen abbauten, sind die Achtklässler quasi schon mittendrin in der Berufsfindungsphase: Sie bringen demnächst ihre Bewerbungen auf den Weg. Insofern stand bei ihnen die Kontaktaufnahme mit den Unternehmen im Fokus; das Abfragen von Voraussetzungen, welche Schwerpunkte die einzelnen Ausbildungsjahre beinhalten und dergleichen mehr.

Für den einen und anderen Schüler der 9. und 10. Klasse hingegen ist die Berufsmesse mit die letzte Hoffnung auf einen Ausbildungsplatz. Wenngleich nur noch die wenigsten suchen, stellt Simone Gnädig fest, die im Übrigen nicht müde wird, die Schüler in Sachen Berufswahl zum Blick über den Tellerrand zu animieren („da gibt es viel zu entdecken und kaum einer bleibt in seinem ursprünglich gewählten Bereich“). Unterstützt wird die Schule auch durch den Joblotsen der Stadt Worms, Ralf Stephan, der die Schule im Bereich der Berufswahlkoordination begleitet.

Für Vladimir Trinkenschuh war die Hausmesse ein besonderes Ereignis. Der ehemalige Pfrimmtal-Realschüler vertrat mit weiteren Kollegen die Pfeddersheimer Firma Helbig & Lang. Der 19-Jährige ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Fahrzeuglackierer und hat an diesem Vormittag schon viele interessierte Schüler rund um seinen Ausbildungsberuf- und Betrieb beraten. „Neben einem guten Schulabschluss sind Teamfähigkeit, Engagement und Freundlichkeit mit die Voraussetzungen“, informiert er. Und er rät außerdem: „Wenn sich der Interessent hier auf der Messe über den Ausbildungsberuf informiert hat, soll er das in der Bewerbung vermerken und diese dann am besten persönlich abgeben.“  

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 27.02.2018

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Planspiel Börse: „Asteroids“ des Eleonoren-Gymnasiums Worms landen auf Platz zwei

Von Sonja Ingerl

WORMS - Die Erheiterung war groß, als Frank Belzer, Vorstandsmitglied der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, das Siegerteam „I bims 3 Juicer“ des Planspiel-Börse-Wettbewerbs aufrief. „Ich musste gestern erst einmal recherchieren, wie man das ausspricht“, sagte er mit einem Schmunzeln. Seine beiden Töchter hätten ihm da auch nicht helfen können. Gruppenleiter Tobias Dinges und seine beiden Teammitglieder Devin Herde und Anna Walter freuten sich trotzdem sichtlich über den ersten Platz und die insgesamt 600 Euro Hauptgewinn. Die drei Zwölftklässler der Fachoberschule der Rheingrafen Realschule Plus in Wörrstadt haben mit den Aktien von Amazon, Netflix und Porsche den richtigen Riecher gehabt, auch wenn es die ein oder andere Hürde gab: „Drei bis vier Wochen vor Spielende Mitte November gingen die Börsenkurse nach unten. Da haben wir alles Negative verkauft und erst wieder gekauft, als der Kurs wieder stieg“, erklärte Dinges seine Strategie. Ihr Lehrer habe sie im BWL-Unterricht auf das Planspiel Börse aufmerksam gemacht – spielen mussten sie dagegen selbstständig.

Keine Scheu vor echten Geldanlagen Das Spiel soll laut Belzer in erster Linie die Berührungsängste in Bezug auf Aktien abbauen und spielerisch an das Thema heranführen. Das hat nicht nur beim Siegerteam geklappt, dessen Mitglieder sich alle drei gut vorstellen können, später selbst ein Depot zu besitzen. Auch die Zweitplatzierten, die „Asteroids“ des Wormser Eleonoren-Gymnasiums, stehen den echten Wertpapieren offen gegenüber: „Ich würde später auch Geld anlegen“, sagte Teamleiter David Hirschburger. Er und seine Teammitglieder Louis Düppengießer und Niklas Schmidt gehen in die elfte Klasse und haben insgesamt 250 Euro gewonnen. „Wir haben zuerst die Aktien beobachtet, bevor wir uns für welche entschieden haben“, sagte Schmidt. Und dennoch hätten sie mit der Amazon-Aktie zuerst Geld verloren, berichtete Hirschburger. „Wir waren lange im Minus.“ Dass sie es auf den zweiten Platz geschafft haben, freute die Jungs. Auf das Spiel aufmerksam gemacht habe sie ihr Physiklehrer, danach waren sie auf sich allein gestellt, erzählte Hirschburger: „Wir haben uns zum Beispiel in der Pause abgesprochen.“

Beim Planspiel Börse standen Belzer zufolge Anlagestrategien mit nachhaltiger Entwicklung im Vordergrund. „Alle anwesenden Gruppen haben beim Planspiel Börse 2017 hervorragende Ergebnisse erzielt“, sagte er. Die Gruppen seien mit 50 000 Euro gestartet.

Das „I bims 3 Juicer“-Team der Rheingrafen Realschule Plus in Wörrstadt belegt den ersten Platz bei ihrer Sparkasse, landesweit Platz 18 mit einem Depotwert von 55 771,22 Euro und einem Preisgeld von 600 Euro. Dahinter folgen „Asteroids“ vom Eleonoren-Gymnasium mit 53 822,12 Euro; landesweit schafften sie es auf Platz 55. Auf dem dritten Platz kam mit einem Depotwert von 53 737,69 Euro das Team „Na Trios“ (Leon Wetzel, Amy Gergenreder, Julia Ulffers) vom Litauischen Gymnasium Hüttenfeld. Es gewann 200 Euro. Den vierten Platz mit 150 Euro belegt das „IsA1“-Team (Alexander Büssow und Isabel Zeimet) von der Pfrimmtal Realschule Plus mit einem Depot von 53 424,77 Euro. Der fünfte Platz mit 100 Euro ging an das Team „Ostergang“ (Lars Vogel und Jonathan Ripp) mit einem Depot von 53 251,42 Euro. Die Jugendlichen besuchen das Eleonoren-Gymnasium.  

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 05.02.2018

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Kolpingfamilie hilft Pfiffligheimer Pfrimmtal-Schülern bei Suche nach Praktika oder bei Bewerbungen

PFIFFLIGHEIM - (red). Die Kolpingfamilie Worms begleitet beim Projekt „Aus der Schule in den Beruf“ Schüler bei der Berufsfindung, beim Bewerbungsprozess und bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz. In der Regel wird mit den Schülern in Zweierteams gearbeitet. Das Projekt leiten Rainer Sprinz und Carola Klaus. Insgesamt stehen zurzeit vier Patenteams zur Verfügung. Das Ziel bei dieser ehrenamtlichen Tätigkeit ist es, die Chancen der Patenschüler auf einen raschen Einstieg in das Berufsleben zu erhöhen, aber auch, bei entsprechenden Fähigkeiten, den Schüler zu motivieren, die Schule nicht schon in der 9. Klasse mit der Berufsreife zu beenden, sondern einen Realschulabschluss (Sekundarabschluss I) oder das Abitur anzustreben.

Erstmals wurde das Patenschaftsprojekt 2014 nach den Sommerferien in den achten Klassen gemeinsam von Schule und Kolpingfamilie vorgestellt. Ein Jahr später hat sich die damals vierzehnjährige Ramona Frohn aus Bechtheim als eine von sechzehn Schülern für das Angebot interessiert. Nach einem vertiefenden Einzelgespräch mit Gabriele Jany, die federführend Ramona als Patin betreute, meldete sie sich für das Patenschaftsprojekt an. Konkrete Vorstellungen, welchen Beruf sie später einmal erlernen möchte, hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Allerdings das Bestreben, die Schule mit einem guten Realschulabschluss zu verlassen, was der aufgeschlossenen und zielstrebigen Patenschülerin später auch bestens gelang. Bei dieser Ausgangslage galt es zunächst herauszufinden, welche Berufe für sie geeignet sind und für sie selbst in Frage kommen. Hilfreich waren Internetprogramme, mit denen in mehreren Schritten die Interessen, Stärken, das Verhalten und schulische Aspekte abgefragt wurden.

Bei Ramona war es aufgrund ihrer Zielstrebigkeit einfach, das Interesse für das Thema Berufswahl zu wecken. Sie hat sich über verschiedenste Ziele intensiv informiert. Dazu gehörten auch Praktika, die sie absolvierte. Ganz besonders interessierten sie zunehmend die Möglichkeiten im Polizeidienst und bei der Justiz. Gabriele Jany begleitete und unterstützte Ramona in der Findungsphase bei der Firmensuche für Praktika und Ausbildungsplatz, beim Ausarbeiten von Bewerbungsschreiben und der Vorbereitung auf Tests sowie Gespräche. Bewerbungen bei Polizei und Justiz folgten. Nach ausgezeichneten Ergebnissen bei den Bewerbungsverfahren erhielt Ramona sowohl von der Polizei als auch von der Justiz positive Rückmeldungen. Von der Polizei zur Aufnahme in die höhere Berufsfachschule „Polizei und Verwaltung“ mit Möglichkeit eines Bachelor-Studiums. Vom Oberlandesgericht eine Zusage für einen Ausbildungsplatz. Die Freude darüber war bei Patin und Patenschülerin riesengroß. Da die Justiz mit der Zusage etwas schneller war als die Polizei, entschied sich Ramona Frohn für eine Ausbildung (zwei Jahre und zwei Monate) zur Justizfachwirtin beim Oberlandesgericht Koblenz.
 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 31.01.2018

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Jugendkunstakademie: Ausstellung im Kunsthaus Worms zeigt Werke aus Projekten

Von Michaela Weber

WORMS - Im Kunsthaus in der Prinz-Carl-Anlage eröffnete am Sonntag die vierte Jahresausstellung der Jugendkunstakademie der Stadt. Die Ausstellung zeigt in vier Räumen Arbeiten in den Sparten Malerei, Zeichnung, Textil, Streetart, Fotografie und Internet und gibt so einen Überblick über die vielfältigen Ergebnisse der im vergangenen Jahr durchgeführten Projekte und Kurse.

Bei der Vernissage im Beisein der jungen Künstler gab Akademieleiterin Monika Rettich in ihrer Begrüßung einen Einblick in die verschiedenen Angebote der im Frühjahr 2014 mit dem Ziel eröffneten Jugendkunstakademie, das Potenzial und die verborgenen Fähigkeiten von Jugendlichen zu erkennen und zu fördern. Raum eins zeigt Arbeiten aus dem Bereich Begabtenförderung von Dozent Horst Rettig, darunter auch vier Werke von Elijah Haider. Dass der junge Syrer nach seiner Flucht und Ankunft in Worms auch dank der Förderung durch die Akademie an der Universität der Künste in Berlin frei Kunst studieren könne, zähle zu den „besonderen Erfolgen der Jugendkunstakademie“, unterstrich Rettig. Zudem seien Werke Haiders neben denen renommierter deutscher Gegenwartskünstler ab Februar in der documenta-Halle in Kassel im Rahmen der Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ zu sehen.

Ausdrucksstarke Porträts und Upcycling

Um Fluchterfahrungen geht es auch bei der Installation „Der Weg“ in Raum zwei. Die von Sajjad Abdullahi und Saber Khatibi mit eigenen arabischen Texten und Zeichnungen gestaltete meterlange Papierrolle soll im Anschluss an die Ausstellung zur Erinnerung dem Stadtarchiv übergeben werden. Des Weiteren sind die Ergebnisse des Fotokurses an der Pfrimmtal-Realschule plus, bei dem Dozent Stefan Ahlers die große Kamera mit dem Smartphone tauschte, sowie die Ergebnisse des Malkurses in der Nibelungenschule und im Kunsthaus von Dozentin Ruth Bauermann zu sehen.

Beim Porträtkurs an der Nelly-Sachs-IGS von Dozent Hans-Martin Donner sind ausdrucksstarke Porträts in Spachteltechnik entstanden, während Dozentin Uli Spiro zwei Inklusionsprojekte zu den Themen Papierschöpfen und Upcycling mit Fahrradschläuchen durchführte. In Raum vier sind per Foto verschiedene Kurse dokumentiert: zum Beispiel im Bereich Streetart das Inklusionsprojekt zum Thema „Luther heute Worte des Reformators“ (Dozentinnen Monika und Madeleine Rettig) sowie das Generationen übergreifende Projekt „Der rosa Schal für die grüne Lunge von Worms“ (Dozentin Monika Rettig) sowie zudem die Projekte „Wir sind STEINREICH“ bei der Alisa-Stiftung (Dozentin Anita Reinhard) und „Gefahren im Internet“ (Dozent Andreas Herchenröther). Abschließend betonte Monika Rettig, dass die Zielsetzung der Einrichtung, „eine kostenfreie Akademie für alle Kinder und Jugendlichen zu sein, die sich kreativ betätigen möchten“, ohne die finanziellen Zuwendungen der Stadt, von sozialen Organisationen, Vereinen und Unternehmen nicht möglich sei.

Die komplette Streichung von Landesmitteln für dieses Jahr gefährde allerdings die Realisierung von Kursen und Seminaren und somit die Vermittlung von künstlerischen und sozialen Werten an Kinder und Jugendliche.
 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 29.01.2018

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Schüleraustausch: Wormser Gymnasien setzen auf vielfältige internationale Erfahrungen

Von Johannes Götzen

WORMS - Gleich nach der Wende, da hatte das Rudi-Stephan-Gymnasium tatsächlich eine enge Beziehung zu einer Schule in der sächsischen Partnerstadt Bautzen aufgebaut. Vor allem über die Schulchöre lief der Austausch. Warum dieser Austausch dann irgendwie eingeschlafen ist, weiß der heutige Schulleiter Dr. Burkard Keilmann nicht. Er hält einen regelrechten Schüleraustausch mit einer Schule in Ostdeutschland heute auch nicht für notwendig. „Da bauen wir etwas auf, was gar nicht da ist“, sagt Keilmann und meint damit, dass das Leben in Ostdeutschland den Westdeutschen doch gar nicht fremd sei.

Der Schüleraustausch habe aber genau das zum Ziel: das Fremde, das andere kennenzulernen. Deshalb hält er den Vorschlag des Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter (Die Linke), zur Verbesserung des innerdeutschen Dialoges ein Austauschprogramm zwischen Schulen in Ost und West aufzulegen, für nicht sinnvoll.

„Reisen bildet“

Es gibt aber auch Rektoren, die das anders sehen. Simone Gnädig von der Pfrimmtal-Realschule plus etwa. Sie hält Austauschprogramme auch mit Schulen in Ostdeutschland für wichtig. „Reisen bildet“, sagt die Rektorin ganz grundsätzlich. An der Realschule plus ist der Schüleraustausch nicht verpflichtend. Wenn Programme angeboten werden, versuche die Schule aber unbedingt, Schüler dazu zu motivieren und sie zu unterstützen. Aktuell fahre eine Zehntklässlerin jetzt zum Austausch nach Burgund. Französisch gibt es an der Pfrimmtal-Realschule plus ab der 6. Klasse als zweite Fremdsprache.

An den Gymnasien ist der internationale Schüleraustausch fest verankert. Am Eleonoren-Gymnasium geht es in der 8. Klasse nach England, seit 35 Jahren wird die Partnerschaft mit einer Schule in Lyon gepflegt, auch nach Italien fahren die Schüler zum Austausch und seit zehn Jahren mittlerweile sogar ins ferne Schanghai. „Da ist das Leben tatsächlich anders“, sagt Schulleiterin Rita Lodwig, der Alltag in Ostdeutschland dagegen sei gleich.

Besuch des Stasi-Gefängnisses sei oft ein prägendes Erlebnis

Ohnehin spiele es für die Generation der heutigen Schüler kaum noch eine Rolle, ob jemand aus Thüringen oder Niedersachsen komme, ist sie überzeugt. Freilich betont Lodwig ebenso, dass es ganz selbstverständlich wichtig sei, sich im Unterricht auch mit der jüngeren deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Auch Studienfahrten nach Weimar und Berlin gehörten deshalb zum festen Programm am „Elo“. Der Besuch des früheren Stasi-Gefängnisses in Berlin-Hohenschönhausen sei für die Schüler dabei auch oft ein prägendes Erlebnis.

Wobei die Schüler natürlich insbesondere die große weite Welt lockt. Für Jason Nock, Schülersprecher des Gauß-Gymnasiums, ist neben der Sprachförderung im Ausland „das Entdecken von neuen Teilen der Welt und deren Kulturen“ wichtig. Dabei könnten auch gut Freundschaften entstehen. Für die Schülervertretung erklärt er: „Unserer Meinung nach ist das Austauschprogramm unserer Schule sehr gut abgedeckt, sodass für jeden Schüler ein idealer Austausch möglich ist.“ Partnerschulen in Ostdeutschland hinzuzufügen, hält der Schülersprecher nicht für sinnvoll.

Die internationalen Austausche seien wichtig

Das sieht der Rektor des Gauß-Gymnasiums zumindest ein Stück weit anders. Natürlich seien die internationalen Austausche wichtig, betont Rektor Gerrit Mennecke. Die zehnten Klassen fahren alle verpflichtend in die Gegend von Oxford, wo sie ihr Englisch anwenden können. Aber auch mit französischen Schulen gibt es regen Austausch, Madrid oder auch die italienische Partnerstadt Parma sind regelmäßig Ziel und dann als Highlight der Austausch mit der Mercersburg-Academy in Pennsylvania, USA.

Gleichwohl findet Mennecke die Idee eines Austauschs mit einer Schule in Ostdeutschland gut: „Ich könnte mir das gut vorstellen.“ Nicht zuletzt, weil man aktuell durchaus das Gefühl bekommen könne, dass Ost- und Westdeutschland wieder etwas auseinanderdriften. Zu Bautzen gebe es im Übrigen durchaus Kontakt, die „Ledertänzer“ waren vor einiger Zeit dort und seien prima aufgenommen worden, so der Schulleiter. Warum also nicht dort mal ein verlängertes Wochenende anbieten inklusive Gegenbesuch?

Dr. Burkard Keilmann setzt da eher auf gemeinsame Projekte, sei es mit Musik oder in der Gedenkarbeit. Auch die „Rudi“-Schüler fahren regelmäßig nach Weimar. Der Schüleraustausch führt sie aber zum Vertiefen der Fanzösischkenntnisse nach Genf, es geht nach Italien in die Nähe von Mailand oder nach Palermo und seit vergangenem Jahr auch in die Vereinigten Staaten nach Philadelphia.

 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 16.01.2018

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Bildungsministerin Hubig startet an Wormser Pfrimmtal-Realschule plus landesweite Werbekampagne für diese Schulform

Von Roland Keth

WORMS - „Liebe Schüler, es geht um euch“, wandte sich Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Donnerstagmorgen bei ihrem Besuch in der Pfrimmtal-Realschule plus direkt an die, deren Interessen sie vehement vertreten will. „Ihr habt hier die Chance, Wissen und Kompetenzen vermittelt zu bekommen, ihr werdet individuell gefördert und fit gemacht für das spätere Leben“, sagte die SPD-Politikerin bei ihrer Ansprache in der Mensa der Schule.

Hubig war nach Worms gekommen, um die landesweit anlaufende Imagekampagne „Unser Plus an Bildung“ zu starten. Diese „Wochen der Realschulen plus“ richten sich nicht nur an Schüler, sondern vor allem an Eltern, um für diese immer noch mit vielen Vorurteilen belastete Schulform offensiv zu werben. Denn die 2009 eingeführte Realschule plus biete Aufstiegsorientierung, Chancengleichheit, individuelle Förderung und die Möglichkeit, über die große Durchlässigkeit des rheinland-pfälzischen Schulsystems gut im Leben voranzukommen.

Ausdrücklich lobte die Ministerin die „professionelle Präsentation“ und meinte damit die zahlreichen, in der Mensa aufgebauten Stände. Dort präsentierten sich die vielen Kooperationspartner der knapp 500 Schüler zählenden Schule wie EWR, Renolit, Röchling, aber auch die VRD-Stiftung für erneuerbare Energien, die Evangelische Heimstiftung oder der Französisch-Kurs der Neunt- und Zehntklässler. Hubig nahm sich viel Zeit, sprach mit den Verantwortlichen, etwa mit dem Vizepräsidenten der IHK Rheinhessen und Vorstandsvorsitzenden der Renolit, Michael Kundel, suchte aber auch immer wieder das Gespräch mit den Schülern. Schulleiterin Simone Gnädig gab dazu die notwendigen, ergänzenden Informationen. Zwischendurch ließ sich die locker und freundlich auftretende Ministerin gerne dazu überreden, die eigens für diesen Tag gebackene „Pfrimmtal“-Torte anzuschneiden.

Stefanie Hubig präsentierte in der Aula auch den neuen Werbefilm zur Realschule plus. „Diesen Film hätten Sie komplett in Worms an unseren vier Realschulen plus drehen können“, lobte OB Michael Kissel den Drei-Minuten-Streifen. Der Stadtchef, der 1969/70 das zehnte Schuljahr an der damals noch in diesen Räumen existenten Diesterweg-Hauptschule absolviert hatte, bezeichnete die Schulreform mit der Verschmelzung von Haupt- und Realschulen als gelungen. Besonders gut habe dies an der Pfrimmtal-Realschule funktioniert, lobte Kissel die Arbeit der „umtriebigen“ Schulleiterin Simone Gnädig und der engagierten Eltern. „Es ist allerdings nicht immer einfach, dem Tempo, das die Schule einschlägt, zu folgen. Wir versuchen trotzdem, vieles möglich zu machen“, versicherte er. Dazu gehöre auch, die momentan noch auf zwei Standorte in der Nievergoltstraße und in der Pfeddersheimer Paternusschule verteilte Schule am Stammsitz zusammenzuführen. Der Stadtrat habe beschlossen, als Ersatz für die maroden Pavillonbauten einen Neubau zu errichten, der mit Bundesmitteln zu 90 Prozent gefördert werden könnte. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund zwölf Millionen Euro. „Ich wäre Ihnen sehr dankbar“, wandte sich Kissel direkt an die Bildungsministerin, „wenn Sie uns dabei unterstützen könnten“.
 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 12.01.2018

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Jugendberufsagentur und Pfrimmtal Realschule plus schließen Kooperationsvereinbarung

HOCHHEIM - (red). Es gibt fast 400 Ausbildungsberufe und das Interesse der Wirtschaft an jungen Menschen ist hoch wie nie. Jugendliche, die nach einem Beruf suchen, der zu ihnen passt, haben es dadurch nicht unbedingt einfacher. Angesichts der Vielzahl von Möglichkeiten ist es schwierig, die Übersicht zu behalten und die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Eine kompetente und vor allem rechtzeitige Berufsorientierung wird daher immer wichtiger.

Die Eignung feststellen

Die Jugendberufsagentur Worms und die Pfrimmtal Realschule plus werden dabei künftig noch enger zusammenzuarbeiten. Um die Schüler optimal auf den Berufseinstieg vorzubereiten, wollen beide Seiten ihre jährlichen Aktivitäten gemäß ihrer jeweiligen Aufgabenschwerpunkte eng miteinander abstimmen.

Dies wurde jetzt im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung festgelegt. Die Schule unterstreicht damit die Absicht, den Berufswahlprozess der Schüler dauerhaft zu begleiten und die Inanspruchnahme der Berufsberatung aktiv zu unterstützen. So werden die Jugendlichen sowohl für Beratungsgespräche im Rahmen der Schulsprechstunden als auch für Beratungsgespräche in der Jugendberufsagentur vom Unterricht freigestellt. Schule und Berufsberatung führen außerdem gemeinsam Veranstaltungen zur Berufsvorbereitung sowie die regelmäßigen Praxistaggespräche durch. Die Berufsberatung der Jugendberufsagentur wird außerdem durch die Bereitstellung eines eigenen Raumes für Schulsprechstunden und individuelle Beratungsgespräche sowie den Aushang eines Steckbriefes der verantwortlichen Beratungsfachkraft und der Joblotsen räumlich und personell in den Schulalltag integriert.

Zu den Angeboten der Berufsberatung gehören auch Eignungsfeststellungen mit verschiedenen Testverfahren. Da Eltern für Jugendliche die wichtigsten Ansprechpartner und Ratgeber im Berufswahlprozess sind, legen sowohl Schule als auch Berufsberater und Joblotsen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern. So werden die Beratungsfachkraft der Jugendberufsagentur und der Joblotse regelmäßig an Elternveranstaltungen teilnehmen.

„Wir begrüßen die engere Zusammenarbeit mit der Schule sehr“, freut sich Regina Fülber, Teamleiterin der Berufsberatung in der Mainzer Arbeitsagentur, über die neue Vereinbarung. „Zwei Jahre vor dem Schulabschluss sollten erste Informationen zur Berufswahl eingeholt werden.“ So bleibe ausreichend Zeit, um Interessen und Talente noch genauer auszuloten und mit dem einen oder anderen Praktikum in den Alltag verschiedener Berufe hineinzuschnuppern.

„Unser Ziel ist es, dass jeder Jugendliche durch eine unserer Fachkräfte beraten wurde, bevor er die Schule verlässt“, so die Expertin. Mit der neuen Vereinbarung sei man diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen.

Arbeitsmarkt ständig in Bewegung

Simone Gnädig, Schulleiterin der Pfrimmtal Realschule plus: „Die ständige Bewegung des Arbeitsmarktes, gerade im Bereich von neuen Berufsbildern, aber auch die Nachfrage für Tätigkeiten im Bereich der dualen Ausbildung sind für uns Anlass und wichtig, dass Schule auf dem neusten Stand des Bildungsmarktes ist. Wir wollen dem Heranwachsenden bei seiner Entscheidung für die Ausbildung kompetent und fundiert beraten und ihm dabei zur Seite stehen“.

Die Jugendberufsagentur Worms sei dabei ein starker Kooperationspartner der Schule in diesem Prozess. Die Schule habe ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag geleistet, wenn der Jugendliche in seiner Ausbildung angekommen und diese erfolgreich beendet hat. Für ein gutes Gelingen seien alle Beteiligten verantwortlich.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 23.11.2017

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Im Barock spiegelt sich Lebenslust

Von Ulrike Schäfer

BILDBETRACHTUNGEN Pfrimmtal-Realschüler erleben „Museum live“ im Heylshof

WORMS - 25 Zehntklässler der Pfrimmtal-Realschule plus drängten sich vor einem Gemälde des Museums Heylshof und hörten aufmerksam zu, was ihre Mitschülerinnen darüber zu sagen hatten. Es handelte sich um „Jagdstillleben“, ein Werk des Holländers Jan Weenix. Das weiche Fell eines toten Hasen, das Gefieder eines Fasans und zweier Rebhühner hat der Künstler so lebensecht dargestellt, dass man glaubt, sie anfassen zu können. Man habe mit solchen Bildern zeigen wollen, was man hat, wussten die Schülerinnen. Ähnlich verhält es sich mit dem Gemälde „Stillleben“ von Willem Claesz Heda, das nebenan hängt und verrät, dass es in einer Epoche des Aufbruchs und Wohlstands gemalt wurde. So sind Früchte abgebildet, die die Seefahrer von fremden Ländern mitbrachten.

Die Bildbetrachtungen sind Teil eines neuen Programms von „Museum live“, den museumspädagogischen Angeboten der Wormser Museen, das vom Verein Ehrenamt für Worms und der AG für Kind und Familie gefördert wurde. In Anlehnung an die Dauerausstellung „Barock und Rokoko“ geht es um die Zeit Mitte des 17./ Anfang des 18. Jahrhunderts. Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, der sich wie Ulrike Breitwieser, Verwaltungsleiterin von städtischem und Nibelungenmuseum, die Auftaktveranstaltung nicht entgehen lassen wollte, gab den Jugendlichen einen Einblick in die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Das Land sei zu weiten Teilen entvölkert gewesen. Umso größer sei die Lebenslust und Genusssucht der Menschen gewesen, gleichzeitig sei die Angst vorm Tod immer präsent gewesen, sagte er. Er dankte den Sponsoren Theo Cronewitz und Günter Zutavern vom Ehrenamtsverein für das Sponsoring, Isabell Schärf-Miehe und Gilda D’Amico-Funk von Museum live für ihr großes Engagement in der Museumspädagogik, und Simone Gnädig, Rektorin der Pfrimmtal-Realschule plus, für ihre stetige Kooperationsbereitschaft. Entwickelt hat das neue Programm Angela Pfenniger von der Agentur Museum Theater-Events. In der hübschen Tracht der einfachen Bevölkerung, mit weißem Häubchen, anliegendem Jäckchen und weiten Röcken, erwartete sie die Schüler im großen Gartensaal. Drei von ihnen waren immerhin schon einmal im Heylshof gewesen. Weil sie schon im Unterricht auf das Thema vorbereitet worden waren, wussten sie, dass die höfische Gesellschaft prunkvolle Kleider trug und hochaufgetürmte Perücken. Die Kleidung der Handwerker, Bauern und Dienstboten war eher unbekannt. Wie sie ausgesehen hatte, sollten die Jugendlichen nun selbst anhand von Gemälden, die sie selbst auswählen durften, herausfinden. Aber sie bearbeiteten auch viele weitere Aspekte der Zeit. Manches, wie das Thema Kleidung oder Kunst als Ware wurde dann noch im Gespräch vertieft.

Der Clou des Workshops war dann die Verwandlung von Silvio und Melissa, die ihre Gruppe etwas früher verlassen hatten und plötzlich als Barockmenschen wiederkehrten: Eingekleidet von Schneidermeisterin Gerlinde Schidrich sahen sie aus wie aus dem Bilderbuch. Sie durften nun in zwei prächtigen Bilderrahmen posieren und sich dabei der symbolträchtigen Requisiten bedienen, die Angela Pfenniger in einem Korb mitgebracht hatte: Zinnkrug, Tonpfeifchen, Tulpen, die damals gerade sehr in Mode waren und ein Vermögen kosteten, Kerze und Totenschädel als Zeichen der Vergänglichkeit. So entstanden immer wieder neue Bilder, die eifrig fotografiert wurden.

„An diesen Tag werdet ihr euch sicher noch lange erinnern“, resümierte Simone Gnädig sehr zufrieden. Isabell Schärf-Miehe versicherte, dass nach der Winterpause des Heylshof das Projekt auch anderen Schulen angeboten werde.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 17.11.2017

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Abgeordnete diskutieren am Schulbesuchstag des Landtages mit Jugendlichen in Worms und Osthofen

14.11.2017

WORMS/OSTHOFEN - (red). Mit Landtagsabgeordneten über die aktuelle Politik diskutieren, gleichzeitig mit ihnen aber auch über die deutsche Geschichte sprechen, das konnten nun Jugendliche mehrerer Schulen aus Worms und Osthofen beim Schulbesuchstag des rheinland-pfälzischen Landtags anlässlich des 9. Novembers. Vor dem Hintergrund dieses „deutschen Schicksaltages“, an dem 1918 die Weimarer Republik ausgerufen wurde, 1938 die Pogromnacht stattfand und 1989 die Mauer fiel, sollte in den Schulen an den Wert der Demokratie erinnert werden.

Die Landtagsabgeordneten Jens Guth (SPD), Adolf Kessel (CDU) und Heribert Friedmann (AfD) waren zu Gast in der Pfrimmtal-Realschule plus. Sozialkundelehrer Martin Schmitt hatte die drei Politiker zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Rund 150 Schüler der Klassenstufen neun und zehn stellten Frage auf Frage. Bei Fragen über die Flüchtlingssituation in Europa, deren Ursachen und Auswirkungen auf Deutschland, zur Klimapolitik, zur Ehe für alle und der Bedeutung der Jugend für die Politik vergingen die eineinhalb Stunden wie im Fluge. Guth mahnte die Schüler dabei, nicht auf rechte Parolen hereinzufallen. „Wir leben seit 70 Jahren in Frieden und Freiheit – das soll so bleiben; und der Islam lehnt Gewalt ab!“ Wer Gewalt ausübe, trete seinen Glauben mit Füßen. Auch sein Landtagskollege Kessel stimmte ihm mit Verweis auf das Grundgesetz und die darin verankerte Religionsfreiheit zu. Für Kessel ging es darum, „bewusst zu machen, wie kostbar Freiheit, Demokratie und Menschenwürde sind“.

Über Courage im Alltag und Mitbestimmungsrechte

Im Gauß-Gymnasium stieg der Leistungskurs Sozialkunde der elften Jahrgangsstufe tief in die Diskussion mit Guth und Kessel ein, wobei Schwerpunkte auf den Themen Integration, Bildung und Sicherheit lagen. Ebenso hatten die Gauß-Schüler die Ausstattung von Schulen zum Thema gemacht und auch Verbesserungswünsche geäußert. Mit mehreren Klassen verschiedener Berufszweige nahm das DRK-Berufsbildungswerk am Schulbesuchstag teil. Dort war die Diskussion mit Kessel und Guth zwar zuerst etwas zögerlich in Gang geraten, nahm dann aber deutlich an Fahrt auf. Jedes Mal, wenn die Zeit zur Schlussrunde drängte, war es so, dass einige Schüler gerne noch einen Redebeitrag losgeworden wären. Dann machte Kessel das Angebot, per E-Mail, in der Bürgersprechstunde oder auch im Klassenverband bei einem Besuchstermin im Landtag den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen.

Während Jens Guth noch am Eleonoren-Gymnasium mit 48 Schülern der Klassen 9 d und 10 d sprach und mit ihnen noch eine kleine Abstimmung simulierte, damit diese einen Einblick in die Arbeitsweise eines Abgeordneten erhalten konnten, war Adolf Kessel in der IGS in Osthofen zu Besuch. Dort hatte die Schule ein Diskussionsforum organisiert, an dem auch die Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp (SPD) und Pia Schellhammer (Grüne) teilnahmen.

Die Klassenstufe 10 und mehrere Leistungskurse Sozialkunde der IGS brachten ihre Fragen in die Diskussionsrunde zum Thema „Erinnern und Gedenken in Zeiten der Gefährdung unserer Demokratie“ ein. Schellhammer und Anklam-Trapp diskutierten mit den Jugendlichen auch über Courage im Alltag sowie mehr Mitbestimmungsrecht. Auch Schüler der neunten Klasse der Wonnegauschule in Osthofen äußerten reges Interesse am Arbeitsalltag von Politikern.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 14.11.2017

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Grundstein für neue Sporthalle der Paternus-Grundschule gelegt

02.11.2017
Von Lukas Kissel

PFEDDERSHEIM - Der Grundstein ist gelegt, die neue Sporthalle der Paternusschule in Pfeddersheim nimmt langsam Gestalt an. Das Fundament und einige Außenwände der neuen Halle stehen schon, der Grundriss lässt sich bereits erahnen. Dort, wo sich später die Umkleiden und Nasszellen befinden werden, haben der Oberbürgermeister, Ortsvorsteher und Bauverantwortliche der Stadt symbolisch die Zeitkapsel gepackt und in den Grundstein zementiert.

„Dieser Neubau ist eine Investition in unsere Kinder und damit auch eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, sagte OB Michael Kissel. Er dankte den Sportlern von der TSG Pfeddersheim, die über Jahre hinweg in ihrem Sportprogramm eingeschränkt waren und den Grundschülern ihre eigene Halle zur Verfügung stellten. „Für diese lange Phase des Mangels werden wir uns mit einer schönen, neuen Halle revanchieren“, sagte er. Der Pfeddersheimer Ortsvorsteher Alfred Haag wandte sich ebenfalls an die TSG-Aktiven: „Heute ist nicht nur ein besonderes Ereignis für unsere Grundschüler, sondern auch für die Pfeddersheimer Vereinssportler.“ Dieser Dank war auch an die Grundschule und ihren Schulleiter Hans-Peter Bürcky gerichtet.

Die Verantwortlichen hatten mit der Grundsteinlegung wahrlich etwas zu feiern, war diesem Tag doch eine lange Durststrecke vorausgegangen. Nachdem im Jahr 2011 eine „latente Einsturzgefahr“ an der alten Turnhalle festgestellt worden war, ist sie für den Sportunterricht gesperrt worden. Nun sind seit 2011 ganze sechs Jahre ins Land gegangen, in der die Grundschüler ohne Sporthalle auskommen mussten. OB Kissel riss das „viele Hin und Her“ dieser Jahre nur kurz an: Die Frage zu Beginn, ob man die alte Turnhalle nicht sanieren solle, dann die Erkenntnis, dass ein Neubau kaum teurer würde als eine Modernisierung der alten Halle.

„Mit einigen Peinlichkeiten verbunden“

Dann die Frage der Finanzierung zwischen Stadt und Land, die einige Zeit in Anspruch nahm. „Das Ganze ist mit einigen Peinlichkeiten verbunden“, sagte der Oberbürgermeister frei heraus. Aber darum ging es an diesem Tag nicht mehr. „Es ist wahr, wir haben lange miteinander diskutiert“, sagte auch Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann, der als Vertreter des Landes zur Grundsteinlegung gekommen war. Von den rund 2,8 Millionen Euro, die die neue Halle kosten wird, übernimmt das Land nun 830 000 Euro. „Diese Summe ist für Worms eine große Anstrengung“, meinte Beckmann, aber das Geld sei gut angelegt, die Infrastruktur werde gebraucht. Er freue sich bereits auf den Tag der Einweihung.

Die neue Turnhalle der Paternusschule soll die momentan angespannte Sportstättensituation in der Stadt lindern. In der Halle in der Carl-Villinger-Straße, die in Planung ist, sollen drei Spielfelder geschaffen werden, zwei weitere Felder entstehen durch die neue Zweifeld-Halle der Paternusschule. Grundschüler und TSG-Sportler sollen die Halle dann gemeinsam nutzen können – „dafür wird die neue Halle zwei Eingänge haben, einen vom Schulhof aus, einen zweiten von der Grabenstraße her“, erläuterte Baudezernent Uwe Franz. Außerdem wird die neue Halle vier Umkleidekabinen und zwei Duschbereiche, Geräteräume, Lehrerkabinen und weitere Funktionsräume umfassen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 02.11.2017

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Wormser Stadtrat: Staudinger-Schulgebäude wird abgerissen, Zuschuss für Pfrimmtal-Schule kommt

Von Johannes Götzen

WORMS - Wie zu erwarten hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig für den Abriss des maroden Staudinger-Grundschulgebäudes gestimmt. Es sollen zuvor Container auf dem Schulgelände aufgebaut werden, in denen die Grundschüler dann unterrichtet werden sollen. Wo genau diese Container platziert werden, könne derzeit noch nicht gesagt werden, so OB Kissel. Das hänge von der Logistik für den Abriss ab, also wie Zu- und Abfahrten geregelt werden.

Zugleich gab Kissel bekannt, dass die Stadt 8,5 Millionen Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm erhalte. Mit diesem Geld könne der Neubau der Pfrimmtal Realschule plus realisiert werden. Der Rat hatte sich bereits im April dieses Jahres für Abriss und Neubau am Standort Nievergoltstraße ausgesprochen, allerdings war fraglich, aus welchen Zuschusstöpfen dies finanziert werden soll. Landestagsabgeordneter Jens Guth (SPD) hatte am Mittwoch per Pressemitteilung betont, dass aus diesem neuen Schulsanierungsprogramm des Bundes auf Rheinland-Pfalz ein überproportional großer Anteil entfalle. Kissel fügte noch hinzu, nachdem nun geklärt sei, dass so der Neubau der Pfrimmtal Realschule plus finanziert werden kann, könne mit Hochdruck an den Neubau der Kita Pfiffligheim gegangen werden.

Der Sitzung folgten Schulleitung und Vertreter des Elternbeirates der Staudinger-Grundschule. Insbesondere der Elternbeirat hatte in den vergangenen Wochen vehement eine Perspektive eingefordert, wie es mit der Schule weitergeht und den Bezug des früheren Hauptschulgebäudes direkt nebenan klar favorisiert. OB Michael Kissel nannte dies auch „die ideale Lösung für Neuhausen“, vor allem auch mit Blick auf das neue große Wohngebiet zwischen Siedlung „In den Lüssen“ und Fahrweg. Dadurch werde die Grundschule wachsen, wozu im alten Hauptschulgebäude ausreichend Platz wäre.

Hauptschulgebäude soll Ausweichmöglichkeit bleiben

Allerdings muss dazu zuerst in der heutigen Karmeliter Realschule plus in der Goethestraße Raum geschaffen werden, denn deren aktuelle neunten und zehnten Klassen sind noch im alten Hauptschulgebäude in der Kurfürstenstraße. Das werde in diesem Schuljahr noch so bleiben. Dann stehe die etwa zweijährige energetische und feuerschutztechnische Sanierung des alten Hauptschulgebäudes an. Dazu werden Landesmittel aus dem „Investitionsprogramm 3.0“ verwendet, die bis zum Jahr 2020 abgerufen sein müssen, gab Kissel als Zeitperspektive an.

CDU-Fraktionschef Dr. Klaus Karlin wies aber darauf hin, dass Letzteres nicht Teil des Beschlusses sei. Der beziehe sich nur auf die Anschaffung der Container. Wie das frühere Hauptschulgebäude genutzt wird, müsse offen bleiben, betonte Karlin, weil es nach einem bestehenden Ratsbeschluss als Ausweichmöglichkeit für die Gymnasien im BIZ vorgehalten werden solle, wenn deren naturwissenschaftliche Fachsäle grundlegend saniert werden. Karlin: „Das schieben wir seit zehn Jahren vor uns her.“ Mögliche Lösung auf dem BIZ-Gelände Kissel bestätigte zwar, dass sich der Beschluss nur auf die Anschaffung der Container beziehe, betonte aber seinerseits, dass die Karmeliter Grundschule ein Recht auf eine Perspektive habe. Zudem sei er mit den Schulleitungen von Gauß- und Rudi-Stephan-Gymnasium im Gespräch. Es gebe die Chance einer Lösung auf dem BIZ-Gelände selbst, was die Schulen begrüßen würden.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 18.10.2017

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Realschule Plus – Schulleiter in Worms beklagen, dass Eltern Chancen des Schultyps nicht erkennen

Von Claudia Wößner

WORMS - Schüler mit einem starken Ego verweigern sich, Schüler mit einer zarten Seele werden seelisch krank. Manchmal so sehr, dass sie nach den vielen Negativ-Erlebnissen gebrochen sind und ihnen mühsam wieder neuer Lebensmut geschenkt werden muss. Mit diesen drastischen Worten beschreiben Margit Zobetz und Simone Gnädig die Schicksale von Kindern und Jugendlichen. Schüler, die an Gymnasien überfordert waren, und dann meist irgendwann zur siebten oder achten Klasse an eine Realschule plus kommen. An die Pfrimmtal-Realschule der Schulleiterin Gnädig, an die Nibelungen-Realschule der Rektorin Zobetz oder an anderen Realschulen plus in Worms oder im Umland.

Lieber Unterforderung riskieren

Die Nelly-Sachs-IGS könnte noch anbauen, so viele Eltern interessieren sich für sie. Und am Eleonoren- und am Gauß-Gymnasium hält der Andrang weiter an. An all diesen Schulen winkt das Abitur. Ein Schulabschluss, der für die meisten Eltern wohl so verlockend ist, dass sie sich sagen: „Wir probieren es.“ Wir probieren, ob der Sprössling es vielleicht auf dem Gymnasium packt. Margit Zobetz und Simone Gnädig können diesen Satz nicht mehr hören. Zumal sie zu der Erkenntnis gelangt sind, dass sich bei den Eltern offenbar noch nicht herumgesprochen hat, welche Chancen Kinder und Jugendliche bei ihnen an der Schule haben. „Die Eltern haben nicht verstanden, dass eine Realschule plus alle Möglichkeiten bietet“, sagt Zobetz. Ihr wäre es lieber, wenn die Eltern beim Kind lieber eine Unter- als eine Überforderung riskieren würden. Wechseln könne das Kind ja dann immer noch aufs Gymnasium.

Die Nibelungen-Realschule plus besuchen nur 37 Fünftklässler. Von den vier Realschulen plus in Worms hat die Nibelungenschule damit die wenigsten Neu-Realschüler. „Wir hätten gerne mehr, aber wir sind zufrieden“, erklärt Zobetz. Vor einem Jahr starteten 35 Schüler an der Nibelungenschule in einen neuen Lebensabschnitt, im Jahr 2015 waren es 39. Zahlen, die stellvertretend sind für die Situation der Realschulen plus in Worms. Die Gesamtzahl der Schüler, die eine Realschule plus besuchen, bleibt nahezu gleich. „Gleich bleiben auch die Anzahl und die Verteilung der Klassen auf die vier Schulstandorte der Realschulen plus in Worms“, berichtet Bildungsdezernent Waldemar Herder (SPD). Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Eltern das noch junge Angebot der Realschulen plus, der Alternative zu Gymnasium und IGS, nicht verstärkt annehmen. Das mag auch an Imageproblemen liegen, gerade bei Schulen wie der Nibelungenschule, die einst eine Hauptschule war. Oder der Pfrimmtal-Realschule, der ehemaligen Diesterwegschule. Die beiden Schulen werben vor allem mit der persönlichen und intensiven Betreuung der Schüler. „Wir sind klein, aber fein“, betont Gnädig.

Für die Pfrimmtal-Realschule hatte die Stadt ursprünglich 63 Fünftklässler gemeldet. Wie Gnädig berichtet, sind aber noch zwei Jugendliche hinzugekommen, sodass es jetzt 65 sind – genauso viel wie vor zwei Jahren, 2016 waren es 57 Fünftklässler. Die meisten Fünftklässler haben die Westend-Realschule plus mit 96 und die Karmeliter-Realschule plus mit 92 aufgenommen. Westend-Schulleiter Hans-Jürgen Finkler ist damit „voll und ganz zufrieden“. Eltern hätten im Februar ihr Kind in einem kurzen Zeitraum von 14 Tagen anmelden können, sagt Finkler: „Innerhalb dieser Zeit hatten wir 96 Anmeldungen.“ Der Westend-Rektor führt diese Anmeldezahlen auch auf „Westend-spezifische“ Gründe zurück, also auch die Vergangenheit als Realschule. Finkler, der schon einmal den Leistungsverlust seit Einführung der Realschulen mit dem Plus im Namen beklagt hat, zeigt sich auch sehr zufrieden mit den Schülern des neuen Jahrgangs, die seien nämlich absolut tauglich für die Realschule plus.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 23.08.2017

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410 Viertklässler aus zehn Wormser Grundschulen haben Spaß bei Spieleolympiade auf Gelände der Pfrimmtal-Realschule Plus

Von Leyla Senuslu

WORMS - Sechs Grundschulen, 20 Klassen und insgesamt 410 Schüler: Dank der alljährlich stattfindenden Spieleolympiade herrschte auf dem Sportgelände der Pfrimmtal-Realschule Plus buntes Treiben. An fünf aufgebauten Sportstationen konnten die Viertklässler ihr Geschick und ihre Ausdauer beweisen. Disziplinen wie Weitsprung, Ballwurf und Fußballslalom forderten die körperliche Fitness der Schüler.

Wer eine Pause nötig oder bereits alle Sportstationen bewältigt hatte, hatte genügend Freiraum, um sich mit einem frisch zubereiteten Obstsalat zu stärken, am Kreativtisch zu basteln oder sich mit Freunden auf dem Klettergerüst zu vergnügen. Lautes Kinderlachen und fröhliche Gesichter von vorbeirennenden Viertklässlern verrieten, dass nicht nur die sportlichen Aktivitäten, sondern auch das vielseitige Rahmenprogramm für viel Spaß sorgten. Mit bereitgestelltem Kaffee und Kuchen ließen es sich auch die erwachsenen Gäste in gemütlicher Runde gutgehen. „Das Fest ist super organisiert. Es ist auch klasse, dass die Kinder hier selbstständig herumlaufen können. Vielleicht gibt ihnen das einen Einblick, wie es in der fünften Klasse sein wird“, sagte Ilka Zengerle, Lehrerin an der Ernst-Ludwig-Grundschule, mit einem breiten Lächeln. Stefan Lubojansky, pädagogischer Koordinator und Orientierungsstufenleiter an der Pfrimmtal-Realschule Plus, erklärte die Intention, die hinter dem Sportfest steckt: „Wir wollen den Viertklässlern ein ideales erstes Aufeinandertreffen mit einer weiterführenden Schule ermöglichen. Sport verbindet und macht fast jedem Spaß.“ Lubojansky ist der Meinung, dass den Kindern solch eine Veranstaltung positiv im Gedächtnis bleiben wird. Er betonte: „Uns ist der persönliche Kontakt zu den Grundschulen sehr wichtig. Deshalb fahre ich, wenn die Urkunden fertig erstellt sind, auch persönlich an jede Schule, um noch mal meinen Dank auszusprechen.“

Ebenfalls dankbar ist der Orientierungsstufenleiter für das gesamte Team, das bei der Organisation des Festes hilft. „Die Schulleitung, das Kollegium, die Zehntklässler, die an den Stationen helfen – jeder leistet tolle Arbeit. Es macht Spaß, Teil eines solchen Teams zu sein“, sagte Lubojansky. Zu diesem Team gehört auch Achim von Irmer vom Evangelischen Jugendhilfezentrum, der mit vier Kolleginnen die Betreuung der Kinder am Kreativtisch übernahm.

Seit mehreren Jahren ist das Evangelische Jugendhilfezentrum Partner der Pfrimmtal-Realschule Plus und ist beispielsweise verantwortlich für die Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung sowie für Arbeitsgemeinschaften. „Ich finde, dass die Spieleolympiade eine tolle Chance für die Kinder ist, um in eine neue Schule zu schnuppern und sich dabei sportlich zu betätigen. Sie bekommen hier das Leistungsspektrum gezeigt und es ist nichts vorgegaukelt“, sagte Achim von Irmer. Er fügte hinzu: „Außerdem wachsen bei solchen Veranstaltungen Kooperationen zwischen den Grundschulen und der Realschule plus.“

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 22.08.2017

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Abriss erledigt: Bau der neuen Sporthalle an der Paternusschule in Worms-Pfeddersheim beginnt

Von Claudia Wößner

WORMS-PFEDDERSHEIM - Der Bauschutt ist weg. Hinter dem Bauzaun erinnert am Mittwoch nur noch aufgewühlte Erde an die Sporthalle der Paternusschule. Ansonsten gilt auf dem Gelände zwischen dem Schwimmbad und der Schule das Gleiche wie bei Grimms Märchen: „Es war einmal.“

Die bisherige Sporthalle ist endgültig Geschichte. In den Ferien wurde das Gebäude komplett abgerissen. Die Spuren der schweren Baumaschinen, die der Halle den Garaus machten, sind im Grund noch erkennbar. Los ging es direkt am ersten Ferientag am 3. Juli. Seit einigen Tagen sind die Abrissarbeiten nun abgeschlossen. Hinter das erste Zwischenziel beim Millionenprojekt „Sporthalle Paternusschule“ wird damit ein „Erledigt“-Haken gesetzt. Nach dem Abriss folgt nun der zweite große Schritt, nämlich der Bau der neuen Halle.

"Ablauf des Schulbetriebs wird nicht beeinträchtigt"

Da die Abrissarbeiten pünktlich über die Bühne gegangen sind, kann der Zeitplan, den die Stadt für den Baustart vorgegeben hat, auch eingehalten werden. Mit dem Bau der neuen Halle soll am Montag, 14. August, begonnen werden. Zunächst wird die Baustelle eingerichtet, im Anschluss daran beginnen die Vorbereitungen für das Gießen der Bodenplatte. Dies kündigt Angela Zimmermann, Pressesprecherin der Stadt, am Mittwoch auf Nachfrage der WZ an.

Mit dem Baustart haben die Paternusschüler zum Beginn des neuen Schuljahres gleich mal etwas zu gucken, was sich da in der Nachbarschaft so tut. „Erfahrungsgemäß sind solche Bauarbeiten im laufenden Betrieb nicht nur ‚Störfaktoren‘, sondern auch ein Erlebnis und eine Bereicherung für die Kinder“, erklärt Zimmermann. Der Ablauf des Schulbetriebs, teilt die Pressesprecherin weiter mit, werde nicht beeinträchtigt. Baustellenlärm werde sich aber hingegen hin und wieder nicht vermeiden lassen.

Die Kosten für den Neubau sind mit rund 2,8 Millionen Euro taxiert. Die Halle mit zwei Spielfeldern soll bis August 2018 fertiggestellt sein. Damit stünde die Halle pünktlich zum Beginn des Schuljahres 2018/2019 für den Schulsport zur Verfügung. Der Neubau wird nicht genau an derselben Stelle errichtet, wo die bisherige Halle stand. Vielmehr wird die neue, nahezu quadratische Halle dort enden, wo die frühere anfing.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 09.08.2017

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Wormser Pfrimmtal-Realschule plus schließt Bildungspatenschaft mit Röchling Automotive

Von Michaela Weber

HOCHHEIM/PFEDDERSHEIM - Der Abschluss einer neuen Bildungspatenschaft der Firma Röchling Automotive mit der Pfrimmtal-Realschule plus ist am Dienstagvormittag mit einer kleinen Feierstunde in der Aula am Standort Pfeddersheim begangen worden.

In Vertretung von Frank Silzer, Personalleiter Europa Nord, unterschrieben für Röchling die Gruppenleiterin Personal, Anita Brunk, und für die Schule Rektorin Simone Gnädig die Kooperationsvereinbarung. Die Zusammenarbeit ist zunächst auf zwei Jahre, aber auf die Entwicklung einer langfristigen Partnerschaft ausgerichtet.

Das Ziel, durch vielfältigen Austausch von Informationen, Ideen und Kompetenzen die Schul- und Berufsausbildung der Schüler aufeinander abzustimmen, um diesen den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern, erläuterte die Schulleiterin Neunt- und Zehntklässlern. Diese Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen in Form von Betriebsführungen und Erkundung von Arbeitsplätzen, von Praktika, Fachvorträgen und Workshops sowie von Berufspräsentationen und Bewerbertrainings „fördere den partnerschaftlichen Dialog und fordere zur aktiven Zukunftsgestaltung heraus“, findet Gnädig.

Sie sieht in der Kooperation vor allem eine „Win-win-Situation“, eine Vereinbarung von der beide Seiten profitierten. Auf der einen Seite erhielten Schüler praktische Einblicke in die Arbeitswelt und die realen Anforderungen des Berufslebens. Auf der anderen Seite erhalte das Unternehmen die Gelegenheit, frühzeitig Kontakte zu potenziellen Nachwuchskräften knüpfen und könne darüber hinaus ganz praktisch zum Schulangebot beitragen, zum Beispiel mit Unterrichtseinheiten im Bereich Technik und Natur.

Röchling arbeitet bereits seit Jahren mit der Pfrimmtal-Realschule plus zusammen, deren Schwerpunkt besonders in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik liegt. Gute Bewerbungen für die gewerblich-technischen Berufe gebe es immer weniger, im Gegensatz zum Beispiel zur kaufmännischen Sparte, sagt Anita Brunk. Neben einer ansprechenden Form, korrektem Adressat und Pünktlichkeit beim Bewerbungsgespräch achte sie beim Inhalt auf die Beurteilungen in puncto Verhalten und die Anzahl der unentschuldigten Fehlstunden, aber auch auf das spürbare Interesse der Bewerber am Unternehmen. Die Anleitung und Unterstützung durch die Schule in Sachen Berufsorientierung findet sie deshalb „immens wichtig“. Diese setzt bereits sehr früh in der fünften Klasse mit einem Schnuppertag an. In der siebten Klasse gibt es dann eine Berufsorientierungsrallye, ein dreitägiges Schnupperpraktikum sowie einen Besuch der Berufsinformationsmesse. Zum Besuch der Infomessen kommen in der achten und neunten Klasse ein Bewerbertraining beziehungsweise Bewerbercamp, Werkstatt- und Praxistage sowie zweiwöchige Praktika hinzu.

In der zehnten Klasse schließt ein einwöchiges Praktikum sowie die sogenannte Hausmesse die schulische Berufsorientierung ab. Diese Hausmesse, die am 23. Februar 2018 stattfinden soll, ist für Firmen die Gelegenheit, sich direkt vor Ort zu präsentieren und in einer Art Speed-Dating potenzielle Kandidaten schon einmal kurz kennenzulernen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 21.06.2017

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Pfrimmtal Realschule plus in Worms soll neues Gebäude in Nievergoltstraße bekommen

Von Johannes Götzen

HOCHHEIM - Die Pfrimmtal Realschule plus soll in jedem Fall ein komplett neues Gebäude an ihrem Standort Nievergoltstraße bekommen, wo dann auch die heute noch in der Pfeddersheimer Paternusschule ausgelagerten Schüler unterrichtet werden könnten. Die Schule wäre dann an einem Standort zusammengefasst, was sich die Schulgemeinschaft schon lange wünscht. Nachdem sich der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Schulträgerausschuss bereits klar für diese Variante ausgesprochen hatten (die WZ berichtete), tat dies am Mittwoch auch der Stadtrat einstimmig.

Stadt will Variante in jedem Fall umsetzen

Bemerkenswert war dabei der Zusatz von OB Michael Kissel (SPD), dass diese Variante in jedem Fall umgesetzt werden soll, auch wenn die bislang geplante Finanzierung über das „Konjunkturprogramm 3.0“ nicht klappen sollte. Dann müsse das Projekt aus anderen Töpfen gestemmt werden, so Kissel. Die Stadt hofft auf Zuschüsse von 80 oder gar 90 Prozent der Kosten. In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hatte das dazu beauftragte externe Planungsbüro drei mögliche Varianten für die Pfrimmtal Realschule plus vorgestellt. Variante eins wäre auch das Zusammenziehen der beiden Standorte an der Nievergoltstraße gewesen, aber mit nur teilweisem Abriss der Gebäude. Einige würden grundlegend saniert und es käme ein Anbau an diese hinzu. Die Variante drei war sofort durchgefallen: Sie hätte die Sanierung sowohl der Gebäude an der Nievergoltstraße wie auch in Pfeddersheim bedeutet. Diese wäre nicht nur die teuerste, sondern auch die pädagogisch schlechteste Lösung.

Deshalb klar das Votum für Variante zwei: Die Realschule wird zunächst im bestehenden Schulhof als dreigeschossiges Gebäude komplett neu gebaut, dann ziehen Schüler und Lehrer um, damit die alten Gebäude schließlich abgerissen werden können und der Schulhof neu gestaltet werden kann.

Wobei vor dem Abriss der Alt-Gebäude geprüft werden solle, ob Teile davon für die benachbarte Grundschule genutzt werden können, die auch zusätzliche Säle brauchen könnte. Die Investitionskosten liegen nach ersten groben Berechnungen bei 10,73 Millionen Euro. Die Gesamtkosten nach 50 Jahren lägen bei 46,10 Millionen Euro. Sprecher der Fraktionen betonten, dass diese Lösung die günstigste und vor allem die pädagogisch sinnvollste sei. Steffen Landskron (FWG/Bürgerforum) erinnerte allerdings daran, dass schon heute die Verkehrssituation verheerend sei, dies müsse berücksichtigt werden. Baudezernent Uwe Franz (SPD) konnte dies zusichern, zumal gegenüber der Schule ein Wohngebiet inklusive Kita entstehen soll. Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens werde auch die Verkehrsführung überprüft.

Eine weitere Frage von Landskron zielte auf die Turnhallen ab. In Pfeddersheim wird die Schulturnhalle der Paternusschule abgerissen und eine Zwei-Feldhalle neu gebaut. Was aber passiere an der Nievergoltstraße? Wenn dort tatsächlich die Pfrimmtal Realschule plus zusammengeführt wird, müsse dann auch über die Turnhallenfrage nachgedacht werden, so Franz.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 28.04.2017

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Achtklässler der Pfrimmtal-Realschule plus in Worms beschäftigen sich mit Elektromobilität

Von Anna-Lena Stauder

HOCHHEIM - Elektromobilität ist ein Begriff, von dem zwar wohl jeder anwesende Schüler schon einmal was gehört haben mag, doch was er praktisch bedeutet, durften die Achtklässler der Pfrimmtal-Realschule plus nun erfahren. Dr. Sabine Meßmer-Luz und Dr. Georg Eysel-Zahl von der VDK-Stiftung für erneuerbare Energien sind aus Heidelberg gekommen und haben zwei Elektroautos, einen Elektroroller und ein Elektrofahrrad, ein sogenanntes Pedelec, mitgebracht. Bevor diese jedoch ausprobiert werden können, erwartet die Schüler, die das Profilfach „Mathe-Naturwissenschaft-Technik-Umweltschutz“, kurz MaNATU, gewählt haben, eine theoretische Unterrichtseinheit.

„Wir sind jetzt mit dem Elektroauto aus Heidelberg gekommen, aber woher kommt der Strom denn?“, fragt Eysel-Zahl. Schnell schießen die Finger nach oben. Erdwärme, Wasser, Wind, Sonne oder Biomasse als erneuerbare Energien sind schnell gefunden. Als die Schüler dann aber raten sollen, wie viele Elektroautos aktuell in Deutschland zugelassen seien, folgt Ernüchterung. Denn nicht mehrere Millionen Autos dieser Art seien angemeldet, sondern 25 000 waren es Ende des letzten Jahres, berichtet Eysel-Zahl. Diese Zahl stehe den über 40 Millionen insgesamt zugelassenen Wagen gegenüber. „Es dauert eben bis Erwachsene merken, dass es funktioniert“, erklärt Eysel-Zahl den Jugendlichen. Der Kaufpreis sei für viele noch ein „Handicap“. Warum dieser so hoch sei, wollen die Schüler wissen. Das liege an der Autoindustrie, die Zeit brauche, um sich auf die Veränderungen einzustellen, und auch an der geringen Nachfrage.

Doch was die Schüler noch brennender interessiert, ist die Reichweite der Wagen, und wie das Aufladen vonstattengehe. Obgleich es in Deutschland rund 25 000 Ladepunkte gebe, müsse man seine Routen gut planen, weiß Eysel-Zahl. Mit den zwei Elektroautos, die die Stiftung mitgebracht hat, komme man 150 bis 200 Kilometer weit. Je nach Ladestation könne die Batterie im Unterboden des Fahrzeugs in drei bis vier Stunden komplett aufgeladen werden, an konventionellen Steckdosen dauere es fast doppelt so lange. Wieviel ein Tankvorgang koste, hänge von der Art der Säule, dem Anbieter und der Ladedauer ab. „Viele Nutzer laden ihr E-Auto auch zuhause an der Steckdose oder sie installieren eine Schnellladestation, die kostet so um die 1000 Euro“, schildert Eysel-Zahl.

Doch nun wollen die Schüler die Lade-Anschlüsse inspizieren, bevor sie in den Autos für eine Probefahrt Platz nehmen und sich unter Beobachtung ihrer Lehrer Klaus Mathis und Sarah Birkenhayer von Sabine Meßmer-Luz, Georg Eysel-Zahl und Lehrerin Inka Thomas kutschieren lassen. Auch den Roller probieren die Schüler als Mitfahrer gerne aus, und beim Pedelec treten sie kräftig in die Pedale. „Es ist deutlich leichter, als mit dem normalen Fahrrad zu fahren“, zeigt sich Paul Stöckel aus der 8 a begeistert. Ronny Hempel aus der 8 b ist überzeugt vom geräuschlosen Fahren und davon, dass man beim Bremsen Energie und damit auch Reichweite zurückgewinne, wie Meßmer-Luz während der kurzen Spritztour mit dem Auto erzählt.


KONZEPT

Seit dem Schuljahr 2014/15 bietet die Realschule plus das Wahlpflichtfach MaNaTU für Schüler ab Klassenstufe 8 an. Durch die Kooperation mit der VRD-Stiftung ist Energie Schwerpunktthema im Unterricht, der zweimal wöchentlich stattfindet.

Für die Gestaltung des Unterrichts bietet die Stiftung, die mit der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg zusammenarbeitet, Materialien an, die sich in verschiedene Module gliedern. Die Stiftung hat der Schule kostenfrei Materialboxen mit Lernspielen zum Experimentieren gestellt.

Ziel des Projektes ist auch die Ausbildung von Lernpaten, die die erarbeiteten Themen den Kindern der benachbarten Diesterweg-Grundschule vermitteln. Das geschah im Januar bereits zum Thema Sonnenenergie.


Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 26.04.2017

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Wormser Pfrimmtal Realschule plus soll zusammengeführt werden - und einen Neubau bekommen

Von Johannes Götzen

WORMS - Wenn es nach dem Willen des Haupt- und Finanzausschusses geht, wird die Pfrimmtal Realschule plus komplett neu gebaut, dann ziehen Schüler und Lehrer um, damit die alten Gebäude schließlich abgerissen werden können und der Schulhof neu gestaltet werden kann. Außerdem sollen in den Neubau dann auch die Pfrimmtal-Schüler einziehen, die bislang am zweiten Standort in Pfeddersheim in der Paternusschule unterrichtet werden. Dann wäre aus zwei Schulstandorten einer geworden, was das Lehrerkollegium mit Rektorin Simone Gnädig von Anfang an wollte.

Drei Varianten präsentierte das Planungsbüro dem Ausschuss am Mittwoch, dessen Vorliebe war klar die geschilderte Variante 2. Variante 1 wäre auch das Zusammenziehen der beiden Standorte an der Nievergoltstraße, aber mit nur teilweisem Abriss der Gebäude. Einige würden grundlegend saniert und es käme ein Anbau an diese hinzu. Die Variante 3 war sofort durchgefallen: Sie hätte die Sanierung sowohl der Gebäude an der Nievergoltstraße wie auch in Pfeddersheim bedeutet. Diese wäre nicht nur die teuerste, sondern aus Sicht der Schule wie auch geschlossen des Ausschusses aus organisatorischen wie pädagogischen Gesichtspunkten die schlechteste Lösung.

Wie so oft ist das Problem die Finanzierung. Auch wenn die Varianten 1 und 2 sowohl in der Investition wie auch auf langfristige Sicht nur wenig auseinander liegen: Offen ist bislang die Frage der Bezuschussung. Für energetische Sanierung von bestehenden Immobilien gibt es über das „Konjunkturpaket 3.0“ 90 Prozent Zuschuss vom Bund. Ob dieser hohe Anteil auch für einen kompletten Neubau gezahlt würde, ist nicht sicher. Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) sagte deshalb unmissverständlich: Auf diesen Zuschuss könnte und dürfte die Stadt nicht verzichten, auch wenn sie die Variante 2 unbedingt wollte. „Einen entsprechenden Beschluss des Gremiums müsste ich beanstanden“, so Kissel. Auf entsprechende Fragen aus dem Ausschuss erklärte Baudezernent Uwe Franz (SPD), dass die Stadt selbstverständlich im Vorfeld beim Zuschussgeber angefragt habe. Von dort habe man zumindest das Signal erhalten, dass man, wäre die Variante Neubau wirtschaftlicher, darüber nachdenken wolle, diese auch zu bezuschussen, so Franz.

Zuzug von jungen Familien wahrscheinlich

Nach den Berechnungen des Büros „Sander.Hofrichter Architekten“ aus Ludwigshafen, die diese im Ausschuss sehr detailliert erläuterten, ist dies der Fall. Das gilt nicht nur für die Investitionskosten, sondern auch den Betrieb für 50 Jahre – also in etwa so lange, wie die heutige Pfrimmtal-Schule auch genutzt wurde. Deshalb empfiehlt der Ausschuss dem Stadtrat einstimmig, diese Variante auch weiter zu verfolgen, mit dem Vorbehalt der hohen Bezuschussung. Timo Horst, Fraktionsvorsitzender der SPD, wollte vor einem Abriss der alten Gebäude aber geprüft wissen, ob nicht für die weitere Entwicklung der Diesterweg-Grundschule auf demselben Grundstück Raum vorgehalten werden sollte. Schließlich bekomme Hochheim zwei bis drei neue Baugebiete, was den Zuzug von jungen Familien wahrscheinlich mache. Richard Grünewald von Bündnis 90/Die Grünen ergänzte dies mit dem Hinweis auf die geplante Kita genau gegenüber. Möglicherweise könnte Aula oder Turnhalle gemeinsam genutzt werden. Raimund Sürder (CDU) kennt als ehemaliger Lehrer die Diesterwegschule genauso wie als früherer Rektor die Paternusschule. Deshalb wies er auch darauf hin, dass mit dem Neubau an der Nievergoltstraße gleichwohl in der Paternusstraße der Sanierungsbedarf bestehen bleibe. Auch diese Kosten müssten berücksichtigt werden. Schließlich erinnerte Matthias Englert (FWG-Bürgerforum) an das tägliche Parkchaos vor Pfrimmtal- und Diesterwegschule und wollte auch geprüft wissen, ob Parkraum geschaffen werden könnte.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 30.03.2017

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Renolit und Pfrimmtal-Realschule unterzeichnen Vertrag über Bildungspartnerschaft

Von Roland Keth

WORMS - Der Kunststofffolien-Hersteller Renolit und die Pfrimmtal-Realschule plus wollen ihre Zusammenarbeit verstärken. Am Dienstag unterschrieben Vorstandsvorsitzender Michael Kundel, Ausbildungsleiterin Stefania Staikou und Schulleiterin Simone Gnädig einen förmlichen Vertrag über eine Bildungspartnerschaft. Darin verpflichtet sich Renolit, die Schüler der Pfrimmtal-Realschule in der Schule, aber auch mit Angeboten im Werk selbst „zu fordern und zu fördern“, wie Kundel sagte, bevor er seine Unterschrift unter den Vertrag setzte.

Kundel machte deutlich, dass Deutschland zwar Exportweltmeister sei, aber in den „Mint-Fächern“ Mathematik, Informatik und Naturwissenschaft und Technik nur Durchschnitt. „Wir müssen also Gas geben“, forderte der Vorstandsvorsitzende. In dem Bemühen, junge Leute zu qualifizieren und ihnen zu ermöglichen, auf eigenen Füßen zu stehen, sei es nicht immer notwendig, Abitur zu machen und zu studieren. „Die Duale Ausbildung über Schule und Beruf bietet ebenfalls eine hervorragende Perspektive.“

Mit Renolit sei man schon länger verbunden. Dass es jetzt zum Aufbau einer regelrechten Bildungskooperation kommen soll, sah Schulleiterin Simone Gnädig ebenfalls als wichtigen Meilenstein in Sachen frühzeitiger Berufsorientierung und Stärkung der Mint-Fächer in ihrer gut ausgestatteten Schule.

Experten regelmäßig in der Schule

Gnädig wünschte sich für die Zukunft eine enge Verzahnung mit Unterrichtssequenzen bei Renolit, aber auch, dass Renolit-Experten regelmäßig in die Schule kommen. Das sagte Kundel umgehend zu.

Die Schüler sollen verstärkt Bewerbertrainings erhalten, bei denen Einstellungstests mit Gruppen- und Einzelarbeit sowie Vorstellungsgespräche simuliert werden. „Das läuft bereits heute schon sehr gut“, betonte Ausbildungsleiterin Stefania Staikou. Vertreter von Renolit sollen künftig auch Vorträge halten zu unterrichtsrelevanten Themen, etwa zu Mitbestimmung in Unternehmen, Rohstoffen oder Qualitätsmanagement. „Wir können den Schülern auch vermitteln, welche große Bedeutung der früher oft negativ beurteilte Kunststoff in der Medizintechnik, in der Automobilindustrie oder in der Baubranche hat, wo die Vorteile eines Einsatzes dieses Werkstoffes in der Umwelttechnik bei Energieeinsparung oder effizienter Nutzung unserer Ressourcen liegen“, versicherte Kundel. Die Pfrimmtalschüler sollen die Möglichkeit erhalten, das Unternehmen Renolit besser und frühzeitig kennenzulernen, etwa im Rahmen von Betriebsbesichtigungen oder Praktika. In den Ausbildungsstätten können die Schüler die Verarbeitung von Kunststoff sowie die Bearbeitung von Metall erfahren.

„Wir haben 70 Prozent Azubis im technischen Bereich, da haben wir den meisten Bedarf. Wer hier eine Ausbildung startet, hat gute Chancen, später auch übernommen zu werden“, verdeutlichte Michael Kundel. „Wir bilden aber auch im qualitativ anspruchsvollen Bereich Industriekaufmann aus. Viele bewerben sich dabei mit Abitur oder Fachabitur, wir sind allerdings auch bereit“, versicherte Stefania Staikou, „guten Schülern mit mittlerer Reife eine Chance zu geben“.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 30.03.2017

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Stefan Lubojansky ist neuer pädagogischer Koordinator der Pfrimmtal Realschule plus

Von Florian Stenner

HOCHHEIM - Ein Jahr lang war an der Pfrimmtal-Realschule plus die Stelle des pädagogischen Koordinators unbesetzt. Seit Montag ist diese Lücke geschlossen und das Schulleitungsteam um Rektorin Simone Gnädig wieder vollständig. Der Pfeddersheimer Stefan Lubojansky besetzt zur Freunde der Schulleitung ab sofort die so lange vakante Stelle. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, jetzt ist unser Team endlich wieder komplett“, sagte Simone Gnädig bei der offiziellen Vorstellung im Beisein des versammelten Kollegiums und Schülern der Klasse 5 a.

Hilfe bei Entscheidung über die Wahlpflichtfächer

Die 5 a ist es auch, die Stefan Lubojansky nach seinem Wechsel von der Staudinger-Hauptschule als Lehrkraft betreuen wird. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer wird sich der 39-Jährige als pädagogischer Koordinator wichtigen Themenfeldern rund um den laufenden Schulbetrieb widmen. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den Wormser Grundschulen. Neben der Kontaktpflege zu den Grundschulen gehört die Betreuung der Neuankömmlinge an der Pfrimmtal-Realschule plus zu seinen Aufgaben. „Ich interpretiere meine Aufgabe so, dass ich den Übergang in die weiterführende Schule begleiten und gestalten soll. Unsere Fünftklässler sollen jedenfalls gut bei uns ankommen“, sagte Stefan Lubojansky. Zusätzlich ist es die Aufgabe des pädagogischen Koordinators, beim Übergang von der Orientierungsstufe in die siebte Klasse Schüler und Eltern zu beraten. „Ich werde beispielsweise die Auswahl der Wahlpflichtfächer unterstützen“, ergänzte Lubojansky, der aber auch mit Schulsozialarbeitern oder den Drogenberatungsstellen zusammenarbeiten wird. „Es ist ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet, auf das ich mich freue, denn nach elf Jahren an der Staudinger-Hauptschule sammele ich jetzt neue Erfahrungen.“

Dass er beruflich im Bildungssektor landen würde, das hätte der zweifache Familienvater zu Anfang seiner Karriere nicht gedacht. Denn eigentlich schlug der Pfeddersheimer einen ganz anderen Karriereweg ein. Nach dem Abitur studierte er nämlich Sport und Publizistik an der Universität Mainz. Die Karriere als Sportjournalist war also vorgezeichnet, insbesondere da er sein Studium erfolgreich abschloss. In Worms machte er sich als Journalist schnell einen Namen, begleitete er doch für das Wormser Wochenblatt über viele Jahre hinweg auch den Fußballregionalligisten VfR Wormatia. „Aber bereits während meines Studiums hatte ich einen Aushilfsjob an der Staudinger-Hauptschule“, erinnerte er sich zurück und machte seine Arbeit als Sportlehrer verantwortlich für die Kehrtwende in seiner beruflichen Laufbahn: „Ich habe damals schnell gemerkt, dass ich unglaublichen Spaß an dem Beruf habe, den ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.“

Journalismus nur noch Nebenberuf

Folgerichtig beließ es Stefan Lubojansky bei journalistischen Tätigkeiten im Nebenberuf und machte an der Universität Landau sein Staatsexamen in Sport sowie Wirtschaft-Arbeit-Technik. „Das passt natürlich super zu den Schwerpunkten hier an der Pfrimmtal-Realschule plus“, freute sich der neue pädagogische Leiter der „Mint“-Schwerpunktschule, die passenderweise auch über eine großzügige Sportanlage verfügt.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 22.02.2017

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Ein Standort für alle auf der Wunschliste



Quelle: Wormser Wochenblatt vom 15.02.2017

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Schüler stellen Fotos für Jugendbibel in Magnuskirche Worms aus

Von Ulrike Schäfer

WORMS - Das Buch der Bücher, nacherzählt von Kindern, illustriert von Kindern – das ist die Idee der Weimarer Kinderbibel, die zum Schuljahr 2011/2012 gestartet wurde. 2016 erschien bei der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. schon der fünfte Band, der sechste ist in Vorbereitung. Darüber hinaus hat das Projekt längst Kreise gezogen, auch in Worms (die WZ berichtete).

Auf Initiative der Wormser Grafik-Designerin Felicitas Steifensand beschäftigten sich nach den Sommerferien 2014 drei Klassen der Pfrimmtal-Realschule plus unter Leitung von Rektorin Simone Gnädig mit ausgewählten biblischen Geschichten und erstellten Illustrationen in unterschiedlichen Techniken. Seit einiger Zeit sind auch Klassen des Gauß-Gymnasiums beteiligt, betreut von Pfarrer Matthias Engel und Kunstlehrerin Christine Dünkel. Und so könnte es sein, dass im Lutherjahr 2017 tatsächlich auch in Worms eine Bibel nach Weimarer Muster veröffentlicht wird. „Wir haben uns aber entschlossen, sie Wormser Jugendbibel zu nennen“, sagt Felicitas Steifensand, „weil wir eher mit größeren Kindern arbeiten.“

Eine Ausstellung mit Bildern des Projekts wird zum Kleinen Kirchentag am 10. Dezember in der Magnuskirche gezeigt werden. Bei der Ausstellung handelt es sich um Fotografien, denn die Schüler hatten dieses Mal die Aufgabe, die biblischen Geschichten mit der Kamera darzustellen. Dass sie viel Spaß dabei hatten und recht kreativ waren, bewiesen die Beispiele, die Simone Gnädig zur Ansicht mitgebracht hatte. Während in ihrem Unterricht die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer Thema war, hatten sich die „Gaußis“ unter anderem mit dem Abendmahl von Leonardo da Vinci auseinandergesetzt.

„Mir gefällt an diesem Projekt so gut, dass es fächerübergreifend ist“, sagte Gnädig. „Neben dem Religions- beziehungsweise Ethikunterricht und in Kunst wird das Thema, je nachdem, auch in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Deutsch behandelt. Natürlich legen wir den Luthertext zugrunde.“

Und was ist mit den muslimischen Schülern? Das sei überhaupt kein Problem, versichern Engel und Gnädig, und Felicitas Steifensand hat vor zwei Jahren bei einem Einführungskurs ähnliche Erfahrungen gemacht. „Wir stülpen ja niemandem Glaubensinhalte über, sondern vermitteln einen Zugang zu religiösen Texten“, bringt es Gnädig auf den Punkt. „Es ist einfach ein kulturgeschichtliches Projekt.“

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 08.11.2016

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Wormser Hochschule stellt Pfrimmtal-Realschülern den Fachbereich Informatik vor

WORMS - (red). Kürzlich fand das Bewerbercamp der Pfrimmtal Realschule plus für die neunten Klassen statt. Neu in diesem Jahr war die Studienberatung, die zum ersten Mal mit dem Fachbereich Informatik der Hochschule Worms durchgeführt wurde. Das liegt nahe, hat sich doch die Realschule mit ihrem Schwerpunkt MINT zur Aufgabe gestellt, den MINT-Berufen eine größere Bedeutung beizumessen. Im Rahmen dieses ersten Studieninformationstages besuchten die Schüler die Hochschule, um vor Ort den Fachbereich Informatik in seiner ganzen Bandbreite kennenzulernen und zu erleben.

Welche Neigungen und Fähigkeiten sind nötig?

Die Vielfalt eines Informatikstudiums stellte Professor Bernd Ruhland, Dekan des Fachbereichs, den jungen Menschen vor. Bevor es in die Labore ging, gab es eine Campusführung, der sich eine Präsentation anschloss, die detailliert die Studienmöglichkeiten der Informatik an der Hochschule Worms erläuterte. Zugleich aber sensibilisierte Ruhland dafür, was Informatik alles kann, wo sie überall drin steckt, aber auch, was für Interessen, Neigungen und Fähigkeiten jemand mitbringen muss, möchte er so ein Studium aufnehmen und auch erfolgreich beenden. Nachdem offene Fragen geklärt werden konnten, demonstrierte Ruhland anhand einiger Folien einen echten Einstieg in ein Thema der Informatik, damit die Schüler auch praktisch erleben konnten, wie man sich eine Vorlesung in der Informatik überhaupt vorstellen muss.

Nach so viel Theorie ging es in die Labore. Hier hatten die Assistenten des Fachbereichs einige Praxisübungen vorbereitet. Dabei mussten mit Klebestreifen auf einem Plakat sogenannte EAN-Codes (Europäische Artikel Nummern) zuerst ausgerechnet und dann zusammengeklebt werden. Natürlich wurde am Ende mit dem Scanner geprüft, ob der Code auch korrekt gelesen werden konnte.

Gute und intensive Information, die einen umfassenden Eindruck über die Inhalte, den Aufbau und die benötigten Fähigkeiten vermittelt, ist die beste Vorbereitung auf eine gelingende Berufswahl. „Wir als Realschule mit MINT-Schwerpunkt sind froh, dass sich die Mitarbeiter des Fachbereichs Informatik so viel Zeit für uns nehmen, um unseren Schülerinnen und Schülern eine so gründliche Vorstellung des Faches geben zu können. Aber nur wer auch gut informiert ist, geht ein Studium richtig motiviert an“, betont die Schulleiterin Simone Gnädig.

Auch Bernd Ruhland ist von diesem Konzept überzeugt. „Natürlich nehmen wir uns die Zeit, unseren möglichen Nachwuchs für unser Studienangebot zu begeistern, aber zugleich auch rechtzeitig und umfassend zu informieren. Denn wer rechtzeitig weiß, was auf ihn zukommt, der kann sich auch viel gezielter auf seine Studienzeit vorbereiten. Und wenn jemand nach diesem Infotag merkt, dass Informatik nichts für ihn ist, dann ist das zu diesem Zeitpunkt besser, als so eine Entdeckung erst im zweiten oder dritten Semester zu machen.“

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 13.10.2016

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Einmalige Chance für die Grundschule in Hochheim

Von Johannes Götzen

HOCHHEIM - Der Hochheimer Ortsbeirat wittert eine Chance, wie ein seit Jahren innig gehegter Wunsch vielleicht endlich Wirklichkeit werden könnte: Dass nämlich alle Hochheimer Grundschulkinder in ein und dieselbe Grundschule gehen. Derzeit wird darüber diskutiert, ob die Pfrimmtal-Realschule plus grundlegend saniert wird oder ein Neubau möglicherweise die sinnvollere Lösung ist. Dadurch könnte aber nun Raum von der früheren Diesterweg-Realschule unverhofft als weiterer Schulraum für die Diesterweg-Grundschule frei werden, so die SPD. So könnte die Diesterweg-Grundschule also so weit wachsen, dass dann alle Hochheimer Kinder hingehen könnten. Deshalb stellten die Sozialdemokraten in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates den Antrag, die Verwaltung aufzufordern, diesen Gedanken bei den Planspielen für die Realschule zu berücksichtigen. Der Ortsbeirat stimmte einstimmig zu.

„Hochheim ist der einzige Stadtteil, der zwei Zuständigkeitsbereiche für seine Grundschüler hat“, beklagte Maria Hilberg in der Begründung zum Antrag. Wer westlich der Binger Straße wohnt, gehört heute zum Bezirk Diesterwegschule, wer östlich wohnt, zum Bezirk Staudingerschule. Die Staudinger-Grundschule aber werde ihrerseits Zuwachs aus Richtung Osten bekommen: Wenn nämlich das große Neubaugebiet an der Siedlung „In den Lüssen“ kommt, so Hilberg. Eine Änderung der Grundschulbezirke wäre also auch aus diesem Grund sinnvoll.

Das Thema der Grundschulbezirke ist wahrlich nicht neu, was auch Ortsvorsteher Timo Horst (SPD) deutlich machte. Viele Eltern wollten ihre Kinder sehr gern in die Diesterweg-Grundschule geben, weiß er, und sah hier eine „einmalige Chance“. Wie tief dies in der Hochheimer Seele sitzt, machte deutlich, wie der Ortsvorsteher die Diesterweg-Grundschule nannte: „Das ist unsere Schule.“

Die Staudinger-Grundschule dagegen liegt in Neuhausen. Und dort werde man diesen Antrag vermutlich nicht gerne sehen, mutmaßte Hendrik Egli. Denn ohne die Hochheimer Kinder werde sich die Zusammensetzung der Staudinger-Grundschüler verändern, deutete Egli die unterschiedlichen sozialen Verhältnisse in den Stadtteilen an. Freilich stimmte Egli wie alle anderen anwesenden Ortsbeiratsmitglieder klar für den SPD-Antrag.

Timo Horst versuchte auch umgehend, Misstöne gar nicht erst entstehen zu lassen. Selbstverständlich werde man gerne das Gespräch mit den Neuhausern suchen, kündigte er an und betonte vor allem: Es gehe hier nicht um ein Votum gegen die Staudinger-Grundschule, sondern für eine Hochheimer Grundschule für alle Hochheimer Kinder. So sah es auch die CDU. Heinrich Fürst sprach vom Gemeinschaftsgefühl, das auch in einer gemeinsamen Grundschule wachsen könne, und von der Identifizierung mit dem Ort Hochheim.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 23.09.2016

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Fünf Jahre Realschule plus in Worms: Etikettenschwindel und Türschildwechsel?

Von Roland Keth

WORMS - Aus sieben mach vier. Auf diese Kurzformel lässt sich das reduzieren, was damals die von der SPD mit absoluter Mehrheit geführte Landesregierung 2008 beschlossen und was von der Stadt zum Schuljahr 2011/12 umgesetzt worden war. Dann nämlich wurden die fünf Wormser Hauptschulen (Kerschensteiner, Staudinger, Diesterweg, Nibelungen und Paternus) ebenso aufgelöst wie die beiden Realschulen Westend und Karmeliter. Dafür wurden vier neue Schulen aus der Taufe gehoben: die Realschulen plus Nibelungen, Pfrimmtal, Karmeliter und Westend.

Damals durchaus ein heißes Eisen. Die Hauptschule, von vielen spöttisch als „Restschule“ bezeichnet, war auf dem absteigenden Ast, traf in der Bevölkerung kaum noch auf Akzeptanz. Viele Eltern meldeten ihre Kinder aus Angst, ihnen Zukunftschancen zu verbauen, auf Realschulen oder gar in Gymnasien an. Diesem Trend wollte die Landesregierung entgegenwirken.

Der damalige Schuldezernent Hans-Joachim Kosubek zeigte anfangs wenig Begeisterung für die Realschulen plus, ähnlich wie die Rektoren der alten Realschulen. Als „blanken Etikettenschwindel“ bezeichnete er damals die von Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) betriebene Strukturreform und geißelte dies als die bloße „Auswechslung von Türschildern“: Anstatt Hauptschule heiße die neue Schulform jetzt Realschule plus. Kosubek sah nicht ein, warum die sehr erfolgreiche Realschule als eigenständige Schulform abgeschafft werden sollte. Auch die Hauptschule sei überlebensfähig und wichtig, wenn sie denn besser gefördert würde, hielt der CDU-Vertreter der Landesregierung damals vor und unterstellte, dass Hauptschüler künftig nicht mehr vernünftig gefördert werden könnten. „Ziel der SPD ist die Einheitsschule für alle“, warf der CDU-Kreisvorsitzende Doris Ahnen vor, machte sich für den Erhalt von Haupt- und Realschule stark, konnte sich damit aber im Stadtrat nicht durchsetzen.

Der Schuldezernent musste also die ungeliebte Strukturreform in Worms umsetzen. Die Kerschensteiner-Hauptschule in Horchheim lief aus, in den Räumen der nicht mehr existenten Schule befindet sich heute die Nelly-Sachs-IGS. Staudinger-Hauptschule und Karmeliter-Realschule wurden zur Karmeliter-Realschule plus vereint, aber zunächst an den beiden alten Standorten fortgeführt. Diesterweg- und Paternus-Hauptschule wurden zur Pfrimmtal-Realschule verschmolzen mit ebenfalls zwei Standorten in Pfeddersheim (Paternus) und Hochheim (Nievergoltstraße).

Stadt will zweigeteilte Standorte auflösen

Es ist erklärtes Ziel der Stadt und der beteiligten Schulen, diese Zweiteilung möglichst schnell zu beenden. Für die Karmeliter-Realschule plus soll dies bereits ab dem Schuljahr 2017/18 der Fall sein. Die Nibelungen-Hauptschule blieb ohne Partner und eigenständig, wurde aber auch zur Realschule plus, bekam also den Realschulzweig hinzu. Umgekehrt lief’s bei der Westend-Realschule, die seit 2011/12 auch Hauptschüler aufnehmen muss.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 13.07.2016

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VRD Stiftung informiert an Pfrimmtal-Realschule plus über erneuerbare Energien im Verkehr

Von Margit Knab

HOCHHEIM - Um junge Menschen für die Wertig- und Wichtigkeit von erneuerbaren Energien zu sensibilisieren, sei der Komplex Mobilität ein Türöffner, meinte der Geschäftsführer der VRD Stiftung für erneuerbare Energien, Dr. Georg Eysel-Zahl, bei seinem Besuch in der Pfrimmtal-Realschule plus. Mit zwei Elektroautos, einem elektrisch angetriebenen Motorroller und einem Fahrrad mit elektrischem Hilfsmotor parkte er auf dem Schulhof, und 48 Schüler der achten Klassenstufe erlebten eine Schulstunde der besonderen Art.

Schüler bereiten sich in zwei Stunden pro Woche vor

Vorgebildet mit zwei wöchentlichen Unterrichtseinheiten durch ihren Fachlehrer Klaus Mathis, verfolgten die Jungen und Mädchen interessiert die Möglichkeiten einer umweltfreundlichen Fortbewegung, weg von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, hin zur Nutzung von Bus, Bahn und Car-Sharing „und im besten Falle den Einstieg in die Elektromobilität“, erklärte ihnen der VRD-Geschäftsführer. Nach der für die Schüler erfreulich kurzen theoretischen Einführung lud Eysel-Zahl zum Praxistest ein. Eine Runde mit dem Elektrofahrrad über den Schulhof drehen, das war so ganz nach dem Geschmack der Schüler. Nur ein Dutzend Eltern hatten ihre schriftliche Erlaubnis gegeben, eine kurze Autotour als Beifahrer in einem Elektroauto zu erleben. Ausprobiert werden durfte dagegen von jedem, der wollte, das Mitfahrgefühl auf dem schnittigen Motorroller. Lautlos über den Asphalt gleiten, das war für die meisten Schüler ein ganz neues Fahrgefühl. Mithilfe dieses emotionalen Fahrerlebnisses ohne Geräusche und Abgase würde ein intensiver Eindruck künftiger Mobilität vermittelt und könnte ein Einstieg in ein Umdenken sein, erklärte Eysel-Zahl. „Ich mache zur Zeit meinen Führerschein auf einem Elektroroller“, erzählte Dustin. Schade sei nur, dass es in Worms noch zu wenig „Strom-Tankstellen“ gebe und dass man mit einer „Akku-Füllung“ nur 40 Kilometer weit fahren könne, ergänzt er.

Handlungsbedarf auf vielerlei Ebenen gibt es noch, das weiß auch VRD-Geschäftsführer Georg Eysel-Zahl. Wenn es jedoch gelänge, das Bewusstsein, vor allem der jungen Menschen, zu schärfen und sie mit zu nehmen auf dem Weg, Energie einzusparen, beziehungsweise effizienter zu nutzen, dann sei die komplette Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energie innerhalb der nächsten Jahrzehnte möglich, war der VRD-Vertreter sicher. Darum würden die Stiftungsvertreter auch weiterhin in die Schulen gehen und für die Veränderung des Energiesystems schon bei den jüngsten Bürgern werben, kündigte er an. In Rheinland-Pfalz wurde in der Pfrimmtal-Realschule plus damit nun der Anfang dieser Aufklärungskampagne gemacht.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 29.06.2016

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„Stadtrat: Pfrimmtal-Realschule soll in Nievergoltstraße zusammengeführt werden

Von Roland Keth WORMS - In großer Einmütigkeit hat der Stadtrat Vorschläge gebilligt, die bei der Fortschreibung des städtischen Schulentwicklungsplanes formuliert worden waren. Sie betreffen die Weiterentwicklung der Pfrimmtal-Realschule plus, die künftig ausschließlich am Standort Nievergoltstraße heimisch sein soll. Außerdem will die Stadt die räumliche Situation an der Geschwister-Scholl-Schule (Förderzentrum) verbessern. Und schließlich soll eine Elternbefragung durchgeführt werden, um den Betreuungsbedarf für Schulkinder zu klären, was wiederum unmittelbare Auswirkungen auf die Entwicklung von Paternus- und Neusatz-Grundschule haben könnte.

Einigkeit besteht im Stadtrat darüber, dass die Pfrimmtal-Realschule plus ihre „Filiale“ an der Pfeddersheimer Paternusschule aufgeben und am Hauptstandort in der Nievergoltstraße zusammengeführt werden soll. Angedacht ist, das dafür notwendige Hauptgebäude in der Nievergoltstraße neu zu bauen. Nötig wäre es in dieser Zeit, Container aufzustellen, um alle Schüler unterbringen zu können.

Verlässt die Pfrimmtal-Realschule Pfeddersheim, dann entsteht Platz, um dort ein „Kinderzentrum“ entstehen zu lassen. Ein Wunsch, der bereits im Ortsbeirat auf breite Zustimmung gestoßen war. Demnach könnten Paternus-Grundschule sowie eine dort einziehende Kindertagesstätte eine pädagogisch sinnvolle Einheit bilden. Die Grundschule hätte außerdem die Möglichkeit, ein Ganztagsschulangebot einzurichten und/oder das Angebot der betreuenden Grundschule auszubauen. Zuvor müssten die Räumlichkeiten allerdings energetisch saniert werden.

Geschwister-Scholl-Schule platzt aus allen Nähten

Aus allen Nähten platzt die die Geschwister-Scholl-Schule (Förderzentrum) in der Karl-Marx-Siedlung. Deshalb soll auch dort möglichst rasch eine Containeranlage mit vier Unterrichtsräumen aufgestellt werden. Längerfristig betrachtet möchte die Stadt die beiden Außenstellen des Förderzentrums in Abenheim und an der Neusatzschule auflösen und am Stammort in der Karl-Marx-Siedlung zusammenführen, was erhebliche Investitionen erfordert.

Vor allem die Auflösung der Neusatz-Außenstelle ist dabei vordringlich, da die Neusatzschule brandschutztechnisch saniert werden muss. Dadurch kommt es auch zu Einschränkungen bei Klassensälen, weshalb die Schule künftig zu klein wird für Förderzentrum, Grundschule und Volkshochschule, die dort auch noch heimisch ist. Da die Stadt kein Geld hat, die Volkshochschule andernorts unterzubringen, ist die Eingliederung der Förderzentrum-Außenstelle am Hauptstandort Karl-Marx-Siedlung die derzeit verfolgte Lösung. Die wiederum hätte noch den Vorteil, dass auch die Neusatz-Grundschule Raum gewänne, um ein Ganztagsschulangebot in Kooperation mit der betreuenden Grundschule zimmern zu können.

Timo Horst (SPD), Raimund Sürder (CDU) und David Hilzendegen (Grüne) begrüßten die geplanten Maßnahmen. Hilzendegen wünschte sich für die Zukunft allerdings, dass die Volkshochschule eigene Räumlichkeiten erhält und die Stadt wegen des anhaltenden Zuspruchs eine zweite IGS einrichtet. Astrid Perl-Haag (FWG-Bürgerforum) wünschte sich mehr Transparenz bei städtischen Plänen und Konzeptionen, um dem Kirchturmdenken einzelner Schulen vorzubeugen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 16.06.2016

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„Es gibt nur Sieger“

Von David Zerfaß

STADTMEISTERSCHAFTEN Realschulen und IGS messen ihre Kräfte

WORMS - Welche Wormser Realschule hat die sportlichsten Schüler? Nach den Stadtschulmeisterschaften steht fest: Es ist die Integrierte Gesamtschule aus Horchheim. Sicher, die Nelly-Sachs-IGS ist nicht ausschließlich eine Realschule, sie durfte aber dennoch am Wettbewerb teilnehmen. Sie verwies die Gastgeber der Pfrimmtal-Realschule und die Westend-Realschule auf die Plätze.

Weitwurf, Sprint, Weitsprung und Langlauf

Für jede Schule traten insgesamt zwölf Schüler an, sechs Jungen und sechs Mädchen. In den Disziplinen Weitwurf, Sprint, Weitsprung und Langlauf standen sich die Jung-Athleten der fünf teilnehmenden Schulen gegenüber. Die Ergebnisse aller Sportler wurden am Ende zusammengerechnet und die Schule mit der höchsten Punktzahl zum Gesamtsieger gekürt. Mit einem am Ende doch recht deutlichen Abstand holte sich die IGS den Titel. Wenig überraschend gewannen die Horchheimer auch drei der sechs Einzelwertungen. Aus den Jahrgängen 2004/05, 2002/03 und 2001 und älter wurde jeweils ein Mädchen und ein Junge zum Sieger gekürt. Dominik Marquardt, Vladic Prolygin und Jasmina Bierbaum räumten für die Gewinnerschule die ersten Plätze ab.

Doch allen voran dominierte das Turnier der Westendschüler Daniel Haritonov. Mit einem großen Abstand erreichte er die höchste Punktzahl aller Teilnehmer und erhielt dafür einen Gutschein für eine dreimonatige Mitgliedschaft im Fitnessstudio Injoy. Insbesondere auf der abschließenden 1000-Meter-Strecke lief er seinen Konkurrenten mit Leichtigkeit davon. Aber auch er gab sich wie alle anderen nach seinem Sieg als fairer Sportsmann und klatschte sich mit den übrigen Teilnehmern ab.

Haritonov spielt aktuell in der B-Jugend des 1. FSV Mainz 05 Fußball, was seine sportlichen Vorteile gegenüber den anderen Teilnehmern erklärt.

Die weiteren Sieger der Einzelwertungen hießen Eva Löwe (Karmeliter-Realschule) und Sophie Baumann (Pfrimmtal-Realschule).

Bereits im fünften Jahr leitet Lothar Stegner, Sportlehrer der Pfrimmtal-Realschule, nun schon diesen Wettbewerb. Für ihn waren die Meisterschaften wieder ein voller Erfolg. Die Teilnehmer gingen mit dem nötigen Ehrgeiz an ihre Aufgaben heran, behielten aber dennoch den Sinn für sportliche Fairness. Während der Siegerehrung betonte Stegner: „Es gibt hier keine Verlierer, nur Sieger.“ Verlierer gab es tatsächlich nicht, denn alle Schüler hatten sich ja bereits in einem Vorentscheid als einer der besten zwölf Athleten ihrer Schule qualifiziert.

Neben Injoy stellte auch das Sportgeschäft Fischer Preise zur Verfügung, und zwar zwei Fußbälle. Außerdem gab die Volksbank Worms-Alzey eine Spende über 250 Euro dazu. Mit diesem Kapital stellte Stegner für jede Schule eine Kiste zusammen, gefüllt mit Trinkflaschen, einem weiteren Fußball und diversen Süßigkeiten.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 09.06.2016

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Rudi-Stephan-Gymnasium Worms: Schüler laden Jugendliche aus Pfrimmtal-Realschule in den Tiergarten ein

WORMS - (red). 18 Mädchen und Jungen sind in der sogenannten DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) der Pfrimmtal-Realschule plus. Hier werden Flüchtlingskinder aus Syrien, Pakistan und Afghanistan, aber auch Kinder von Familien aus EU-Staaten wie etwa Albanien, Rumänien oder Griechenland unterrichtet, die Klasse ist alters- und leistungsheterogen zusammengesetzt. Im Extremfall sind die Schüler zwischen neun und 17 Jahren alt und im Leistungsniveau liegen sie zwischen Analphabeten und Gymnasiasten. Außerdem werden neue Schüler zu jedem Zeitpunkt des Schuljahres aufgenommen.

Hilfe bei Hausaufgaben

Die DaZ-Schüler konnten sich nun freuen, den Tiergarten besuchen zu dürfen – dank einer Initiative von Schülern des „Rudi“. Im Rahmen einer Projektwoche hatten 17 Siebt- und Achtklässler des Rudi-Stefan-Gymnasiums ihre Altersgenossen zu einem Besuch in den Tiergarten eingeladen.

Bei schönstem Wetter konnten die Schüler der beiden Schulen mit ihren Lehrern und Betreuern durch den Tiergarten schlendern, die Jungtiere bestaunen und auf der blühenden Wiese entspannen.

„Da die Beherrschung der deutschen Sprache eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration ist, hat die Vermittlung der deutschen Sprache oberste Priorität im Unterricht“, erläuterte Realschullehrer Oliver Sack, der die Klasse der Pfrimmtal Realschule plus betreut. Ziel sei es, diese Kinder auf ein sprachliches Niveau zu bringen, sodass sie nach einer gewissen Zeit in die Regelklassen wechseln könnten. Der Besuch im Tiergarten war eine schöne Abwechslung. Das gemeinsame Erleben der Natur und der Tierwelt schuf eine Verbindung unter den Schülern über jede Sprachbarriere hinweg.

Projektleiterin Karin Schey vom Rudi-Stefan-Gymnasium freute sich, dass durch dieses Projekt bereits erste Freundschaftsbande geknüpft wurden und lobte das Engagement der jungen Projekt-Teilnehmer. „Ziel des Projektes ist es ja, dass Schüler des Rudi-Stefan-Gymnasiums die Schüler der DaZ-Klasse nicht nur bei deren Hausaufgaben unterstützen, sondern sie auch als Paten durch den Alltag begleiten und im Idealfall vielleicht aus diesen Begegnungen echte Freundschaften entstehen. Es wurden jedenfalls schon fleißig WhatsApp-Nachrichten und Telefonnummern ausgetauscht,“ so Schey.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 18.05.2016

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Neue Schulbibliothek für Pfrimmtal-Realschüler in Worms-Pfeddershein eingeweiht

PFEDDERSHEIM - Der Literaturfreund möge sich folgende Szene vorstellen: Er greift sich ein Blatt Papier und notiert darauf sämtliche Bücher, die er schon immer mal gerne lesen wollte. Das alles mit dem Wissen, dass ihm diese zeitnah und kostenfrei ins Haus geliefert werden. Ein Traum.

Für die Pfrimmtal-Realschüler, die in der Pfeddersheimer Paternusschule unterrichtet werden, ist er dank einer großzügigen Spende des noch jungen Kiwanis-Clubs jedenfalls in Erfüllung gegangen.

Am Montag erfolgte sozusagen die offizielle Übergabe in Beisein der Clubmitgliedern Uwe Martin (Gründungspräsident), Hendrik Weinl und Nicolai Köhler. Es wurden allerdings nicht nur Bücher angeschafft, ab sofort stehen außerdem drei gemütliche Sessel in der nach etwa sechs Jahren wieder in Betrieb genommenen Schulbibliothek.

Das Spendengesuch in die Wege geleitet, hatte Maximilian Pflugbeil von der Pfrimmtal Realschule. Er hat gemeinsam mit Kollegin Jenny Bester besagte Wunschliste verfasst und an den Kiwanis-Club geschickt. Die Auswahl erfolgte unter Berücksichtigung von Aktualität und Schülerorientierung, erklärte Pflugbeil. Suzanne Collins Weltbestseller „Die Tribute von Panem“ finden die Schüler demnach genauso in den Regalen wie das die Radikalisierung thematisierende Jugendbuch „Dschihad Calling“ von Christian Linker.

Rektorin Simone Gnädig freute sich mit ihren Schülern natürlich riesig über die Spende, die sofort in die neu erstandene „Leselaunch“ neben der Aula geflossen ist. „Im digitalen Zeitalter sind Bücher von unschätzbarem Wert“, urteilte die Rektorin. „Ein Buch kann man anfassen, es riecht, es hat Seele“, beschreibt sie ihre eigene Begeisterung für gedruckte Literatur. Dies sei wichtig, den Schülern zu vermitteln. Eine Einstellung, die die Spender teile, lege doch Lesen den Grundstein für Bildung, betonen auch die Kiwanis-Vertreter. Die Ausleihe ist für die Schüler kostenfrei.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 05.04.2016

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„Wir haben eine lustige Klasse“

Von Karl M. Wirthwein

OFFENE TÜREN Pfrimmtal Realschule plus gewährt Einblicke in pädagogisches Konzept, Angebote und Arbeitsgemeinschaften

PFIFFLIGHEIM/HOCHHEIM - Wieder einmal stehen Eltern von Viertklässlern ganz aktuell vor der Frage, an welcher weiterführenden Schule sie ihr Kind anmelden sollen. Tage der offenen Türen an den Schulen erleichtern die Entscheidungsfindung. Denn sie geben Einblick in den Schulalltag genauso wie sie das Kennenlernen der Lehrer ermöglichen und der Räumlichkeiten.

Klangvolle Kurzkonzerte

Am Samstag ging es in der Pfrimmtal Realschule plus deshalb munter treppauf treppab: Eltern und Kinder erlebten klangvolle Kurzkonzerte, Naturwissenschaften zum Mitmachen und eindrucksvolles Theaterspiel. Sie nahmen Einblick in Arbeitsgemeinschaften (AGs) und freuten sich über den Bewegungsparcours in der Sporthalle. In den Klassenräumen stellten Lehrkräfte und Schüler das Bildungsangebot in Praxis und Theorie vor. „Wir sind mit unserem Lehrangebot breit aufgestellt“, informiert Rektorin Simone Gnädig.

Im Musikpavillon konnte eine Vielzahl an Instrumenten ausprobiert werden. Musiklehrer Hendrik Heuser machte die Musik schmackhaft, in dem er mit Interessierten Musikstücke ausprobierte. Heuser sitzt am Klavier, ein Schuler zückt seine Gitarre. Zusammen spielen beide „Mad World“ von Gary Jules. Die Vorführung klappt hervorragend. Andere haben ein Textblatt in der Hand. Sie singen mit und rasch wird daraus ein Schulorchester mit Chor. Das soziale Miteinander hat in der Schule einen hohen Stellenwert. Dafür sorgt beispielsweise Lehrer Oliver Sack mit dem Kurs Deutsch als Zweitsprache (kurz DaZ). DaZ-ler sind Jugendliche mit sprachlichen Defiziten, die häufig von einem Migrationshintergrund herrühren, erklärt er. 22 Schüler besuchen diesen Kurs. „Die Jugendliche wollen sich integrieren, wissen aber manchmal nicht wie“, betont Sack. Dazu gehört auch, deutsche Regeln zu vermitteln und untern anderem zu erklären, warum zum Beispiel in Deutschland die Mülltonnen in vier Farben aufgestellt sind.

„Ich bin sehr gern hier. Meine Schule ist toll und macht Spaß und wir haben auch eine lustige Klasse“, zieht eine Schülerin Bilanz. Sowas freut die Pädagogen natürlich. Schulleiterin Gnädig hat viele Anmeldungen zu bearbeiten. Evelin Burkhard ist eine von vielen Müttern, die ein Anmeldeformular für ihre Tochter Eva-Lusia ausfüllt. Die gute Mund-zu-Mund-Propaganda von Freunden und Bekannten haben sie dazu bewegt, ihr Kind an dieser Schule anzumelden. „Man hört halt nur Gutes“, sagt sie. Denise (19) war selbst Schülerin an der Pfrimmtal Realschule plus. Sie hat ihren kleinen Bruder René dabei. Die Schulzeit ist ihr in bester Erinnerung, sagt sie.

Chefin Simone Gnädig ist ständig am Ball, um neue Projekte ins Leben zu rufen. Die Ideen hierzu kommen meist von den Schülern. Wenn sich etwas realisieren lasse, dann setze sie es gerne um, sagt sie.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 15.02.2016

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„Einmal leben wie die alten Römer

Von Margit Knab

MUSEUM LIVE Das Projekt „Veni, Vidi, Worms“ will Jugendliche für Geschichte begeistern

WORMS - Jugendliche für einen Museumsbesuch zu begeistern, ist ein hartes Stück Arbeit. Im städtischen Museum Andreasstift hat man auf diesem Gebiet neue Wege beschritten. „Museum live“ nennt sich ein Angebot, mit dem Schüler auf historische Spuren gesetzt werden sollen.

Jetzt war Premiere für das Projekt „Veni, Vidi, Worms“. 25 Schüler der Klasse 8c der Pfrimmtal-Realschule Plus waren bereit, sich begeistern zu lassen. Das sei eine andere Art von Geschichtsunterricht, meinte Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek. Nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erlebbar machen, was Geschichte bereithält, das nannte er ein gelungenes Projekt, dem Museumsmitarbeiterin Isabell Schärf-Miehe ihren Stempel aufgedrückt hat.

Zum Einstieg in das neue museumspädagogische Angebot führte Katharina Gernegross die jungen Besucher durch die römische Abteilung des Museums. Eingehend stellte sie den aufmerksamen Besuchern Grabungsfunde aus römischer Zeit vor. Die ungeteilte Aufmerksamkeit wurde aber dem anschließenden Ankleideakt zuteil: zwei Achtklässler schlüpften in die baumwollenen Tuniken von Sklaven und waren bereit, einer römischen Braut ins Gewand zu helfen, beziehungsweise einen Legionär kampfbereit auszustaffieren.

Schweres Kettenhemd

Unterkleid und Riemchenschuhe waren für beide gleich. Wenig Mühe hatte die weibliche Sklavin, ihrer „Herrin“ das weiße Unterkleid überzustreifen. Viel mehr Einfühlungsvermögen gehörten dazu, die gelbe Stola, die gleichzeitig auch als Kopfschmuck drapiert werden musste, in eine passende Form zu bringen. Während die Braut Lisa im Handumdrehen fertig war, musste der „Sklave“ Bartek die tatkräftige Hilfe der „Obergarderobiere“ Katharina Gernegross in Anspruch nehmen.

Vor allem das rund acht Kilogramm schwere Kettenhemd wollte nicht so recht über die Tunika rutschen. Der reichverzierte Lendenschutz und ein ebensolcher Gürtel machten gleichfalls Mühe, bis die „Uniform“ richtig saß. „Ist das alles schwer“, stöhnte „Soldat“ Jerome, als man ihm noch ein großes und ein kleines Schwert zusteckte und seine Ausstattung mit einem imposanten Helm und einem mannshohen Schild vervollständigte. „Respekt für die Römer, die so angezogen in den Krieg ziehen mussten“, zollte er den Altvorderen Respekt.

„Schule lebt auch an anderen Orten, vor allem wenn es etwas zum Anfassen gibt. Das geht dann wirklich auch in den Kopf rein“, so das Fazit für die abwechslungsreiche Geschichtsstunde von Schulleiterin Simone Gnädig.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 30.01.2016

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„Sie leisten tolle Arbeit“

HOCHHEIM - (red). Ein großes Lob hat die Arbeitsgemeinschaft Bildung der CDU der Schulleitung der Pfrimmtal Realschule plus ausgesprochen. „Sie leisten tolle Arbeit“, sagte AG-Sprecher Raimund Sürder in einem Gespräch mit Schulleiterin Simone Gnädig und Konrektor Michael Hoffmann, bei einem Vor-Ort-Termin in der Nievergoltstraße. Heiner Fürst, Marion Hartmann, Iris Muth und Johann Nock, die Sürder begleiteten, unterstrichen dies: „Das Engagement der Schulleitung wirkt sich positiv aus auf das ganze Lehrerkollegium und die Schule.“

Ganz anders lautete das Urteil der Unionsvertreter jedoch mit Blick auf den baulichen Zustand des Gebäudes: „Feuchte Decken und Wände, abplatzende Betonstücke, hier ist eine Menge zu tun“, fasste Sürder zusammen.

Junges Team

Die Schulleiterin freute sich über das Lob, wollte darin aber das ganze Lehrerkollegium einbezogen wissen: „Wir sind ein junges ehrgeiziges Team und arbeiten sehr gut zusammen.“ Eine Vertreterin der Eltern bestätigte: „Die Schüler fühlen sich wohl. Gnädig nannte Zahlen: „Wir haben 448 Schüler, so viele wie noch nie.“ Das Einzugsgebiet gehe deutlich über das Stadtgebiet hinaus, man freue sich über den Zuwachs. Konrektor Hoffmann merkte an, viele Schüler schätzten es, dass sie viele Wahlmöglichkeiten haben, dass aber dennoch ihre Hauptklasse erhalten bleibe.

Sürder, Hartmann, Fürst, Muth und Nock würdigten ebenso das Engagement, mit dem die Schulleitung dem Gebäude trotz der seit Jahren der Stadtverwaltung bekannten baulichen Mängel einen so hohen Nutzen abtrotzt. So gibt es zum Beispiel eine Schulbibliothek – auch wenn eigentlich gar kein Raum dafür zur Verfügung steht. Als Ersatzraum dient ein nicht genutzter Teil des Flurs. Auf ähnliche Weise wurde ein „Aufenthaltsraum“ für Ganztagsschüler geschaffen. Doch andernorts stößt diese Art der Kreativität an ihre Grenzen: Die Lehrküche beispielsweise lasse sich schlecht lüften. Schimmelbildung sei die Folge. Und die Außentoiletten, inzwischen rund 40 Jahre alt, verströmten einen Geruch, der selbst durch intensives Putzen oder Raumspray nicht mehr wegzubekommen sei.

Der Schulalltag funktioniere dennoch. Auch die Integration laufe, selbst in schwierigen Fällen, wie Gnädig berichtet. 24 Kinder lernten Deutsch als Zweitsprache in einer separaten Klasse. Gut stehe es auch um die „Betreuung der Diesterweg-Grundschule“, rund 85 Kinder nutzten heute das Angebot, so Gnädig.

Alles zusammenführen

Als Wunsch gaben Gnädig und Hoffmann an, dass die Schule so ausgebaut werden könne, dass alles in der Nievergoltstraße zusammengeführt werde. Derzeit seien vier neunte und zwei zehnte Klassen nach Pfeddersheim in die Paternusschule ausgelagert, eine Zweigstelle also befinde sich in der Grabenstraße.

Die CDU-Vertreter zeigten Verständnis für den Wunsch, verwiesen aber auch auf die leeren Kassen der Stadt, die eine Umsetzung vieler sinnvoller Vorschläge zurzeit nicht zulassen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 21.01.2016

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Pfrimmtalschule erhält Millionen

INVESTITIONSPROGRAMM Land finanziert Modernisierung des Gebäudebestandes

HOCHHEIM/PFIFFLIGHEIM - (red). Insgesamt knapp 6,4 Millionen Euro werden in der Pfrimmtal Realschule plus in den Gebäudebestand investiert. Dies berichtete der SPD-Fraktionsvorsitzender und Hochheimer Ortsvorsteher Timo Horst in einer Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion vor Ort in der Schule. Da die im November des Vorjahres eingereichten Anträge auf Fördermittel des „Kommunalen Investitionsprogrammes 3.0“ erfolgreich beschieden worden seien, könnten die geplanten Baumaßnahmen unter Vorbehalt der Mittelfreigabe ab dem zweiten Quartal 2016 forciert in Angriff genommen werden. „Außerdem läuft momentan der Förderantrag für den Neubau einer Sporthalle am Standort Grabenstraße“ in Pfeddersheim, erinnerte Unterbezirksvorsitzender Jens Guth an die dringend notwendige Maßnahme.

Brandschutz wichtig

„Beide Standorte der Schule werden energetisch saniert und im Brandschutz ertüchtigt, so dass die Gebäude in ihrem Inneren ebenso wie von außen vollständig modernisiert werden“, freuen sich SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst und Jens Guth als Landtagsabgeordneter über die Aussagen des Baudezernenten Uwe Franz. Zusammen mit den Schulelternbeiräten Uwe Hock, Mike Machwirth und Bianca Pohl erfuhren Schulrektorin Simone Gnädig und ihr Stellvertreter Michael Hoffmann, dass die denkmalgeschützten Gebäude des Standortes Nievergoltstraße jeweils einzeln Schritt für Schritt nach Rücksprache mit der Schule saniert werden.

Kooperation bedeutsam

Anschließend erinnerte Hochheims Ortsvorsteher Timo Horst an den Erfolg der nahezu abgeschlossenen Sanierung der Diesterweg-Grundschule am gemeinsamen Standort Nievergoltstraße.

Eine vergleichbar gute Kooperation aller beteiligten Akteure wie im Falle der Grundschule werde hier umso wichtiger, da Worms entgegen der Prognosen stetig gewachsen sei – von 80 000 auf nunmehr circa 85 000 Einwohner.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 20.01.2016

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Knapp elf Millionen Euro aus Bundeszuschüssen: Stadt Worms nutzt Geld zur Sanierung von Schulen

Von Johannes Götzen

WORMS - Insgesamt 3,5 Milliarden Euro sind im Topf des noch jungen „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ des Bundes, der damit insbesondere die unterschiedliche Wirtschaftskraft der diversen Regionen in Deutschland etwas ausgleichen möchte. Für Worms bedeutet dies, dass knapp elf Millionen zur Verfügung stehen. Geldscheine.

Mit diesem Geld können Investitionen der Stadt mit bis zu 90 Prozent gefördert werden. Unter anderem ist im „Gesetz zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen“, kurz Kommunalinvestitionsförderungsgesetz oder KInvFG, die energetische Sanierung von Schulbauten vorgesehen. Hier möchte die Stadt einen Schwerpunkt setzen, berichtete jetzt Oberbürgermeister Michael Kissel nach der nicht-öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses gegenüber der WZ.

Schulen haben Vorrang

Dieser Schwerpunkt resultiert nicht zuletzt aus der Notwendigkeit heraus. Kissel formuliert das so: „Bevor wir etwas Neues machen, investieren wir in ohnehin notwendige Projekte, vorrangig in Schulen, für die wir außerhalb dieses Programmes keine Zuschüsse bekämen.“ Insgesamt können dies Maßnahmen für stolze 12,6 Millionen Euro sein, also ganz knapp über den angepeilten elf Millionen als 90-prozentigem Zuschuss plus städtischem Eigenanteil.

Der Ausschuss hat nun folgende Projekte auf die Prioritätenliste dafür gesetzt. Die Sanierung des Daches der Werkstatt der Berufsbildenden Schulen im BIZ auch unter energetischen Gesichtspunkten ist notwendig, befindet der Ausschuss. Dies wird rund 2,1 Millionen Euro kosten. Das alte Gebäude der früheren Staudinger-Hauptschule, heute Realschule plus, soll für insgesamt vier Millionen Euro energetisch saniert werden.

Energetische Sanierung geplant

Die Pfrimmtal Realschule plus soll für zwei Projekte Geld bekommen. Da ist zum einen am Standort Pfeddersheim eine Investition von 2,4 Millionen in die energetische Sanierung der Paternusschule geplant. Zum anderen ist auch am Standort der früheren Diesterwegschule die energetische Sanierung mit einem Aufwand von 4,1 Millionen Euro vorgesehen.

„Wenn das alles gefördert würde, wäre das eine echte Entlastung für die Stadt“, hofft Kissel nun darauf, dass die Vorschläge akzeptiert werden. Ursprünglich hätte auch das Eleonoren-Gymnasium hier noch berücksichtigt werden sollen. Hier sei aber nun für das laufende Haushaltsjahr regulär eine Million Euro insbesondere für den notwendigen Brandschutz vorgesehen.

Ursprünglich war eine Bedingung für eine Förderung aus diesem Fonds, dass die Projekte zwischen 2016 und 2018 erledigt sein sollten. „Damit wären allerdings größere Projekte von vorneherein ausgeschlossen gewesen“, fasst Kissel die Kritik der Kommunen an dieser Regelung zusammen. Das hätten die Verantwortlichen in Berlin verstanden und nun den Realisierungszeitraum bis ins Jahr 2020 verlängert. Eine Abrechnung der geförderten Projekte muss nun bis spätestens 2021 erfolgen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 19.01.2016

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Paternus-Sporthalle in Pfeddersheim seit viereinhalb Jahren gesperrt: Schulen und TSG sind frustriert und enttäuscht

Von Roland Keth

PFEDDERSHEIM - Seit viereinhalb Jahren ist die Sporthalle der Paternusschule schon gesperrt. Jetzt fiel die Entscheidung, dass die schwere Bauschäden aufweisende Halle abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll (wir berichteten). Bis der steht, werden allerdings noch einmal etliche Monate ins Land gehen.

„Dass Stadt und Aufsichtsbehörde solange gebraucht haben, um eine Entscheidung zu fällen, hat uns natürlich sehr enttäuscht. Denn seit dieser Zeit können wir keinen ordentlichen Sportunterricht geben“, ärgert sich Simone Gnädig, Schulleiterin der Pfrimmtal-Realschule plus. Deren Hauptsitz ist am Standort „Diesterweg“ in der Nievergoltstraße, aber vier neunte und zwei zehnte Klassen sind nach Pfeddersheim ausgelagert. „Und wenn diese Schüler Sport haben, müssen sie zu uns ins Haupthaus fahren, die andere Hälfte geht schwimmen“, erläutert Gnädig, wie sie versucht, den Ausfall der Pfeddersheimer Hallenzeiten einigermaßen zu kompensieren.

Dass jetzt in der Paternusschule eine Dreifeld-Sporthalle gebaut werden soll, findet sie gut für Pfeddersheim. Sie fürchtet allerdings, dass damit die ungeliebte Auslagerung ihrer Schüler zementiert werden könnte. „Dabei wünschen wir uns schon lange, dass unsere Schule saniert, ausgebaut und dann alles in der Nievergoltstraße zusammengeführt wird.“

Grundschulrektor: Nur schwer nachvollziehbar

„Ich kann nur schwer nachvollziehen, warum das alles so lang dauert“, schüttelt auch Hans-Peter Bürcky, Rektor der Paternus-Grundschule, den Kopf. „Ich bin allerdings froh, dass jetzt endlich wieder Bewegung reingekommen ist.“ Zum Sportunterricht nutzen seine Schüler die kleine Gymnastikhalle oder pilgern in die TSG-Halle.

„Das ist allerdings eine Mehrzweckhalle mit Betonboden, die nur sehr eingeschränkt nutzbar ist. Ballspiele sind dort kaum möglich“, beschreibt der Schulleiter die Misere. Dabei sei Sport gerade für Grundschulkinder extrem wichtig, um die Koordinationsfähigkeit zu schulen und dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken. „Aber leider werden Grundschulen im Gegensatz zu den weiterführenden Schulen etwas stiefmütterlich behandelt“, bedauert Bürcky.

TSG verzeichnet weniger Mitglieder

Von der Hallenmisere betroffen ist in hohem Maße auch die TSG Pfeddersheim, die für ihre Tischtennis-, Leichtathletik-, Volleyball- und Turnabteilung ebenfalls Hallenzeiten benötigt. „Wir haben einen Teil in unsere eigene Halle oder in die Diesterweg- beziehungsweise Gymnastikhalle verlagern können. Aber befriedigend ist das nicht“, berichtet Vorsitzender Christian Decker. Vor allem die Volleyballer seien stark eingeschränkt, eine Mannschaft sei auch schon auseinandergebrochen, klagt Trainer Wolfgang Zillien.

Außerdem musste die TSG mittlerweile einen Mitgliederschwund zur Kenntnis nehmen. „Ich führe das darauf zurück, dass wir halt nicht mehr das attraktive Training anbieten können wie vor der Schließung“, urteilt Decker. Von daher sei man im Verein schon „frustriert und verärgert“, dass sich die Entscheidungsfindung so dermaßen lange hinzieht. Für ihn gibt es im Grunde derzeit nur einen erfreulichen Aspekt: „Sollten wir tatsächlich eine neue Dreifeld-Sporthalle bekommen, wäre das toll und ein gewisser Trost für die lange Wartezeit.“

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 18.12.2015

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Marode Sporthalle der Paternusschule in Worms-Pfeddersheim wird jetzt doch abgerissen und neu gebaut

16.12.2015

Von Roland Keth

WORMS-PFEDDERSHEIM - Seit viereinhalb Jahren ist die Sporthalle der Paternusschule bereits wegen gravierender Bauschäden geschlossen. Das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Geklärt ist mittlerweile wenigstens, dass der Sporttrakt nicht, wie ursprünglich im Stadtrat 2013 beschlossen, saniert wird. Die marode Halle soll jetzt ganz abgerissen und durch eine moderne Dreifeld-Sporthalle ersetzt werden.

Diese Neuigkeit hatte Ortsvorsteher Alfred Haag beim Jahresabschluss des Ortsbeirates vor wenigen Tagen verkündet (wir berichteten). Gegenüber der WZ bestätigte jetzt OB Michael Kissel diese Nachricht. „Wir werden noch in diesem Jahr einen formellen Förderantrag beim Land einreichen“, berichtete Kissel, der nach derzeitigem Stand mit einer Investition in Höhe von rund drei Millionen Euro rechnet.

Sanierung zu teuer

Bei Investitions- und Förderprojekten dieser Größenordnung sei eine Wirtschaftlichkeits- und Folgekostenberechnung üblich. Diese habe ergeben, dass man bei einer Generalsanierung neben der Dachrenovierung umfassend in die gesamte Haustechnik der Sporthalle, der Gymnastikhalle und aller Nebenräume im Sanitärbereich hätte eingreifen müssen. „Im Ergebnis würden die Kosten deutlich über zwei Millionen Euro betragen, ohne dass damit eine funktionale Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten entstehen würde, obwohl der Aufwand einem Neubau gleichkommen würde“, begründete der OB, warum man letztlich doch Abstand von der geplanten Generalsanierung genommen und sich für einen Neubau entschieden habe.

Allerdings verlangte die Aufsichtsbehörde ADD einen Nachweis, dass in Pfeddersheim tatsächlich längerfristiger Bedarf für den Schulsport besteht. Neustadt habe nicht ausgeschlossen, dass die derzeit nach Pfeddersheim ausgelagerte Dependance der Pfrimmtal-Realschule plus auf Dauer am Standort „Diesterweg“ konzentriert werden könnte und dann in Pfeddersheim lediglich eine Grundschule verbliebe.

Die Bearbeitung des Projektes habe sich im Jahr 2014 zusätzlich durch den Weggang eines beim städtischen Gebäudebewirtschaftungsbetrieb nur befristet beschäftigten Architekten verzögert, bis eine neue Architektin eingestellt war. Im Dezember 2014 habe man dann die aktualisierte Kostenschätzung für die Sanierung bei der ADD eingereicht. „Nach mehreren Gesprächen von Baudezernent Uwe Franz bei der Aufsichtsbehörde hat sich im Laufe des Jahres 2015 dann der Neubau als nachhaltigere Lösung ergeben. Allerdings wurde dafür eine komplett neue Planung inklusive Förderantrag erforderlich“, begründet der OB die vielen Verzögerungen bei der Entscheidungsfindung.

Bereits Planungspaket gekauft

„Zeit und einen fünfstelligen Betrag“ spare man bei dem jetzt vorgesehenen Neubau dadurch, dass man beim Landkreis Mainz-Bingen ein komplettes Planungspaket für eine dort bereits realisierte Halle gekauft habe inklusive aller Fachingenieurleistungen, Leistungsverzeichnisse und dem Förderantrag. „Dieses Modell hat bei der ADD alle Prüfungen erfolgreich durchlaufen, wir haben es im November 2015 bei der Aufsichtsbehörde vorgestellt“, ergänzt Kissel.

Nachdem die Stadt die schulsportliche Bedarfsentwicklung sowie die Belegung durch den Vereinssport ausreichend dokumentieren konnte, habe die ADD dem Bau einer wegen der modularen Bauweise nur unwesentlich teureren Dreifeld-Sporthalle zugestimmt. Denkbar wäre auch gewesen, eine Zweifeldhalle zu errichten, was jedoch nicht im Sinne der Stadt gewesen wäre. Jetzt muss das Land über die finanzielle Förderung entscheiden, da die Kommune alleine nicht in der Lage ist, das Projekt ohne Zuschüsse umzusetzen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 16.12.2015

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Zwei Klassen der Pfrimmtal-Realschule erinnern mit Flashmob an entführte Mädchen in Nigeria

Von Sandra König

WORMS - Seit zwei Jahren bekennt sich die Pfrimmtal-Realschule plus in Pfeddersheim direkt in ihrem Eingangsbereich ganz offen und nachdrücklich zu den Menschenrechten. Zum internationalen Aktionstag für diese haben Schüler der neunten und zehnten Klassen nun gemeinsam mit dem Soroptimist International Club erneut ein Zeichen gesetzt – und mit einem Flashmob an die 272 Mädchen erinnert, die 2014 in Nigeria von Boko Haram entführt wurden.

Auch im Unterricht waren die Menschenrechte und deren schändliche Missachtung durch die terroristische Vereinigung Thema.

Orangefarbenen Zettel mit großen Nummern

Pünktlich zum Beginn der sechsten Stunde versammelten sich die Jugendlichen vor der Bühne in der Aula, drehten dem Rednerpult den Rücken zu und hielten die orangefarbenen Zettel mit großen Nummern hoch, die die Soroptimistinnen Stefanie Trapp (Schriftführerin) und Sabine Holz (Projekt-Koordinatorin) an sie ausgeteilt hatten.

Jede einzelne, erklärte Holz, stehe für eines der Mädchen, die verschleppt und mitunter auch zwangsverheiratet wurden. „Wir hören von schlimmen Dingen in der Tagesschau und sehen darüber hinweg“, sagte sie weiter. Und: „Mit der Aktion geben wir den Zahlen ein Gesicht.“ Absichtlich war der Flashmob auf den 10. Dezember terminiert, den internationalen Tag der Menschenrechte und Ende der sogenannten Orange Days, die am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, begannen.

Pfrimmtal-Realschule gilt als „Multi-Kulti-Schule“

Schulleiterin Simone Gnädig erinnerte nochmals an die Anbringung der Menschenrechtstafel in ihrer „Multi-Kulti-Schule“, in der viele Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Herkünften unterrichtet werden. „Ihr alle seid die Zukunft, deshalb ist es so wichtig, dass wir uns mit den Menschenrechten beschäftigen und diese leben“, sagte die Rektorin.

In einer Power-Point-Präsentation, die der Schüler Dominik Radke zusammengestellt hat, sahen die Jugendlichen sodann viele Details aus der Menschenrechtscharta – vom Recht auf Bildung über das Recht auf Religionsfreiheit bis hin zum Recht auf Asyl. „Gerade jetzt, wo so viele auf der Flucht sind, ist das Thema umso wichtiger“, betonte Gnädig.

Die Schüler zeigten sich bewegt von der Aktion, applaudierten immer wieder ausdauernd nach den Worten der Soroptimistin und ihrer Schulleiterin. „Wir haben uns in Sozialkunde mit dem Entführungsfall von Nigeria beschäftigt. Das ist eine schlimme Sache“, sagten etwa Melanie und Vivian aus der 9c am Ende der Flashmob-Aktion, die der Service-Club mit vielen Bildern und einem Video festgehalten hat und auch auf seiner Internetseite www.soroptimist-worms.de sowie bei Facebook veröffentlichen will. „Es ist wichtig, dass wir Gesicht zeigen und hinsehen“, waren sich die beiden Mädchen einig.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 10.12.2015

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Erst Lego-Enten, dann Preise



Quelle: Wormser Zeitung vom 15.10.2015

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Schulsozialarbeit wird verlängert

STADTRAT III Schulsozialarbeit an Realschulen plus und IGS wird fortgeführt

WORMS - (rok). Ganz ohne die sonst übliche Aussprache und in großer Einmütigkeit hat der Wormser Stadtrat die Trägerschaft für Schulsozialarbeiterstellen vergeben. Und zwar für den Zeitraum von 2016 bis 2020.

Die Vollzeitstelle für die Nibelungen-Realschule plus übernimmt das DRK (Deutsches Rotes Kreuz), gleiches gilt für die Karmeliter-Realschule plus. Mit der Durchführung der Schulsozialarbeit an der Pfrimmtal-Realschule plus hat der Stadtrat die Evangelische Heimstiftung Pfalz in Speyer beauftragt.

Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Vollzeitstelle. Der gleiche Träger ist auch für die Nelly-Sachs Integrierte Gesamtschule im Wormser Stadtteil Horchheim zuständig, hier ist allerdings nur eine halbe Stelle bewilligt.
„Wir haben im Jugendhilfeausschuss die Wichtigkeit der Schulsozialarbeit betont und uns deshalb sehr für die Fortsetzung der Maßnahmen eingesetzt“, berichtete Raimund Sürder (CDU).

Angedacht habe man auch, solche Stellen auch für die Gymnasien und die Grundschulen zu schaffen. „Aber dafür fehlt uns leider das Geld“, bedauerte der Christdemokrat Raimund Sürder.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 02.10.2015

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Worms: Zehntklässler der Pfimmtal-Realschule auf der Wartburg

Von Ulrike Schäfer

WORMS - Für die Zehntklässer der Pfrimmtal-Realschule plus war es ein ganz einmaliges Erlebnis, die Fahrt nach Eisenach zur Wartburg. Früh morgens um 8 Uhr brachen sie mit Klassenlehrerin Dr. Sybille Reuter und Schulleiterin Simone Gnädig in Richtung Osten auf, um sich die Ausstellung „Das Buch der Bücher aus der Sicht von Kindern. Die Weimarer Kinderbibel zu Gast auf der Wartburg“ anzusehen, die am 5. September dort eröffnet worden war. Der Grund: Unter den rund hundert Arbeiten zu biblischen Themen, die in erster Linie von Schülern der Klassen vier bis sieben aller Schultypen in Weimar, Erfurt und Eisenach angefertigt worden waren, befanden sich auch ihre eigenen Werke. „Und zwar ausnahmslos alle, die wir eingereicht hatten“, freute sich Simone Gnädig.

Geschichte der drei Könige

Ende letzten Jahres hatte sich die Pfrimmtal-Realschule plus auf Initiative von Felicitas Steifensand dem Weimarer Bibelprojekt angeschlossen, um möglichst auch eine Wormser Bibel auf den Weg zu bringen. In der Weihnachtszeit beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Geschichte von den drei Königen. Mitte Juli nun waren sie in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und setzten sich mit dem Gemälde eines niederländischen Meisters auseinander, das die Geschichte von David und Bathseba illustriert. Um Bathseba zu besitzen, schickte der König ihren Mann Urija in den sicheren Tod und zwang sie, ihm zu Willen zu sein. In der Malwerkstatt der Kunsthalle fertigten die Schüler und Schülerinnen Collagen zu dieser Geschichte an, wobei sie den Gegenwartsbezug herstellen sollten: Was ist, wenn ein Mann seine Machtposition ausnutzt, um eine Frau sexuell zu belästigen? „Das ist heute immer noch ein Thema“, meinte Cedric. „Bathseba hat sich nicht gewehrt, weil sie nichts machen konnte“, räumte Miguel ein.

Auf manchen Bildern sieht es allerdings ein bisschen anders aus. Da zeigt die moderne Bathseba David ihre Krallen. Schon die Anreise nach Eisenach gefiel den Schülern. „Wir sind durch drei Bundesländer gefahren“, erzählte Vanessa. Besonders beeindruckte sie der Thüringer Wald, aus dem am späten Morgen noch die Nebelschwaden aufstiegen. Hätte Luther nach dem Reichstag von 1521 in Worms diese Strecke laufen müssen, wäre er drei Tage und einige Stunden unterwegs gewesen, ohne Schlaf natürlich, hatten die Zehntklässer ausgerechnet.

Imponierende Burg

Ein tolles Erlebnis war die Burgbesichtigung. Die meisten Schüler hatten noch nie eine so gut erhaltene Burg von innen gesehen. Dominik imponierte das Zimmer, in dem sich Martin Luther alias Junker Jörg versteckt hatte. Vanessa war besonders von der in Bildern dargestellten Geschichte der heiligen Elisabeth angetan, der reich verzierten Elisabeth-Kemenate und dem prächtigen Festsaal. Nach der Besichtigung ging es in die gut besuchten Ausstellungsräume. Und da waren sie nun tatsächlich, die Collagen mit den Königen und David und Bathseba, ausgestellt in beleuchteten Vitrinen. Ob die Wormser stolz waren? Und ob! Sogar der Bundespräsident wird sich die Ausstellung anschauen, wusste Eva. „Es war ein spannender Ausflug“, resümierte Pia, und Simone Gnädig war sicher: „Das werden die Schüler nie vergessen“. Und es wird sie wohl motivieren für die anstehende Bearbeitung eines dritten Bibeltextes.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 23.09.2015

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Kinder werden „Energieexperten“

Von Sandra König

KOOPERATION VRD-Stiftung für Erneuerbare Energieen arbeitet mit der Pfrimmtal-Realschule plus zusammen

PFIFFLIGHEIM - Zwölf Holzkisten, manche in mehrfacher Ausführung, darin Material vom Quiz-Puzzle bis zum funktionsfähigen Sonnenkollektor: Seit Mittwoch kooperiert die Pfrimmtal-Realschule plus mit der Heidelberger VRD-Stiftung für Erneuerbare Energien. Neben der fachlichen Begleitung bringt dies den Lehrern auch besagte Kisten mit Unterrichtsmaterial im Wert von rund 2000 Euro sowie umfangreiche Handreichungen, wie sie das Thema Erneuerbare Energien im Unterricht bearbeiten können. Das Ziel: Die Kinder sollen „Energieexperten“ werden und ihr Wissen an Jüngere weitergeben.

„Wir müssen bei den Kleinsten anfangen – sie wird das Energie-Thema noch viel mehr beschäftigen als uns“, betonte Geschäftsführer Dr. Georg Eysel-Zahl bei der Vorstellung der Arbeit der VRD-Stiftung vor dem Kollegium der Pfrimmtal-Realschule plus – und als er die Aufmerksamkeit auf die in der Mitte des Konferenzraums aufgebauten Holzkisten und deren Inhalt lenkte, entdeckte Rektorin Simone Gnädig „leuchtende Augen, nicht nur bei den naturwissenschaftlichen Kollegen“.

Interessiert hörten die Lehrkräfte zu, wie Projektmanagerin Dr. Sabine Meßmer-Lutz das Programm „Zukunft gestalten – mit Kindern Erneuerbare Energien entdecken“ vorstellte. Entwickelt wurde es gemeinsam mit der Heidelberger Pädagogischen Hochschule; Hauptzielgruppe in der Sekundarstufe I sind Achtklässler. Ob das Material im regulären Unterricht, in eigenen Schulstunden oder in Arbeitsgemeinschaften und Projektwochen verwendet wird, entscheiden die Schulen selbst, die fünf Module seien einzeln oder aufeinander aufbauend zu verwenden, erklärte Dr. Meßmer-Lutz.

Schulleiterin Gnädig freute sich, dass ihre Schule die erste in Rheinland-Pfalz sei, die mit der Stiftung kooperiert, und betonte, wie gut das Programm in das Konzept der Realschule passe – denn just in diesem Schuljahr liege der Fortbildungs-Schwerpunkt im sogenannten MINT-Bereich, also auf dem naturwissenschaftlich-technischen Gebiet. Die Bewerbung um die entsprechende Auszeichnung als MINT-Schule laufe, so Gnädig.

Auch Sozialdezernent Waldemar Herder, der bei der Vorstellung der neuen Kooperation dabei war, zeigte sich beeindruckt vom Angebot der Stiftung und versprach, sich um die Einbindung einer Kindertagesstätte in das Projekt zu kümmern. Denn neben der Anwendung in der Schule sieht das Programm auch vor, dass die Kinder als „Energieexperten“ in Grundschulen oder Kindertagesstätten gehen, um dort wiederum Jüngere zu „unterrichten“. Ihm gefalle neben der Sensibilisierung für erneuerbare Energien insbesondere der soziale Aspekt, den die Idee dieses „Lernens durch Lehren“ enthalte, so Herder.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 17.09.2015

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Interesse soll geweckt werden -
MINT-FÄCHER Wormser Hochschule und Pfrimmtal-Realschule plus schließen Kooperationsvertrag


Die Hochschule und die Pfrimmtal Realschule haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben, der auf eine stärkere Zusammenarbeit im Bereich der sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, abzielt.

Stärkere Anbindung

Unter anderem solle dadurch eine stärkere Anbindung der Hochschulstudenten an die Realschule plus erfolgen, etwa bei der Robotics AG, die vor allem von Fünft- bis Achtklässlern gerne genutzt werde, erläutert Schulleiterin Simone Gnädig. Gnädig und Bernd Ruhland, Dekan des Fachbereichs Informatik, loteten die gemeinsamen Möglichkeiten aus und konnten Schnittstellen ausfindig machen, an denen die Kooperation von Hichschule und Realschule plus ansetzen kann.

Für beide Partner ist es wichtig, die Schüler frühzeitig für die MINT-Fächer zu begeistern und auf eine mögliche berufliche oder akademische Laufbahn vorzubereiten. Auch ist für die Vertragspartner die Förderung von Mädchen in dem noch immer von Jungs dominierten Bereich ein gemeinsames Anliegen. Auch versprechen sich beide Seiten von der kurzen Entfernung zueinander Standortvorteile. So seien laut Simone Gnädig etwa Workshops, Unterrichtseinheiten oder Projekte angedacht, bei denen die Hochschule mit ihren Leuten und ihrem Fachwissen mitwirkt.

"Die Hochschule begrüßt diese Zusammenarbeit ausdrücklich, denn ein Schulschwerpunkt, so wie ihn die Pfrimmtal Realschule Plus lebt, ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung mit diesem Fachgebiet als üblich und hilft so frühzeitig Fähigkeiten und Stärken zu entdecken", heißt es in einer Pressemitteilung. Ausbauen könne man diese dann später vielleicht sogar in einem Studium an der Hochschule.

"Großer Gewinn"

"Für die Realschule ist der starke Partner ein großer Gewinn, so bekommt ein manchmal erst unattraktives Thema plötzlich doch einen ganz neuen Reiz", freut sich Simone Gnädig.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 22.07.2015

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MINT-Fächer stärken - Kooperation zwischen der Hochschule und der Pfrimmtal Realschule Plus

Von Robert Lehr

Im Juni konnte der Kooperationsvertrag zwischen der Hochschule Worms und der Pfrimmtal Realschule Plus unterschrieben werden. Beide Kooperationspartner freuen sich über die neue Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt auf den klassischen MINT-Fächern.

MINT-Fächer in den Fokus rücken


Die Pfrimmtal Realschule Plus hat sich das Ziel gesetzt, Talentquellen frühzeitig zu entdecken und zu fördern und dabei hat sie den Schwerpunkt auf die klassischen Fächer des MINT-Bereichs gelegt. Simone Gnädig, Rektorin der Realschule und Bern Ruhland, Dekan des Fachbereichs Informatik, loteten die gemeinsamen Möglichkeiten aus und konnten Schnittstellen ausfindig machen, an denen die Kooperation ansetzen kann.

Für beide Partner ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig für die MINT-Fächer zu begeistern und auf eine mögliche berufliche oder akademische Laufbahn vorzubereiten. Auch ist für die Vertragspartner die Förderung von Mädchen, in dem noch immer von Jungs dominierten Bereich, ein gemeinsames Anliegen.

Standortvorteile nutzen

Gleiche Ziele bei kurzen Wegen erlauben es, die Standortvorteile zu nutzen und gerne unterstützt die Hochschule Worms mit ihrem Fachbereich Informatik eine enge Zusammenarbeit im MINT-Bereich. Die Möglichkeit zu einem breiteren Angebot im Bereich IT macht es möglich, ein spannendes und abwechslungsreicheres Programm zusammenzustellen. Eine starke Vernetzung hilft Potenzial schneller zu erkennen und gezielte Förderung für besondere Begabungen zu ermöglichen.

Regelmäßiger Austausch zwischen den Kooperationspartnern erleichtert einen gemeinsamen Ausbau bedarfsgerechter Angebote. Die Hochschule Worms begrüßt diese Zusammenarbeit ausdrücklich, denn ein Schulschwerpunkt, so wie ihn die Pfrimmtal Realschule Plus lebt, ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung mit diesem Fachgebiet als üblich und hilft so frühzeitig Fähigkeiten und Stärken zu entdecken. Ausbauen kann man diese dann später vielleicht sogar in einem Studium an der Hochschule. „Für die Realschule ist der starke Partner ein großer Gewinn, so bekommt ein manchmal erst unattraktives Thema plötzlich doch einen ganz neuen Reiz“, freut sich Simone Gnädig.

Quelle und Link zum Originalartikel: Nibelungen Kurier vom 16.07.2015

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"Hotpants" in Worms: Von Gelassenheit bis Dresscode - Schulleiter sehen aufreizende Kleidung bei Jugendlichen sehr verschieden

Von Steffen Nagel

WORMS - Wenn die Sonne vom Himmel herabbrennt, wird es an vielen Schulen gleich doppelt heiß. Nicht nur aufgrund der Temperaturen, sondern auch der heißen Höschen wegen, neudeutsch „Hotpants“ genannt, die so manches Teenie-Girl im Sommer trägt. Die modischen Beinkleider, die je nach Modell und Figur ihrer Besitzerin mal knapp unterhalb des Po-Ansatzes, mal knapp darüber enden, sind an vielen Schulen nicht besonders gelitten. Jüngst sprach eine baden-württembergische Realschule gar ein Hotpants-Verbot aus. Doch wie sieht es an Schulen in Worms aus? Darf man hier in heißen Höschen herumlaufen oder sind Hotpants, bauchfreie Tops und Co. unerwünscht?

„Sind keine Strandbar“

„Wir haben einen Dresscode, die Schule ist schließlich keine Strandbar“, sagt Simone Gnädig, Leiterin der Pfrimmtal Realschule plus. „Die Kinder sollen hier auf das Berufsleben vorbereitet werden.“ Und weil Gnädig das wichtig ist, greift sie bei Zuwiderhandeln auch mal durch. Tücher für den Bauch oder T-Shirts hält die Schule für jene bereit, die allzu freizügig zum Unterricht erscheinen. Hotpants sind ebenfalls unerwünscht.

Doch auch die Jungs können nicht einfach kommen, wie sie wollen. „Der Oberkörper muss bedeckt sein, Muskelshirts gehen nicht“, erklärt Simone Gnädig. Im Notfall lasse sie von den Eltern auch mal angemessene Kleidung vorbeibringen. Im Schnitt etwa dreimal im Schuljahr komme es vor, dass die Schule durchgreifen müsse, schätzt die Rektorin. Meist zu Beginn des Schuljahres, wenn einigen die Regeln noch nicht so bekannt seien.

"Von Verboten halte ich gar nichts.“

Regeln, die Gauß-Schulleiter Günther Serfas an seinem Gymnasium nicht aufstellen möchte. Im Gegenteil. „Die Gesellschaft hat sich in diesem Bereich in den letzten Jahrzehnten sehr entspannt. Da müssen jetzt nicht die Schulen anfangen, gegen Modetrends zu argumentieren.“ Es sei nun mal derzeit in, den Po besser in Szene zu setzen, da dürfe man sich nicht wundern, wenn die Jugendlichen diesem Trend nacheifern. „An unserer Schule ist das nirgendwo ein kritisches Thema, von Verboten halte ich gar nichts.“ Gegebenenfalls könne man ja auch auf den einen oder anderen pädagogisch einwirken.

Indirekt tut das die Schule auch durch ihre Gauß-Fashion, schulbezogene Kleidung, die Markentrends entgegenwirken und für ein einheitlicheres Bild sorgen will. „Und die wird sehr gut angenommen“, sagt Serfas. Keine Kleiderordnung hat auch das Eleonoren-Gymnasium. „Wir müssen als gutes Beispiel, wie man sich an heißen Tagen angemessen kleidet, vorangehen“, sieht Leiterin Rita Lodwig die Lehrkräfte in der Verantwortung. Ihre Schüler hätten zudem ein gutes Gefühl dafür, was sich gehört und was nicht. „Sie kommen nicht hierher wie ins Schwimmbad.“ Auch gegen Hotpants hat Lodwig grundsätzlich erst einmal nichts, sofern sie angemessen sind. „Es gibt da ja auch solche und solche.“

„Sie wollen provozieren“

Margit Zobetz, Leiterin der Nibelungen-Realschule plus, sieht trotz fehlender Kleiderordnung an ihrer Schule sich selbst und ihre Lehrkräfte vor der Aufgabe, „aufzupassen, dass die Mädels nicht zu freizügig herumlaufen“. Dann komme es auch schon mal vor, dass eine Schülerin nach Hause geschickt werde, wenn der Rock zu kurz sei. „Die Jugendlichen wollen natürlich, wie wir früher auch, provozieren und gucken, wie weit sie gehen können. Das ist ihr gutes Recht“, zeigt Zobetz Verständnis für den Versuch, viel nackte Haut zu zeigen.

Dennoch sieht sie auch die damit verbundenen Gefahren: Nicht immer seien junge Männer diszipliniert genug zu akzeptieren, wenn ein Mädchen Nein sage. Auch passe ja mitunter nicht die Figur zur Kleidung, da gelte es dann, die Schülerin vor Hohn und Spott zu bewahren. „Das funktioniert aber in Vier-Augen-Gesprächen besser als mit einem generellen Verbot.“

Übrigens: Nackte Haut zeigen dürfen die Jugendlichen nahezu an allen Schulen zumindest am südlichsten Körperteil:_Flip-Flops sind nicht verboten, auch wenn so mancher Schulleiter die Zweckmäßigkeit dieser eigenwilligen Schuhmode infrage stellt.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 11.07.2015

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„Seit ich geboren bin, kenne ich nur Krieg“

FLÜCHTLINGE 22-jähriger Somalier berichtet Pfrimmtal-Realschülern von seinem strapaziösen Weg nach Europa

Von Sandra Dörr

PFEDDERSHEIM. Still ist es, als Abdi Abdighani Hussein beginnt, von seiner Reise zu erzählen. Von seinem Weg aus Somalia über den Sudan nach Libyen, dem Warten in der Wüste bei mehr als 50 Grad, bis es endlich weiter geht ans Meer – und in der Nacht gen Europa, seiner großen Hoffnung. Wie das Boot, auf dem sich 108 Menschen wenige Quadratmeter teilen, nach mehr als drei Wochen zu sinken droht, und davon, wie ihn ein Frachter schließlich nach Lampedusa bringt, dem Auffanglager, von dem all seine Zuhörer schon einmal in den Nachrichten gehört haben. Gebannt hängen die Neunt- und Zehnklässler der Pfrimmtal-Realschule plus an den Lippen des 22-Jährigen. Sein Lachen hat Abdi Abdighani Hussein trotz der Strapazen nicht verloren.

Eine gute Stunde spricht der junge Somalier vor den Schülern, erzählt von seiner Heimat, in der er aufwuchs, ohne je eine Polizei oder eine Verwaltung kennengelernt zu haben. Denn seit 1991 versinkt Somalia im Bürgerkrieg – Frieden kennt Abdi Abdighani Hussein nicht. „Es gibt keine Arbeit und kein Wasser“, berichtet der 22-Jährige, der mit seinem Vortrag für das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland- Pfalz (ELAN e.V.) unterwegs ist. Es ist das erste Mal, dass er vor einer Klasse steht; hinten im Saal sitzt außerdem Nour Attar, der seine Heimatstadt Aleppo in Syrien 2013 verlassen hat und mit dem sich Abdi Abdighani Hussein bei den Schulbesuchen künftig abwechseln wird. Seit zwei Jahren lebt der Somalier in Deutschland; über Trier und Ingelheim kam er nach Mainz, wo er sich in Bretzenheim ein 22-Quadratmeter- Zimmer mit zwei Mitbewohnern teilt. 50 Menschen leben dort auf einem Gang – mit zwei Toiletten und drei Bädern. „Könnt ihr euch das vorstellen? Klingt nicht so toll, oder?“, fragt Svenja Enke von ELAN. Sie betreut die Reihe „Globales Lernen im Schulbereich“, in deren Rahmen auch der Besuch in Pfeddersheim stattfand. Betretenes Schweigen und leichtes Kopfschütteln sind die Antworten der Jugendlichen.

Worte kommen an

Es ist eindrücklich, wie Abdi Abdighani Hussein erzählt. Auch wenn er noch nicht perfekt Deutsch spricht, kommen seine Worte an: Plötzlich haben die Bilder aus den Nachrichten von auf Schlauchbooten zusammengepferchten Menschen ein Gesicht. Interessiert stellen die Jugendlichen viele Fragen – wollen wissen, wie es ist, seine Familie zurückzulassen, ob er auch schon mal Ablehnung in Deutschland erfahren hat und wie er die Schlepper überhaupt bezahlen konnte, wenn es bei ihm zu Hause doch keine Arbeit gibt.

Geduldig antwortet der 22-Jährige mit dem freundlichen Lachen, gibt sich Mühe, damit alle ihn verstehen. Am Rande lässt Svenja Enke außerdem einige Fakten zur Flüchtlingsthematik einfließen: Welches Land wohl am meisten Flüchtlinge auf der Welt aufnehme, will sie etwa wissen. Deutschland? USA? Erneut herrscht betretenes Schweigen, als die Besucherin sie deutlich korrigieren muss und stattdessen Länder wie die Türkei, Pakistan und den Libanon nennt, die das weltweite Ranking zur Flüchtlingsaufnahme anführten. „Deutschland“, erklärt sie, „liegt nur im Mittelfeld“.

Quelle: Wormser Zeitung vom 02.07.2015

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Super Leistungen trotz Hitze

Von Florian Stenner

STADTSPORTMEISTERSCHAFT Schülermannschaften beim Leistungsvergleich in Nievergoltstraße

WORMS Bei mehr als 30 Grad Celsius Außentemperatur die Schulbank zu drücken, das ist insbesondere kurz vor den Sommerferien anstrengend. Noch anstrengender war allerdings der gestrige Tag für rund 60 Schülerinnen und Schüler, die an den alljährlich stattfindenden Stadtsportmeisterschaften teilnahmen.

Zum vierten Mal in Folge kamen die Schülermannschaften der fünften bis zehnten Klassenstufe der Nibelungen Realschule plus, der Karmeliter Realschule plus, der Westend Realschule plus, der Nelly-Sachs-IGS sowie der gastgebenden Pfrimmtal Realschule plus auf der Sportanlage in der Nievergoltstraße. Dort traten die zwölfköpfigen Mannschaften, bestehend aus den besten Leichtathleten der jeweiligen Schule, den gesamten Vormittag über zum großen Leistungsvergleich an.

Nachmittags ins Freibad

Die beinahe tropischen Temperaturen bewirkten bei so manchem Sportler echte Wunder, warf man einen Blick auf die Ergebnisse in den Disziplinen Ballwurf, Weitsprung sowie Lauf. Was trieb die Kinder zu solch sportlichen Höchstleistungen bei solch widrigen Bedingungen an? Das Stimmungsbarometer lieferte die Antwort: Zum einen wollte natürlich jeder das Beste für seine Schule geben. Zum anderen reizte viele Kids aber auch der nachmittägliche Ausflug ins unweit gelegene Freibad. Die Sportlehrer machte der Fleiß ihrer Schützlinge jedenfalls stolz.

Nicht minder stolz waren aber auch die Athleten selbst, dass sie es bis hier hin geschafft haben. Immerhin musste sich jeder einzelne Teilnehmer gegen die Konkurrenz aus der eigenen Schule durchsetzen. Für die Nominierung in den Kader reichte das bloße sportliche Können dabei nicht aus, wie Organisator Lothar Stegner erklärte. „Das Verhalten ist auch maßgebend“, so der Fachleiter Sport an der Pfrimmtalschule. Aus Erfahrung weiß er: „Die Kinder wissen das. Sie alle nehmen bei solchen Veranstaltung etwas mit.“

Neue Erfahrungen

Neue Erfahrungen nahm am Ende des Wettkampfs, der aufgrund der Hitze etwas früher als geplant endete, wohl jeder mit. Schließlich hatten die Schüler in den Verschnaufpausen genügend Zeit, sich nach erfolgreicher Suche nach einem schattigen Plätzchen am Rande der Sportanlage untereinander auszutauschen. Denn bei allem sportlichen Wettbewerb sollte auch bei der vierten Auflage in der Pfrimmtalschule der Spaß nicht in Vergessenheit geraten.

Trotzdem gab es natürlich einen Sieger. In diesem Jahr ging der von der Stadt gestiftete Pokal an die Karmeliter Realschule Plus. Aber auch für die restlichen Teams gab es selbstverständlich kleine Präsente und Auszeichnungen von den Sponsoren. Einen Platz auf dem Siegertreppchen sicherten sich neben den Siegern die Kinder der Nelly-Sachs-IGS (2.) und der Nibelungen Realschule plus (3.).

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 02.07.2015

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Pfrimmtal-RS plus: Hungerlöhne in El Salvador schockieren Schüler

Sergio Chávez und Übersetzerin Astrid Hermann berichten aus El Salvador.

Von Margit Knab

PFEDDERSHEIM - Die Situation war für die 9 v, 10 a und 10 b der Pfrimmtal-Realschule plus ungewohnt. „Ein Mensch redet zu euch in einer fremden Sprache, eine Dolmetscherin übersetzt“, zog Rektorin Simone Gnädig das Fazit nach einer außergewöhnlichen Schulstunde. Im Rahmen einer neu gestarteten Vortragsreihe zum Thema „Globales Lernen“ hatte Sergio Chávez aus El Salvador zuvor die weithin unbekannte Situation der Näherinnen in seinem Heimatland vorgestellt.

Sie werden ausgebeutet durch überlange Arbeitszeit, bezahlt mit Löhnen, die noch unterhalb der Armutsgrenze liegen, und haben keine Möglichkeit, sich in irgendeiner Weise zu wehren: Das beschreibt die Situation der Frauen. Allein dieser bislang unbekannte Arbeitsalltag von 72 000 Näherinnen in Zentralamerika machte den aufmerksam lauschenden Schülern zu schaffen, noch mehr jedoch, dass so renommierte Auftraggeber wie Adidas, Nike und Puma ihre hochpreisige Sportbekleidung in den „Maquilas“ in El Salvador herstellen lassen.

Schläge abgeschafft

Ungelernte Näherinnen werden dort beschäftigt, die mit ihrem Hungerlohn von 210,90 US-Dollar im Durchschnitt eine vierköpfige Familie ernähren müssen. Den Kampf um eine existenzsichernde Entlohnung, die einer Studie zufolge bei 581,17 US-Dollar liegt, hätten die Arbeiterinnen schon lange aufgegeben, so Sergio Chávez. Keine der Frauen wage es, für mehr Gerechtigkeit in der Bezahlung zu streiken, weil damit sofort der Verlust des Arbeitsplatzes einhergehe. Außerdem fehle die gewerkschaftliche Unterstützung, weil die von Regierungsseite unerwünscht sei. Immer wieder vorgebrachte Beschwerden hatten trotzdem in der Vergangenheit Erleichterungen für die Arbeitnehmerinnen gebracht: Schwangerschafts- und HIV-Tests vor Einstellungsbeginn sind abgeschafft.

Die Sicherheitsvorkehrungen in den Gebäuden wurden verstärkt. „Und es gibt keine Schläge mehr für die Näherinnen, doch geblieben sind ihre Hungerlöhne“, prangerte Sergio Chávez eine Situation an, die er als Mitglied des „National Labour Rights Committee“ ändern will. Vor allem junge Menschen will er dabei mit „ins Boot nehmen“ und reist darum mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz durch die Schulen. Der Vorschlag einer Schülerin, weltbekannte Sportartikelhersteller zu bewegen, sich für höhere Löhne der Näherinnen in El Salvador stark zu machen, nötigte dem Referenten nur ein müdes Lächeln ab. „Das ist genauso sinnlos wie einen Tiger zu bitten, dass er fortan als Vegetarier leben soll.“

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 23.06.2015

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Wenig Begeisterung für „Benehmen“

Von Steffen Nagel

UNTERRICHT Wormser Schulleiter halten Werte für wichtig, sehen aber keine Notwendigkeit für eigenes Fach / Im Schulalltag oft Thema

WORMS - Frech, rücksichtslos und unhöflich sind sie, die Kinder von heute. Können nicht einmal „Bitte“ und „Danke“ sagen. Solche oder ähnliche Äußerungen sind im Alltag immer wieder zu hören, von Erwachsenen, die glauben, in ihrer eigenen Kindheit besser erzogen gewesen zu sein. In einer aktuellen Umfrage haben daher 75 Prozent der Deutschen „Benehmen“ als Unterrichtsfach an Schulen gefordert. Ist das aber umsetzbar? Oder überhaupt notwendig? Die WZ fragte an Wormser Schulen nach.

„Wichtig, es vorzuleben“

„Es ist natürlich wichtig, über Werte nachzudenken“, sagt Yasmin Bertram, Schulleiterin der Neusatzschule, „aber wir finden, dass ein eigenes Zusatzfach ,Benehmen‘ nicht gut ist“. Es werde den Schulen ohnehin schon genug Neues aufgesattelt. Zweifellos sei es ganz entscheidend, gutes Benehmen vorzuleben, aber das passiere an der Schule ohnehin schon. „Wenn man sich im Treppenhaus begegnet, sagt man sich ,Guten Tag‘. Das fordere ich dann auch ein, auch bei Eltern“, nennt Bertram als Beispiel.

Skeptisch ist auch Michaela Gärtner, die die Karmeliterschule leitet. „Es ist immer wieder amüsant, was so alles gefordert wird“, sagt sie und fragt: „Wie soll man so etwas als Fach umsetzen?“ Zweifellos brächten die Kinder immer weniger von zu Hause aus mit, weswegen „jeder verantwortungsvolle Lehrer gutes Benehmen sowieso thematisiert“. Das sei unabdingbar, „auch zu unserem eigenen Wohl“, um geregelten Unterricht überhaupt möglich zu machen. Dennoch fragt sich Gärtner, was man den Eltern noch alles abnehmen solle. „Außerdem müsste man dann auch manche Eltern gleich mitschulen.“

Auch an der Klauserbergschule wird versucht, Benehmen im Unterricht ständig einzubinden, wie Rektor Christian Langner erklärt. Etwa durch Sozialkompetenztraining, soziales Lernen und weitere Maßnahmen. Ein Extra-Fach jedoch ist auch ihm zu viel des Guten. „Man hat manchmal das Gefühl, dass der Erziehungsauftrag an die Schule weitergegeben wird und wir das bewerkstelligen sollen, was zu Hause nicht geschafft wird“, sagt Langner.

Den Tisch decken, sich einen guten Appetit wünschen oder das Besteck richtig halten – an der Pestalozzischule, die eine Ganztagsschule ist, würden diese Verhaltensweisen mit den Kindern ohnehin eingeübt, sagt Schulleiterin Caroline Strauss. Wie ihre Kollegin Iris Unselt von der Westend-Grundschule plädiert sie dafür, dass diese Grundregeln und Werte an den Schulen jeden Tag gelebt und behandelt werden sollen. Ob es dafür jedoch ein eigenes Fach geben muss, das stellen die beiden Pädagoginnen infrage.

Höflichkeit wird an der Pfrimmtal Realschule plus mit einem speziellen Knigge-Training für die neunten und zehnten Klassen vermittelt. Auch in der Verwaltung achte man darauf, dass die Umgangsformen stimmen: „Wenn jemand nicht anklopft und einfach hereinkommt, wird er noch einmal hinausgeschickt“, sagt Leiterin Simone Gnädig, die dies als Teil der Erziehung versteht. „Das liegt auch zunehmend im Verantwortungsbereich der Schule, da die Kinder ja auch länger in der Schule verweilen“, sagt sie und fügt hinzu: „Wir sind Kulturvermittler.“

„Völlig abwegig“ hält Volker Maurer, stellvertretender Leiter des Gauß-Gymnasiums, die Idee eines Fachs „Benehmen“. Zwar sei die Forderung, den Schülern gutes Benehmen beizubringen, berechtigt, „aber das ist ohnehin die Aufgabe jedes Pädagogen, das in seinem Fach zu vermitteln“. Ohnehin sieht Maurer kein „Riesenproblem“ an seiner Schule, was diese Thematik betrifft. In den öffentlichen Tenor, dass das Benehmen der Kinder immer schlechter werde, will Maurer nicht mit einstimmen. „Es ist nicht dramatisch“, sagt er. Eine Einschätzung, die auch die meisten seiner Kollegen teilen: Nahezu keiner der Schulleiter in Worms bestätigt einen solchen Sittenverfall, viele betonen vielmehr, dass es „schon immer welche gegeben hat, die so etwas von zu Hause nicht mitbringen“, wie es etwa Caroline Strauss formuliert.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 29.05.2015

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Worms: Handy-Raub unter Jugendlichen als Problem - "Abrippen" ist kein Kavaliersdelikt

Von Marta Thor

WORMS - „Gib mir dein Handy oder es gibt Schläge!“ So oder ähnlich werden viele Teenager, vor allem Jungs, auf der Straße von kriminellen Jungtätern bedroht. Folgen sie der Aufforderung nicht, werden sie nicht selten tatsächlich verprügelt. Und das teure Smartphone ist trotzdem weg.

Neben den gewaltsamen Straßenüberfällen, bei denen Handtaschen geraubt werden, weckt vor allem das nagelneue Smartphone der Teenager die Begehrlichkeiten. Meist handle es sich dabei selbst noch um jugendliche Täter, die ihren Opfern auf dem Nachhauseweg von der Schule auflauern, so die Polizei.

"Räuberische Erpressung kein Kavaliersdelikt"

Deshalb macht sich Dietmar Haller, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Worms, große Sorgen. „Den Jugendlichen ist die Schwere des Delikts gar nicht bewusst, wenn sie einem anderen auf der Straße das Handy unter Androhung von Gewalt klauen“, ärgert er sich. Räuberische Erpressung sei kein Kavaliersdelikt. Dafür drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Trotzdem würden die meisten Fälle des „Abrippens“, wie die jugendlichen Intensivtäter das nennen, gar nicht erst angezeigt. Gouasé nennt dafür drei Gründe: Man würde nicht daran denken, man glaubt es käme ohnehin nichts dabei heraus oder aus Angst vor den Tätern. Die Polizei appelliert daher an die Eltern, unbedingt jede Straftat zu melden.

Simone Gnädig, Leiterin der Pfrimmtal Realschule plus stößt ins gleiche Horn: „Die Eltern müssen unbedingt uns oder die Polizei darüber informieren.“ Im Moment sei es ruhig, doch im vorigen Jahr sei der Handy-Klau ein „massives“ Thema gewesen, sagt Gnädig.

Doch viel kann sie nicht tun, denn die Überfälle finden meist außerhalb des Schulgeländes statt, etwa am Bahnhof, an Bushaltestellen oder auf der Straße. Es gäbe dafür nur eine Lösung: „Nicht das edelste Smartphone in die Schule mitbringen“, rät Gnädig. Und sollte ein Schüler dennoch überfallen werden, „sofort das Handy herausrücken und nicht auf den tollen Macker machen“.

Video zur Prävention gedreht

Im Mai 2014 hat die Pfrimmtal Realschule das Projekt „Handy weg und Welt steht Kopf“, das von der Polizei angestoßen wurde, realisiert. Innerhalb der Themenwoche haben die zehnten Klassen mehrere Videos dazu gedreht. „Alles in Eigeninitiative“, betont Gnädig. Die Videos sind auf dem Youtube-Kanal der Polizei zu sehen. Online gibt es außerdem ein Handblatt, in dem die Polizei Tipps für Verhaltensweisen gibt, um „im Fall der Fälle den Schaden so gering wie möglich zu halten“.

Gouasé rät vor allem dazu, die teuren Geräte nicht herumliegen zu lassen oder unnötig in der Öffentlichkeit herumzuzeigen, sie eng am Körper zu tragen und schlecht beleuchtete Straßen zu meiden. Und wenn doch etwas passiert, „unbedingt der Polizei melden, denn je mehr Zeit vergeht, umso weniger Ermittlungsansätze haben wir“, so Gouasé.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 21.04.2015

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Unterricht in neuer Qualität



Freude über die Verjüngungskur der Sporthalle (von links): Pfrimmtal-Realschulleiterin Simone Gnädig, Sportreferent Gerd Vogt, Diesterweg-Grundschulleiter Uli Bottelberger und Dezernent Uwe Franz begutachten den neuen Hallenboden.
Foto: Stadt Worms



SANIERUNG Real- und Grundschulsporthalle erhält neuen Boden und Kletterwand

LEISELHEIM/HOCHHEIM - (red). Eine große „Verjüngungskur“ hat die Sporthalle der Pfrimmtal Realschule plus und der Diesterweg-Grundschule bereits im Jahre 2011 erfahren: Damals wurde der Sportbereich umfangreich saniert. Unter anderem wurden die großen, bis dato einfach verglasten Fenster ausgetauscht, ein Wärmedämmverbundsystem aufgebracht, die Prallschutzwände und die Deckenverkleidungen unter Berücksichtigung des Schallschutzes, sowie die Elektroinstallation erneuert.

In diesem Jahr erfolgte nun eine weitere Maßnahme im Zuge der Hallensanierung. Der alte Boden musste weichen, der Unterbau wurde erneuert und ein neuer, sportelastischer Hallenboden eingebaut. Als Zugabe gab es neue Klettersprossenwände. Die Arbeiten wurden fristgerecht abgeschlossen, sodass sich nun Sportdezernent Uwe Franz und Sportreferent Gerd Vogt ein Bild vom Ergebnis der Maßnahme machen konnten.

„Wir sind sehr glücklich über den neuen Boden“, versicherten Simone Gnädig, Schulleiterin der Pfrimmtal Realschule plus, und Uli Bottelberger, Schulleiter der Diesterweg-Grundschule. Sport sei ein wichtiges pädagogisches Element und solle deshalb auch Spaß machen. „Mit der runderneuerten Halle können wir einen Sportunterricht in ganz anderer Qualität anbieten“, machte Bottelberger deutlich.

Die Kosten für die Bodenerneuerung belaufen sich auf 42 000 Euro. „Wir können nun nicht nur dem Schulsport gerecht werden, sondern auch den Bedürfnissen der Vereine, die die Halle in den Abendstunden nutzen“, erklärte Dezernent Franz. Bei der Linierung des Bodens habe die Stadt den Wünschen aller Hallennutzer entsprochen, betonte Gerd Vogt. Deshalb gibt es nun auch Badmintonlinien auf dem neuen Boden.

Nicht nur das Ergebnis könne sich sehen lassen, auch die Zusammenarbeit mit dem Gebäudebewirtschaftungsbetrieb und der ausführenden Firma sei reibungslos verlaufen, waren sich die beiden Schulleiter einig.
 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 23.02.2015

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Pfrimmtal-Realschule plus präsentiert sich bei Tag der offenen Tür

Von Christian Mayer

HOCHHEIM - Schüler der Pfrimmtal-Realschule plus haben eine ganz schön große Auswahl – das wurde deutlich beim Tag der offenen Tür am vergangenen Samstagvormittag. Damit die Eltern der künftigen fünften Klassen sich ein Bild machen können, aber auch um das vielfältige Angebot der Schule zu präsentieren, hatten Schulleiterin Simone Gnädig und der Elternbeirat zum Aktionstag geladen.

Einer der Höhepunkte: Die Schüler der Zumba-AG, die in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Schmitt-Seehaus an der Pfrimmtalschule stattfindet, haben ihr Können auf dem Schulhof präsentiert. Mit einem Medley aus fünf Chart-Hits hat Stefan Ungefehr, Tanzlehrer der Tanzschule Schmitt-Seehaus, den Schulhof kurzerhand zur Tanzarena gemacht.

Profilfach „Musiktheater“

Aber das ist nur eine Richtung von vielen Schwerpunkten, die die Realschule anbietet, damit sich die Persönlichkeit der einzelnen Schüler möglichst individuell entfalten kann. Ein paar Räume weiter experimentieren Jugendliche, erforschen, sprechen fremde Sprachen, untersuchen wirtschaftliche Zusammenhänge, diskutieren. Die Kunst-AG zeigt in der Mensa die Ergebnisse aus der Arbeit mit der Wormser Künstlerin Sylvia Richter-Kundel. Das Ergebnis einer weiteren Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner aus der Praxis: Mit der museumspädagogischen Abteilung „Museum live“ des Nibelungenmuseums veranstaltet die Schule regelmäßig Workshops, die von Experten aus dem praxisnahen Museumsbetrieb gehalten werden. Beispiel: Wie wurde im Mittelalter Tinte hergestellt und Papier geschöpft? Das alles wird zusammengefasst unter dem Dach der Museums-AG. Die Schüler dort dürfen im Laufe eines Schuljahres alle vier Museen besuchen.

Mathematik und Naturwissenschaften ist der eine Schwerpunkt der Pfrimmtalschule. Schulleiterin Simone Gnädig ist aber vielfach aktiv in alle möglichen Richtungen. Bei ihrer Suche nach Kontakten in der Praxis ist sie erst kürzlich fündig geworden: Im Mannheimer Nationaltheater hat sie einen guten Kooperationspartner gefunden für das zweite Profilfach der Schule, „Musiktheater“. Der gemeinsam geschlossene Vertrag sieht vor, dass die neunten und zehnten Klassen mindestens ein Stück pro Spielzeit zu stark vergünstigen Preisen sehen können und sollen (die WZ berichtete).

Und damit man bei all der Vielfalt nicht den Überblick verliert, bietet die Schule sogenannte Berufsorientierungstage für fünfte Klassen an. Denn in der Unterstufe wird mit der Fächerwahl bereits der Grundstein gelegt für die künftige Richtung, die die Kinder einschlagen werden: Soll es eher in Richtung Wirtschaft, Technik oder Soziales gehen? Hinzu kommen die freiwilligen Fachgruppen. Für die Kinder und Eltern, die sich am Samstag informiert haben, ist das aber noch alles Zukunftsmusik. Sie stehen vor der Qual der Wahl – der Wahl der richtigen Schule für mindestens fünf Jahre. Der Tag der offenen Tür der Pfrimmtalschule wird ihnen die Qual mit Sicherheit nicht leichter gemacht haben.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 09.02.2015

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Felicitas Steifensand dockt an Weimarer Kinderbibelidee an

HOCHHEIM - An der Pfrimmtal-Realschule plus läuft derzeit das Projekt Wormser Kinderbibel. Wir sprachen mit der Organisatorin Felicitas Steifensand, die diesen Beitrag zur Lutherdekade aus Weimar in Worms bekannt machte.

Frau Steifensand, Sie waren so begeistert von der Weimarer Kinderbibel, dass Sie sich für die Lutherstadt Worms ein ähnliches Projekt wünschen. Das erfordert vor allem eine intensive Netzwerkarbeit. Welche Schritte haben Sie bisher unternommen?

Zunächst habe ich den Kontakt zwischen Weimar und Worms geknüpft. Im Frühjahr habe ich mit Frau Dr. Seemann das Projekt Kulturkoordinator Volker Gallé und Dr. Olaf Mückain vorgestellt so wie auch mit einigen Wormser Schulen Kontakt aufgenommen.

Sie haben selbst eine Projektwoche durchgeführt?

Ja, ich habe mit 15 Kindern der siebten Klassen der Pfrimmtal-Realschule plus das Thema „15. Jahrhundert und Martin Luther“ bearbeitet. Wir haben Orte besucht, die das Zeitalter der Reformation anschaulich machen, wir waren in der Liebfrauenkirche und im Nibelungenmuseum, wir läuteten die Glocke der Magnuskirche, besichtigten das Lutherdenkmal, und machten eine Exkursion ins Gutenberg-Museum nach Mainz, wo die Kinder einiges über die Entwicklung des Buchdrucks und der Buchmalerei erfuhren.

Wie sieht es derzeit mit der Resonanz in den Wormser Schulen aus?

Bisher beteiligt sich die Pfrimmtal-Realschule plus mit fünf verschiedenen Klassen, das Gauß-Gymnasium wird in Kürze ebenfalls mit dem Projekt Kinderbibel starten, und auch das Rudi-Stephan-Gymnasium hat Interesse signalisiert. Weitere Schulen können selbstverständlich mitmachen.

Wie kann es mit dem Projekt weitergehen?

Es gibt mehrere Etappenziele, wie die Ausstellung der Schülerarbeiten in den Museen oder im kirchlichen Raum, sogar auf der Wartburg, sodass das Engagement der einzelnen Schulklassen immer zu einem sichtbaren Erfolg führt. Das Endziel wäre eine eigenständige Wormser Kinderbibel als Beitrag der Stadt Worms zur Lutherdekade. Ob sich das realisieren lässt, hängt vom Engagement vieler ab und natürlich auch von einer entsprechenden Finanzierung. Der Druck einer Kinderbibel nach dem Weimarer Muster würde schätzungsweise 20 000 Euro kosten.

Das Interview führte Ulrike Schäfer.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 24.12.2014

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Worms: Politiker diskutiert mit Schülern

WORMS - (red). Zum 9. November besuchen die Abgeordneten des Landtages alljährlich Schulen in ihrem Wahlkreis, um an die wechselhafte Geschichte dieses Datums zu erinnern und die historischen Ereignisse wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Da der 9. November diesmal auf einen Sonntag fiel, besuchte der Landtagsabgeordnete Jens Guth (SPD) deshalb die Berufsbildende Schule Wirtschaft und die Pfrimmtal-Realschule plus am Montag.

Den Schwerpunkt seines Besuchs setzte Guth auf den Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren. „Ein wichtiger Meilenstein der demokratischen Entwicklung in Deutschland“, leitete Jens Guth in die Thematik ein und sprach dann mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen über die Grundwerte, aber auch über die Probleme der Demokratie. Ein echter Realitätsbezug entstand, da einige der Anwesenden über ihre Verwandtschaft aus der ehemaligen DDR bereits eigene Geschichten mit einbringen konnten. Fluchtversuche wurden dabei ebenso angesprochen wie die Bespitzelung durch die Stasi.

„Demokratie ist gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Gut“, betonte Guth eindringlich und verdeutlichte mit einer Probeabstimmung, wie schnell sich Verhältnisse bei Wahlen durch Wahlmüdigkeit verändern können. Meist nicht zugunsten der Demokratie.


Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 12.11.2014

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Müll aus der Pfrimm gezogen

Von Christian Mayer

BUND-AKTION Schüler setzen sich für saubere Umwelt ein / Aktiv gegen Plastik

HOCHHEIM/PFIFFLIGHEIM - Ausgetragene Klamotten, Zigarettenschachteln, zwei Bälle, ein Plastikeimer, ein Handy und sogar ein 15 Meter langer Schlauch – das alles zählt zur Ausbeute der fast 50 Schüler der Pfrimmtalschule, die gestern Vormittag das Gelände um ihre Schule aufgeräumt haben. Es fällt einem schwer, zu glauben, was die Schüler so alles aus dem Gebüsch gezogen haben, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Dämm-Material vom Hausbau, das einfach achtlos in das Naturgebiet rund um die Pfrimm geworfen wurde. Und natürlich jede Menge Plastik – der Schwerpunkt der Aktion, die der Wormser Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ins Leben gerufen hat (die WZ berichtete). Unter dem Motto „Plastik im Rhein? Hagen sagt nein!“ finden in diesen Wochen Aktionen wie die jetzt in der Pfrimmtalschule statt, die allesamt für einen sorgsameren Umgang mit Kunststoffmüll sensibilisieren wollen. Die extravaganten Fundstücke sorgen sogar bei den Siebt- und Achtklässlern der Pfrimmtalschule für Kopfschütteln. „Die Motivation der Schüler war überraschend: Ich habe schon öfter solche AGs gemacht und weiß, wie schwer es ist, Jugendliche in dem Alter für die Sache zu motivieren. Aber sie haben mitgezogen und mitgeholfen“, erzählte Vorstandsmitglied Uli Weiß vom BUND.

Eingangs erklärte Uli Weiß die Nachteile und Probleme von Kunststoff und warum die Schüler künftig bewusster mit dem Material umgehen sollten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rund 25 Säcke voller Müll haben die jungen Schüler am Ende zusammengesammelt, die schließlich vom Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Worms abtransportiert wurden.

Am kommenden Samstag findet der Freiwilligentag der Metropolregion statt. Dann werden Uli Weiß und sein BUND-Team von der Pfrimmtalschule aus ab 10 Uhr an der Pfrimm entlang Müll sammeln. Mit dabei sein werden 20 Schüler der Nibelungenrealschule – „wir freuen uns über jeden weiteren, der noch mitmachen will“, so Weiß. Auch die eifrigen Pfrimmtalschüler haben am Dienstag als Belohnung für ihren Fleiß T-Shirts vom Freiwilligentag bekommen.

Das Müllsammeln an der Pfrimm ist einer von vielen Bausteinen der Kampagne. Unter anderem beteiligt sich der Wormser Einzelhandel. BUND-Mitglieder fordern Passanten gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt und dem Stadtmarketingverein auf, ihre eigenen Einkaufstaschen mitzubringen und zur Reduzierung der Plastiktüten beizutragen.


Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 17.09.2014

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Früher in Urlaub nur mit Erlaubnis - Schulen setzen auf Dialog

Von Christian Mayer

WORMS - Die einen liegen bereits faul am Strand und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen, während die anderen noch in der Schule überm Mathebuch grübeln und pauken. Was unfair klingt, ist durchaus Realität.

Wenn Eltern in den vergangenen Tagen in der Schule angerufen und ihr Kind krank gemeldet haben, dann kann das natürlich an einer Sommergrippe liegen. Gerade jetzt, so kurz vor dem Beginn der Sommerferien, liegen aber auch ganz andere Gründe nahe – eine verfrühte Urlaubsreise zum Beispiel, weil der Flug einfach günstiger war.

Jedes Jahr aufs Neue ist es ein heikles Thema, die eigenmächtige Vorverlegung des Sommerferien-Beginns, da sind sich alle Wormser Schulleiter einig.

"Situation hat sich verschärft"

Simone Gnädig, Schulleiterin der Pfrimmtalschule, setzt auf Ehrlichkeit: „In unserer Schule lautet die Philosophie: Miteinander reden ist die beste Lösung. Das nutzen die meisten im Vorfeld.“ Gnädig weist darauf hin, dass es eine Beurlaubung vor den Ferien eigentlich nicht gibt, „aber wir sind tolerant“. Reisen, die beispielsweise dem Erlernen oder Vertiefen fremder Sprachen dienen, könne man gelten lassen. Was Gnädig gar nicht mag: „Es gibt auch Eltern, die gar nichts sagen und die Kinder einfach fernbleiben lassen, das finde ich weniger schön.“ Die Situation, so Gnädig, habe sich in den vergangenen Jahren verschärft. „Die Leute nehmen mehr in Angriff, früher in Urlaub zu fliegen, weil die Flugpreise dann günstiger sind.“

Dieses Argument lässt Rita Lodwig, Schulleiterin des Eleonoren-Gymnasiums, ebenso wenig gelten wie ihre Kollegin Simone Gnädig. „Die Preise sind ja gerade deshalb so günstig, weil zu der Zeit noch Schule ist!“ Was Lodwig hingegen gelten lassen würde – und da unterstützt sie auch die Schulordnung – ist, wenn ihre Schüler ihre Familien zum islamischen Fest des Fastenbrechens, im Türkischen „Zuckerfest“ genannt, besuchen wollen. Das findet schon am kommenden Montag, 28. Juli, statt. „Einen solchen Fall hatte ich aber nicht“, so Lodwig. Sie hat viele Anträge abgelehnt, die die Eltern nicht begründen konnten. Ob letztlich alle Schüler bis gestern Mittag um 11.15 Uhr in der Schule waren, sieht sie erst anhand der nicht abgeholten Zeugnisse.

Kontrolle am Flughafen

Ohne Erlaubnis der Schule verfrüht in den Urlaub zu fliegen, kann übrigens zu Ärger führen: An den Flughäfen wird kontrolliert. Das hat Simone Gnädig bereits von Schülern ihrer Schule berichtet bekommen. Die Schüler müssen die Genehmigung der Schule mit sich führen. Ralf Schaubhut von der ADD Neustadt bestätigt das; er weiß von Kontrollen des Bundesgrenzschutzes in Stuttgart. Von den vier Wormser Schulen, die er betreut – Pfrimmtal-, Westend-, Nibelungen und Karmeliter-Realschule plus – hat er keine Beschwerden bekommen. „Man könnte daraus ableiten, dass die Schulleitungen vor Ort im Rahmen ihres Ermessungs-Spielraums handeln“, so Schaubhut.

So passiert es auch am Gauß-Gymnasium. Beate Eckey, stellvertretende Schulleiterin, erzählt im WZ-Gespräch: „Krankmeldungen zwei Tage vor den Ferien sind bei uns die absolute Ausnahme. Die meisten Eltern sind fair und bitten um Beurlaubung über den Schulleiter.“


Wortlaut:
Die rheinland-pfälzische Schulordnung besagt in Paragraph 38:

„Eine Beurlaubung vom Unterricht (...) kann aus wichtigem Grund erfolgen.“

„Beurlaubungen unmittelbar vor oder nach den Ferien sollen nicht ausgesprochen werden; Ausnahmen kann die Schulleiterin oder der Schulleiter gestatten. Die Vorlage einer schriftlichen Begründung und die Vorlage von Nachweisen kann verlangt werden.


Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 26.07.2014

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Pfrimmtal Realschule plus und Kolpingfamilie unterschreiben Vereinbarung über Patenschaft

Von Kathrin Holstein

HOCHHEIM/PFIFFLIGHEIM - Strahlender Sonnenschein, stolze Eltern, fröhliche Schüler und zufriedene Lehrer – das Schulfest der Pfrimmtal Realschule plus war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Dies war vor allem dem großen Engagement der Schüler und Lehrer zu verdanken, die ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt hatten. Eine Woche lang hatten die Schüler fleißig gewerkelt, gebacken oder gesungen – und das mit Erfolg, denn das Ergebnis der Projektwoche konnte sich sehen lassen.

Einige der Projekte waren sogar so beliebt, dass sie in Zukunft als AG weitergeführt werden sollen: Eines davon war das Chinesisch-Projekt, bei dem die Schüler bereits erste Kenntnisse der Sprache erwerben konnten. Ebenfalls beliebt war das Projekt „15. und 16. Jahrhundert – die Zeit um Martin Luther“. Den Schülern haben dabei insbesondere die vielen Ausflüge gefallen: „Wir sind sogar nach Mainz gefahren und haben viel über Buchdruck gelernt. Außerdem durften wir unsere eigene Buchseite verzieren“, berichtete die elfjährige Cansu. Das Verzieren hat den Kindern so viel Spaß gemacht, dass fortan eine Kinderbibel mit Kunstwerken und Texten der Schüler entstehen soll.

Ein Höhepunkt der Feier war die Unterzeichnung der Patenschaftsvereinbarung mit Vertretern der Kolpingfamilie. Ein Team aus 14 Paten wird Schüler der neunten Klasse ideell beim Übergang von der Schule in das Berufsleben unterstützen. „80 Prozent aller Wormser Hauptschulabgänger finden nach ihrem Abschluss keine Lehrstelle. Dem möchten wir entgegenwirken“, betonte Manfred Lang, Projektleiter bei Kolping. Dazu möchten er und sein Team die Patenkinder über den Bewerbungsprozess hinweg begleiten. In diesem Rahmen werden die Paten bei der Suche nach Lehrstellen oder beim Verfassen eines Bewerbungsschreibens helfen.

Bald weitere Schulen?

Zudem kann auf das Bildungsnetzwerk der Kolpingfamilie zurückgegriffen werden. Nicht nur Kolping-Mitglieder, sondern auch prominente Wormser aus Industrie und Politik konnten für das Patenprojekt gewonnen werden. So wird auch der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler eine Patenschaft übernehmen: „Ich habe von dem Projekt in der Zeitung gelesen und war von der Grundidee begeistert. Ich hoffe, dass ich dadurch das Motto ,Kein Abschluss ohne Anschluss‘ persönlich vorantreiben kann“, erläuterte er. Beispielsweise möchte er den Schülern helfen, einen kleinen Weinberg nahe der Schule zu bewirtschaften, um sie für Tätigkeiten in Weinbau, Gartenpflege und Landwirtschaft zu begeistern. „Man merkt, dass Schulleiterin Simone Gnädig für ihre Schule und ihre Schüler brennt. Deshalb haben wir uns für die Unterstützung dieser Schule entschlossen. Nicht ausgeschlossen ist“, so Projektleiter Lang, „dass bald noch weitere Schulen folgen“.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 23.07.2014

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Kolping übernimmt Patenschaft

PFRIMMTAL-REALSCHULE PLUS Schülern soll der Übergang in die Ausbildung erleichtert werden

HOCHHEIM - (red).

Im Rahmen des Schulfestes am Samstag, 19. Juli, 10 bis 15 Uhr, werden die Pfrimmtal-Realschule plus und die Kolpingfamilie eine Patenschaftsvereinbarung unterzeichnen. Ziel ist es, mithilfe des Patenteams den Übergang der Schüler von der Berufsreife in die berufliche Ausbildung zu erleichtern oder diese gar erst zu ermöglichen.

Manfred Lang vom Projektteam der Kolping-Familie hob die soziale Verantwortung hervor, der sich Kolping angesichts dessen, dass rund 80 Prozent aller Wormser Schüler im Anschluss an den schulischen Abschluss keine Lehrstelle fänden, stellen wolle. So sollen die Patenschüler beispielsweise mit einem gezielten Bewerbungstraining unterstützt werden. „Die Schule leistet auf diesem Gebiet bereits Mustergültiges“, hob Lang hervor. Die Kolping-Familie verstehe sich als Ergänzung, nicht als Ersatz.

„Chance für Schüler“

Rektorin Simone Gnädig und ihr Team lobten diese Patenschaft und stellten ihren positiven Nutzen in den Vordergrund. „Wir sehen in dieser Patenschaft eine große Chance für unsere Schülerinnen und Schüler, nämlich die Chance, auf dem Ausbildungsmarkt beim Übergang in die Berufsausbildung noch besser abzuschneiden als bisher“, erklärte sie und ging auf die aktuelle Situation für die Abgänger der neunten und zehnten Klassen ihrer Schule ein (siehe Kasten). „Unsere Schule sieht sich auch nach der schulischen Ausbildung in Verantwortung für ihre Jugendlichen, denn unsere Einrichtung war erst dann gut, wenn der Schulabgänger seine Ausbildung beendet hat, in seinem Beruf angekommen ist und davon leben kann“, betonte Gnädig. Diese großen Ziele wolle man mit Unterstützung der Kolpingfamilie erreichen.

Das Schulfest will die Kolpingfamilie auch dazu nutzen, um die Schülerschaft und die Eltern über das neue Patenprojekt und Hilfsmöglichkeiten zu informieren. Dazu wird sie einen Infostand aufgebauen und Plakatwände aufstellen. So gehören zum Patenteam auch zahlreiche Unternehmer. Sie wollen sowohl über Praktika als auch Lehrstellen in Berufsfeldern informieren, die sonst nicht im Fokus der Schüler stehen.

Weiterhin bietet das Kolpingwerk Deutschland bereits den diesjährigen Abgängern der neuten Klassen Hilfen an, beispielsweise an über 50 Standorten Deutschlands Jugendwohnheime, Hotels und Wohnungen in WGs, damit Schüler und Auszubildende, die fernab des Heimatortes eine Lehrstelle angenommen haben, günstig wohnen können. In Eigenbetrieben stehen Ausbildungsstellen im gastronomischen Bereich, in der Verwaltung oder in grünen Berufen offen. Das Kolping-Bildungswerk kooperiert mit zahlreichen externen Betrieben und der Bundesagentur für Arbeit bei der Beschaffung von Ausbildungsplätzen. Für Schüler, die nach ihrem Abschluss nicht genau wissen, was sie tun möchten, bietet das Kolpingwerk FSJ-Stellen in über 60 Ländern, auch in der Entwicklungshilfe, an.


SO GEHT ES FÜR DIE SCHÜLER WEITER

Die Übergangsrate der derzeitigen Abgänger der neunten und zehnten Klassen:

Klassenstufe 9 (drei Klassen mit insgesamt 55 Schülern): Hiervon stehen 47 Schülern dem ersten Ausbildungsmarkt zur Verfügung; aktuell haben davon 16 Schüler (34,04 Prozent) eine Ausbildung und 31 Schüler (65,96 Prozent) kommen in die Berufsfachschule I. Zwei Reha-Fälle gehen ins Berufsbildungswerk Südhessen, es gibt ein Freiwilliges Soziales Jahr sowie eine Schwangerschaft. Vier Schüler ohne Abschluss gehen ins Berufsvorbereitungsjahr.

Klassenstufe 10 (zwei Klassen mit insgesamt 34 Schülern): Zehn Schüler (29,41 Prozent) machen eine Ausbildung; 14 (41,18 Prozent) besuchen weiterführende Schulen; zehn (29,41 Prozent) haben zurzeit noch keinen Anschluss.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 10.07.2014

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Drachen und Hieroglyphen

Von Ulrike Schäfer

MUSEUMS-AG Pfrimmtal-Realschüler lernen andere Kulturen kennen

WORMS - Quadrat, Schlange, Auge, Feder, zwei Eulen, Halbkreis, Adler und liegender Löwe: Was wie eine kleine Wüstengeschichte in Bildern aussieht, ist Hieroglyphenschrift, heißt schlicht „Pfrimmtal“ und wurde von den zehnten Klassen der Pfrimmtal-Realschule Plus in der AG „Raus aus dem Klassensaal und rein ins Museum“ zusammengebaut.

In dieser AG, einer Kooperation von „museum live“ und Pfrimmtalschule, die bereits seit 2009 existiert und vom Nibelungenmuseum koordiniert wird, erfuhren die 25 Schüler Woche für Woche Interessantes über Lebensweise und Handwerk früherer Epochen – im Vergleich zu heute. Am Mittwoch nun zeigten sie stolz, was sie unter Anleitung von Gästeführerin und Historikerin Gisela Neumeister in dieser Zeit entdeckt und erarbeitet haben. Oliver Trapp hatte dazu eine reich bebilderte Computerpräsentation vorbereitet, in der alle bearbeiteten Themen noch einmal zusammengefasst sind. Ausprobiert hatten die Jungen und Mädchen etwa, wie man sich in der Steinzeit ein Lederstück mit scharfkantigen Steinen zurechtgeschnitten hat, um es als Beutel am Gürtel zu tragen. Die Römer brachten in solchen Beuteln nicht nur ihr Geld, sondern auch ihre Mühlesteine unter und waren auf diese Weise jederzeit zu einem Spielchen bereit. Denn gespielt hat man in allen Kulturen schon immer, wie die Zehntklässer erfuhren.

Spiele nachgebaut

Die 16- bis 18-Jährigen durften sich Spiele zum Nachbauen aussuchen und bastelten je nach Ehrgeiz ein Mühlespiel, Mensch-ärgere-dich-nicht oder das aufwendige Gänsespiel, das man am liebsten gleich selbst mal ausprobiert hätte. Besonders gelungen war das Drachenmemory, das aus Holzabfällen der Neumeisterschen Hobbywerkstatt stammte. „Wir haben viel über Drachen in der Welt der Mythologie gehört, zum Beispiel im Nibelungenlied“, erzählte Adnan Islam Ud-Din. Er hat selbst einen Drachen erfunden und ihn Sippi genannt.

Dominic Böhmig hat am besten die intensive Beschäftigung mit den Schriften verschiedener Völker bis hin zur Blindenschrift gefallen. „Wir haben mit Gänsekiel und Tinte ganze Texte geschrieben“, berichtete er. Spaß gemacht haben ihm auch die Rätsel und Quizspiele über technische Erfindungen aller Art, die Gisela Neumeister vorbereitet hatte.

Isabell Schärf-Miehe, die das museumspädagogische Angebot in allen vier Wormser Museen betreut, war mit dem Ergebnis dieses Halbjahres ebenso zufrieden wie Bildungsdezernent Hans-Joachim Kosubek: „Hier erfahren die Schülerinnen und Schüler authentisch, wie ihre Vorfahren gelebt haben“, sagte er und lobte die gelungene Kooperation. Lehrer Sven Orbeck, der in Vertretung von Rektorin Simone Gnädig bei der Präsentation zugegen war, betonte, wie sehr es der Schulleitung am Herzen liege, dass die Schüler Geschichte nicht als tote Wissenschaft erlebten.

Im ersten Schulhalbjahr hatten die Jungen und Mädchen Stadtführungen mitgemacht, Kirchen und Museen besucht und viel Wissenswertes über ihre Heimatstadt erfahren.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 03.07.2014

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Gottes Segen für den Deich

Von Karl M. Wirthwein

HOCHWASSERSCHUTZ Geistliche weihen Damm entlang der Pfrimm / Mehr als 2,1 Millionen Euro investiert

HOCHHEIM - Nach mehr als zehn Jahren Planung und Umsetzung ist der Ausbau des Hochwasserschutzes entlang der Pfrimm vollendet. Jetzt wurde der gleich hinter der Pfrimmtalschule befindliche Schutz eingeweiht und erhielt Gottes Segen. „Die betroffenen Wohngebiete in den Stadtteilen Pfeddersheim, Hochheim, Pfiffligheim und Leiselheim sind nun auch bis zu einem statistisch alle 100 Jahre auftretenden Hochwasserereignis geschützt“, erklärte Oberbürgermeister Michael Kissel. Mehr als 2,1 Millionen Euro wurden mithilfe einer 60-prozentigen Förderung des Landes in den Bau von Schutzmauern, Deichen und in die Verstärkung vorhandener Anlagen investiert.

Viele Anwohner erinnern sich mit Grauen an das Hochwasser Anfang vergangenen Jahrzehnts. Die Pfrimm, die eigentlich gemächlich dahin fließt, entwickelte sich zum reißenden Fluss, wie man es eigentlich nur von Wildwasserbächen kennt. Die Feuerwehr musste ausrücken, um den Damm zu verstärken. Das hat die politischen Verantwortlichen auf den Plan gerufen. „Wir konnten nicht akzeptieren, dass Wohngebiete als Überschwemmungsgebiet vorgehalten werden“, so Kissel.

Der erste Bauabschnitt entstand von Oktober 2010 bis März 2011 in Pfeddersheim. Dort wurden Schutzmauern längs der Straßen im Bereich Ostrandsiedlung parallel zur Pfrimm angelegt. Zusätzlich wurde der vorhandene Damm mit Winkelstützen stabilisiert und die angrenzenden Wege höher gelegt, neben dem Bau mobiler Hochwasserschutzwände. Die Kosten beliefen sich auf 300 000 Euro. Danach folgte der Abschnitt Hochheim. Hier wurde von Juli 2011 bis Dezember 2012 ein Deich auf einer Länge von 700 Metern neu gebaut, und der Leiselheimer Damm durch eine Spundwand abgedichtet und ein Rückhalteraum mit einem Fassungsvermögen von 41 000 Litern geschaffen. Die Kosten betrugen 1,2 Millionen Euro. Im 3. Abschnitt folgte der Bau einer Hochwasserschutzmauer (Länge 1,90 Meter) in Pfiffligheim sowie der Bau einer Deichscharte mit mobilem Dammbalkensystem im Bereich des Wirtschaftsweges. Die Kosten: 330 000 Euro. Im Abschnitt Leiselheim wurden nochmals 260 000 Euro investiert, durch die Errichtung eines 600 Meter langen Deiches.

Dr. Hans-Jürgen Seimetz, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, begrüßte es, dass der Hochwasserschutz in Rheinland-Pfalz nun ein weiteres Stück abgeschlossen ist. Denn auch in diesem Jahrzehnt gab es vereinzelt kritische Hochwassersituationen. Das Land Rheinland Pfalz hat bisher 750 Millionen Euro für Hochwasserschutz ausgegeben. Jedes verhinderte Hochwasser sei gut investiertes Geld, betonte Seimetz.

Auch die Kinder aus den angrenzenden Orten meldeten sich zu Wort. Patrik Busch aus Pfiffligheim, Merve Kerser-Gelir und Cansu Erbektas von der Pfrimmtalschule sowie Sophie Ströhla hatten sich eine idyllische Geschichte zur Pfrimm und Umgebung ausgedacht. Der Höhepunkt, die eigentliche Weihe, bildete den Abschluss der kleinen Feier. „Wasser gibt Leben, aber Wasser kann auch Leben zerstören“, sagte der evangelische Pfarrer Klaus Fischer. „Wir sind dankbar, dass es diesen Deich gibt und wir dahinter unserem Leben nachgehen können“. Er segnete den Damm gemeinsam mit dem katholischen Kaplan Pater Sabu Makkiyil Varkey.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 19.05.2014

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Mehr als nur ein Ausflugsziel

KULTURELLE BILDUNG Pfrimmtalschule kooperiert mit Mannheimer Nationaltheater / Vorstellungsbesuche und Gespräche mit Künstlern

Von Christian Mayer

HOCHHEIM - Schüler ins Theater: Diesen Grundsatz verstärkt die Pfrimmtalschule immer mehr. Bereits in den letzten Jahren gab es vielfältige Angebote rund um die Bühne; etwa in Form mehrerer Workshops am Nibelungenmuseum. Das passt zu der Profilausrichtung der Schule: Neben dem Schwerpunkt „MaNaTu“ (Bereiche Mathematik, Naturwissenschaften, Erdkunde und Umweltschutz) finden künstlerisch begabte Schüler ihr Glück im Profilfach „Musiktheater“.

Schulleiterin Simone Gnädig ist stets auf der Suche nach Kontakten in die Praxis – und für ihr zweites Profilfach ist sie jetzt am Mannheimer Nationaltheater fündig geworden. Nun haben Pfrimmtalschule und Theater einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Dieser sieht vor, dass die neunten und zehnten Klassen mindestens ein Stück pro Spielzeit zu stark vergünstigen Preisen sehen können und sollen.

NEUES AMT
Neu ist an der Pfrimmtalschule außerdem das Amt der Kulturvermittlerin: Die Lehrerin Elena Davydov hat in den vergangenen Monaten am Nationaltheater mehrere Fortbildungen zu diesem Thema absolviert und ist jetzt an der Pfrimmtalschule dafür zuständig, die Vermittlung von Kunst und Kultur in all ihren Facetten zu koordinieren und strukturieren.

Blick hinter die Kulissen

„Durch Kooperationen wie diese lebt die Schule“, sagt Simone Gnädig strahlend. Auf der anderen Seite stehen die Dramaturgin Anne Richter und Maren Rottler, die am Nationaltheater für die Verbindung zwischen Theater und jungen Menschen zuständig ist. „Die Vorstellungsbesuche runden wir mit unseren Zusatzangeboten ab“, erläuterte Rottler. Das könne etwa ein Gespräch zwischen Schülern und dem Regisseur oder Schauspielern sein oder ein Blick hinter die Kulissen. „Damit sollen die Schüler den Theaterbesuch nicht einfach nur als Ausflugsziel sehen, sondern als Mehrwert. Sie sollen das, was sie auf der Bühne erleben, nicht nur konsumieren, sondern darüber nachdenken und reflektieren: Was hat das mit meiner Lebenswirklichkeit zu tun?“

Der Vertrag ist nicht befristet – im Gegenteil: „Wir sehen das als langfristige Kooperation“, so Rottler. Die Pfrimmtalschule ist die erste Schule in Worms, die mit dem Nationaltheater in der Form kooperiert. Die für die neunten und zehnten Klassen interessanten Stücke wählen die Pädagogen in Mannheim aus. „Und zwar in allen Sparten: Ob aus dem Schauspielhaus, dem Opernhaus, der jungen Oper, dem Schnawwl-Theater oder dem Ballett – wir wollen auch die Formen des Theaters zeigen, die die Schüler sonst vielleicht nicht kennenlernen würden.“

Profil der Schule

Die Profilbildung an Schulen wie es in der Pfrimmtalschule der Fall ist, komme dem Nationaltheater entgegen, sagte Rottler. „In Baden-Württemberg haben die ersten Schulen jetzt die Fächer Literatur und Theater eingeführt.“

Das Kollegium hat die Möglichkeiten, die durch die Kooperation entstehen, im Rahmen eines Studientags von Richter und Rottler vorgestellt bekommen. Zwei speziell ausgebildete Musiklehrkräfte runden das Musiktheater-Angebot ab, berichtete Gnädig, dass die Schule gut aufgestellt sei. Dazu arbeitet die Schule eng mit der Theaterpädagogin Kirsten Zeiser zusammen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 03.05.2014

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„Mal gucken, was so läuft“

Von Martina Wirthwein

REALSCHULE Zukünftige Fünftklässler erkunden außergewöhnliche Arbeitsgruppen und spannende Projekte bei „Pfrimmtal inside“

HOCHHEIM - „Pfrimmtal Realschule inside“ – unter diesem Motto veranstaltete die Realschule plus am Samstagvormittag ihren „Tag der offenen Tür“. Interessierte Eltern und Kinder hatten die Chance, die Schule mit ihrem Programm und Umfeld kennenzulernen. „Damit wollen wir sagen: Ihr könnt reingucken, was bei uns läuft“, bringt Rektorin Simone Gnädig das Ziel der Veranstaltung auf den Punkt. Das Angebot richtete sich vor allem an Viertklässler und ihre Erziehungsberechtigten, die eine weiterführende Schule suchen; aber auch an Schüler höherer Jahrgänge, die sich anders orientieren müssen.

Zehntklässler führten in kleinen Gruppen durch das Schulhaus und informierten über den Alltag an der Schule auf dem Weg in die Klassenräume. Dort begegnete den Besuchern die große Unterrichtsvielfalt. Auch über die Schulsozialarbeit wurden die Eltern und Kinder informiert. Neben den Wahlpflichtfächern bietet die Schule auch sogenannte schuleigene Profilfächer an. Naturwissenschaftliche Fähigkeiten werden im Profilfach „Manatu“ (Bereich Mathematik, Naturwissenschaften, Erdkunde und Umweltschutz) unterrichtet. Musikalisch-künstlerische Fähigkeiten werden im Profilfach Musiktheater ausgearbeitet. Beide Profilfächer sind einzigartig, und man finde sie nur in der Pfrimmtalschule, betont die Rektorin.

Dass man die Eltern von der Schule begeistern wolle, steht natürlich außer Frage. Dazu hat sich die Schule jede Menge einfallen lassen, verriet Simone Gnädig fröhlich und zählte all die Arbeitsgemeinschaften auf, welche von rund 210 Schülern besucht werden; auch vergaß sie nicht die Projekte zu erwähnen, die sich auf die Wahl- und Profilfächer beziehen. Beispiel Chemieprojekt: Hier offerierte die 9 V die „Wunderbare Welt der Cremes“. Verantwortlich hierfür zeichnet Dr. Sibylle Reuter, Fachschaft-Sprecherin für Naturwissenschaften. Schräg über den Schulhof fanden die Interessierten den Physikraum und damit die beeindruckende Welt der Arbeitsgemeinschaft Robotics. Eine sehr begehrte AG, wie Benno Sahre erklärt. Der Informatiker im Ruhestand leitet die Arbeitsgemeinschaft seit zwei Jahren und wirbt kräftig für engagierte Menschen, die sich ehrenamtlich in Arbeitsgemeinschaften in der Schule einbringen.

Was die Jugend hier leistet, das wurde Robert Büssow erst durch die Veranstaltung so richtig bewusst – und er dürfte nicht der einzige gewesen sein. Enkel Alexander habe ihm zwar schon viel von der AG erzählt, aber „ich habe das unterschätzt. Ich bin überrascht, was sich hier abspielt“, bekennt er freimütig. Alexander (11) beispielsweise hat einen Elefanten zusammengebaut. Der erkennt sogar Farben und greift mit seinem Rüssel einen Gegenstand.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 10.02.2014

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WETTBEWERB Ekrem Harmankaya gewinnt Quiz der Wirtschaftsjunioren

WORMS - (red). Ekrem Harmankaya vom Rudi-Stephan-Gymnasium hat das Quiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ gewonnen. Der 15-Jährige setzte sich gegen 61 Schüler durch. „Ekrem hat bewiesen, dass er sich mit Wirtschaftsthemen bestens auskennt“, sagt Alexandra Fischer, Kreissprecherin der Wirtschaftsjunioren Worms. „Dazu gratulieren wir herzlich – und laden Ekrem ein, auch am Bundesfinale in Gummersbach teilzunehmen.“

Im Rahmen einer Preisverleihung bekam Ekrem nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Tablet-PC. Der zweite Platz ging an Severin Stahlmann von der Pfrimmtal Realschule Plus, auf den dritten Rang kam Ozan Polat von der Westend Realschule Plus.

„Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ ist ein Wissensquiz rund um Fragen zu Wirtschaft, Unternehmen, Ausbildung und Allgemeinbildung. Das Quiz ist von den Wirtschaftsjunioren Deutschland entwickelt worden, um Wirtschaftswissen in die Schulen zu bringen. Pro Jahr nehmen rund 40 000 Jugendliche in ganz Deutschland an dem Quiz teil. Nach dem Vorausscheid auf Kreisebene treten die Kreissieger dann in einem Finalwochenende gegeneinander an, das in diesem Jahr von den Wirtschaftsjunioren Oberberg ausgerichtet wird.

„Mit dem Quiz wollen wir Jugendliche für Wirtschaftsthemen interessieren“, erläutert Alexandra Fischer. „Denn wenn sich Jugendliche bei uns bewerben, stellen wir oft fest, dass Unternehmertum und Wirtschaft keine Themen im Unterricht waren.“ Die Wirtschaftsjunioren Worms beteiligen sich bereits seit über 15 Jahren an dem bundesweiten Wettbewerb.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 28.01.2014

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Die eigene Kreativität entdecken

PROJEKT Schüler der Pfrimmtal-Realschule plus gestalten unter Anleitung einer Künstlerin Guckkastenbühnen

Von Ulrike Schäfer

HOCHHEIM - Unter dem Motto „Jedem Kind seine Kunst“ hat das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (BWWK) ein Programm aufgelegt, bei dem Kulturschaffende in Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren und Vereinen Kunstprojekte anbieten können, um die Kreativität von Kindern und Jugendlichen zu fördern, denn „kulturelle Bildung setzt Kräfte und Stärken frei und trägt damit positiv zur Persönlichkeitsentwicklung bei“. 2013 wurden in diesem Rahmen 110 Projekte landesweit verwirklicht.

Die Pfrimmtal-Realschule plus, auch sonst sehr kooperationsfreudig, wenn es um kulturelle Dinge geht, war mit von der Partie. Schüler und Schülerinnen der siebten und achten Hauptschulklasse nahmen an dem Kurs „Musenküssmichmaschine“ teil, den die Wormser Künstlerin Sylvia Richter-Kundel, inspiriert von den Nibelungen-Festspielen, ihren spektakulären Inszenierungen und großen Stars und nicht zuletzt von der regen Jugendtheaterszene, konzipiert hat, um die Jugendlichen über die „komplexe Welt des Theaters an die eigene Kreativität heranzuführen“.

Sie brachte nicht nur viele Anregungen mit, sondern auch eine Fülle an Materialien: Farben, Draht, Holz und Sägespäne, Aststückchen, Steine, Pappe, bunte Dekoelemente aus Plastik, allerlei Fundstücke, Illustrierten- und Zeitungsfotos und schließlich auch Sperrholzplatten. Daraus sägten die Jugendlichen Teile für Guckkastenbühnen aus, leimten und nagelten sie akkurat zusammen und strichen sie schwarz an. Dann füllten sie die kleinen Theater mit Leben.

Doch pubertierende Jugendliche haben in der Regel weniger Musen- als andere Küsse im Kopf und oft nur geringe Lust, sich wirklich Gedanken zu machen. Der Anfang war von daher nicht ganz leicht. Am Ende aber gab es ganz unterschiedliche Geschichten und ganz unterschiedliche Bühnenbilder. Bastian, Miguel und René hatten sich für ein Schlachtenszenario mit Panzern und Soldaten entschieden. Ganz glücklich war die Künstlerin nicht mit diesem Sujet, aber sie lobte die stilsichere Form der Umsetzung.

Das zweite Theaterstück handelte von einer Party der Upper Class. Hier war Sylvia Richter-Kundel vor allem begeistert, welche Fantasie und Ausdauer die Jugendlichen bei der Gestaltung der Requisiten an den Tag legten: Es gab sogar einen Swimmingpool vor der Villa, und selbst die glitzernde Partykugel fehlte nicht.

Den dritten Kasten gestaltete Sarah, die ein überraschendes Gespür für Theater offenbarte. Sie inszenierte einen exotischen Tiergarten mit einer surrealen Kulisse, originellen Bäumen und unter anderem einer Beleuchtung in Form einer Libelle. Das freute Richter-Kundel besonders. „Die Jugendlichen werden in Erinnerung behalten, welche Gedanken sie sich gemacht haben und mit welchen Mitteln sie sie realisiert haben“, ist sie sicher. Dazu dürfte auch das Profilfach Musiktheater beitragen, das Rektorin Simone Gnädig sehr am Herzen liegt.
 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 21.12.2013

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Zu Respekt und Zivilcourage anstiften

PFRIMMTAL-REALSCHULE Soroptimisten überreichen Gedenktafel mit den ersten drei Artikeln der Menschenrechtskonvention

Von Ulrike Schäfer

WORMS - Zur Erinnerung an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 65 Jahren durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde der 10. Dezember zum Tag der Menschenrechte erklärt.

In der Pfrimmtal-Realschule plus (Standort Pfeddersheim) beging man diesen Gedenktag nun auf ganz besondere Weise: Unter dem Motto „Menschenrechte machen Schule“ überreichte der Club der Soroptimisten in Worms, eine Vereinigung sozial engagierter berufstätiger Frauen, der Schule eine Tafel mit dem Wortlaut der drei ersten Artikel der Menschenrechtserklärung, in denen das Recht auf Gleichheit, Freiheit und Unversehrtheit festgeschrieben ist. Sie soll, so Rektorin und Club-Präsidentin Simone Gnädig im Eingangsbereich der Schule angebracht werden.

In den letzten Wochen hatten sich die neunten und zehnten Klassen im Sozialkundeunterricht eingehend mit dem Thema beschäftigt und für die Übergabe eine Präsentation vorbereitet. So zeigten sie zunächst einen Kurzfilm, der deutlich machte, dass viele Menschen gar keine genauen Vorstellungen von Menschenrechten haben. Die Jugendlichen informierten stichwortartig über erste proklamatorische Ansätze wie die Magna Charta (1215), über die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten (1776) und die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der französischen Nationalversammlung (1789) bis hin zur UN-Erklärung. Ausführlicher gingen sie auf die Kinderrechte ein, insbesondere auf die Rechte auf eine fürsorgliche Betreuung, allgemeine Schulbildung und freie Berufswahl.

Ehe Patricia Schäfer, stellvertretende Vorsitzende der Wormser Soroptimisten, die Tafel übergab, erläuterte sie Anliegen und Aktivitäten des Serviceclubs, der seit seiner Gründung im November 2011 schon mit dem Bücherflohmarkt und dem Markt für Exquisites einiges Geld für soziale Zwecke einnehmen und das „atelierblau“ der Lebenshilfe, den Gesundheitsladen im Nordend und ein Schüler-Coaching-Projekt im Rudi-Stephan-Gymnasium unterstützen konnte. Mit dem Verkauf von Papierschmuck aus Kenia wird einer Fraueninitiative in Nairobi geholfen. Die Tafel solle Schüler, Lehrer und Eltern täglich daran erinnern, dass die Menschenrechte ein kostbares Gut sind. „Möge sie zu gegenseitigem Respekt, Zivilcourage und ehrenamtlichem Engagement anregen“, schloss Schäfer ihre Rede.

Persönlichkeit entfalten

Die Pfrimmtal-Realschule plus sei die einzige Schule in Worms, die eine solche Tafel vorweisen könne, bedankte sich Rektorin Gnädig bei den Soroptimisten. Ihr liege besonders Artikel 26, Absatz 2, am Herzen, der in der Ausbildung die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und die Stärkung der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten festschreibe. In diesem Sinne hatten Schülerinnen und Schüler eine weitere Tafel selbst gemalt mit dem einprägsamen Satz: „Jeder ist anders, und das ist okay.“

 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 12.12.2013

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„Nach vorne führen viele Wege“

OVALER TISCH Landesweiter Elternabend / Tipps für die berufliche Zukunft

Von Christian Mayer

Wie geht es weiter nach der Schule? Eine Frage, die oftmals mehr den Eltern als den Kindern auf der Seele brennt – zumindest in der achten Klasse. Mit 14, 15 Jahren denke man noch nicht unbedingt an die berufliche Zukunft.„Und doch ist es beispielsweise elementar wichtig, zu bedenken, dass bei vielen das Halbjahreszeugnis der achten Klasse bereits für die Bewerbung zählt“, betonte Simone Gnädig. Die Schulleiterin der Pfrimmtalschule führte am Montagabend durch eine Veranstaltung, die so noch in 50 weiteren Schulen in ganz Rheinland-Pfalz stattfand, eine Art landesweiter Elternabend. Unter dem Motto „Nach vorne führen viele Wege“ informierten Vertreter des sogenannten Ovalen Tisches – eine Initiative der Ministerpräsidentin Malu Dreyer – im ganzen Land über Möglichkeiten der Berufsausbildung.

Als Referent begrüßte Simone Gnädig Javier Otero, Bezirksjugendsekretär bei der IG Metall. Er nahm das System der dualen Ausbildung in Augenschein. Im Fokus lagen die Arbeit und Aufgaben der Gewerkschaft für Beschäftigte der Metallindustrie und des Metallhandwerks; aber auch die Brennpunkt-Themen Mindestlohn und Tarifverträge. Otero zeigte für manche Eltern bislang unbekannte Ausbildungswege auf und bewies mit Beispielen aus seiner langjährigen Berufspraxis Kompetenz in Sachen Berufswahl.

» Die Eltern haben festgestellt: Wenn alle drei Beteiligten – Eltern, Lehrer und Schüler – zusammenarbeiten, dann ist eine Lehrstelle so gut wie gesichert. «
SIMONE GNÄDIG, Schulleiterin


Marita Koch, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit in Worms, bemerkte, dass das duale System wichtig sei und ein starkes Fundament für die Zukunft der Schüler darstellen könne.

Vielen Eltern war nicht klar, dass die Schüler im Falle des Berufsreifeabschlusses nach der neunten Klasse ihr Zeugnis der achten Klasse benötigen, um sich zu bewerben. „Und wenn die Schüler mit der Berufsreife die Schule verlassen und eine Lehrstelle erfolgreich absolvieren, bekommen sie den Sekundarabschluss dazu“, wies Berufsberaterin Koch hin.

„Die Veranstaltung war eine Bereicherung für die Eltern“, zog Schulleiterin Gnädig ein positives Fazit. Sie plädierte für eine Wiederholung der Veranstaltung mit Javier Otero im kommenden Jahr für die nächsten Achtklässler.
 
Wormser Zeitung vom 20.11.2013

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Wormser Landtagsabgeordnete suchen den Dialog mit Schülern

09.11.2013 - PFEDDERSHEIM

Von Christian Mayer

Wenn es um eine gemeinsame Geschichte geht, bleibt Parteiengeklüngel außen vor. Sehr harmonisch haben deshalb die Neuntklässler der Pfrimmtal-Realschule plus Jens Guth (SPD) und Adolf Kessel (CDU) erlebt. Die beiden Landtagsabgeordneten waren – wie ihre 99 Kollegen – am Freitag in Rheinland-Pfalz unterwegs, um im Vorgriff auf den geschichtsträchtigen 9. November gemeinsam mit Schülern die Ereignisse jenes Datums aufzugreifen. Pogromnacht, Novemberrevolution, Fall der Mauer – über all diese Geschehnisse wussten die Schüler der 9a bestens Bescheid.

Die Abschaffung der Hauptschulen bleibt ein Thema bei den Schülern. „Viele Eltern wollen ihre Kinder gar nicht mehr auf die Hauptschule schicken“, hat Adolf Kessel beobachtet. „Unser Ziel ist es, dass die Jugendlichen möglichst gut in eine Ausbildung gehen können, deshalb fassen wir Hauptschule und Realschule zusammen.“ In Worms habe das funktioniert, so der Landtagsabgeordnete. „Jeder soll sich nach seinen Stärken und Fähigkeiten entwickeln können“, pflichtete ihm Guth bei. Das Thema der künftigen Energiegewinnung gehörte klar zum Fachgebiet des SPD-Abgeordneten: „Die Politik hat beschlossen, dass wir aus der Atomkraft aussteigen und auf erneuerbare Energien setzen. Die Kosten dafür werden auf die Verbraucher umgelegt.“

Interessiert waren die Jugendlichen an der Person Edward Snowden und der Meinung der Landtagsabgeordneten zum NSA-Abhörskandal. „Unter guten Freunden muss man ausdiskutieren, was da passiert ist“, war Kessels klares Statement.

Umgekehrt waren die Politiker gespannt, was ihnen die Schüler mit auf den Weg geben. „Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt eine Reihe von Projekten vor Ort; in Worms zum Beispiel die Ferienspiele des DRK oder die mobile Kunstakademie Mokka“, sagte Guth. „Ihr müsst aber auch hingehen! Die Angebote müssen angenommen werden“, ergänzte Kessel. Das Haus der Jugend etwa müsse alle paar Jahre überprüft werden, so Guth, denn es sei sehr teuer.

Schulleiterin Simone Gnädig zeigte sich glücklich über den Besuch der Landtagsabgeordneten. Guth und Kessel luden die interessierten Schüler ein, sie demnächst im Landtag in Mainz zu besuchen. Dann ging die Tour weiter ins Gauß-Gymnasium und in die Berufsbildende Schule.
 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 09.11.2013

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Wormser Schulsozialarbeit:
Job-Lotsen und Job-Füchse bleiben erhalten -
Rund 200.000 Euro Kosten jährlich für die Stadt

Von Johannes Götzen

Die Job-Lotsen und Job-Füchse sollen erhalten bleiben. Das habe der Haupt- und Finanzausschuss „in großer Einstimmigkeit“ beschlossen, berichtete Oberbürgermeister Michael Kissel nach der nicht öffentlichen Sitzung auf Nachfrage der WZ. Insbesondere die Stelle in der Nelly-Sachs-IGS soll fortgeführt werden, obwohl der Bund seine Förderung für die Schulsozialarbeit auslaufen lasse. Der Ausschuss hat damit einer Vorlage der Stadtverwaltung nicht zugestimmt.

Nelly-Sachs-IGS ist die einzige weiterführende Schwerpunktschule

Die hatte nämlich die Stelle gerade in der IGS für verzichtbar gehalten, weil es dort bislang noch nicht so viele Schulabgänger gibt. Weil die IGS neu eingeführt wurde in Worms, wurden in der Tat im vergangenen Schuljahr erstmals Schüler nach der neunten Klasse ins Berufsleben entlassen. Weil die Zahl der Abgänger aber natürlich von Jahr zu Jahr höher werde, habe der Ausschuss die Stelle erhalten wollen. Zudem hatten die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU im Vorfeld der Sitzung bereits darauf hingewiesen, dass die Nelly-Sachs-IGS die einzige weiterführende Schwerpunktschule sei, also auch beeinträchtigte Kinder habe.

Auch beim Regionalen Übergangsmanagement „RÜM“ läuft die Bundesförderung aus. Doch gerade hier werde wertvolle Netzwerkarbeit geleistet, deshalb sei Jugendpfleger Gerhard Willy „ausgesprochen findig“ gewesen bei der Suche nach einer Lösung, so Kissel. Tatsächlich habe er für die 1,5 Stellen im RÜM-Projekt einen anderen Fördertopf gefunden. Der heißt jetzt „Job-Starter“, enthält wie der bisherige Mittel der EU, greift aber erst bei mindestens 1,75 Stellen. Also wird nun sogar aufgestockt auf diese 1,75 Stellen, somit wird hier die Stadtkasse nicht belastet.

Bund startet Projekte, zieht sich dann aber zurück

Das ist bei der Schulsozialarbeit mit den Job-Lotsen anders. Hier kommen auf die Stadt nun jährlich rund 200.000 Euro Kosten zu, die bislang der Bund getragen hat. Entsprechend verärgert zeigt sich Kissel: Der Bund starte mit einer Förderung solche sehr sinnvollen Projekte, steige dann aber nach ein paar Jahren aus und überlasse den Kommunen die Kosten.

Angesichts der sehr angespannten Lage in den städtischen Kassen muss deshalb auch die Schulsozialarbeit unter einem Vorbehalt stehen:die Aufsichtsbehörde muss noch zustimmen. Rein theoretisch könnte sie ablehnen, denn Schulsozialarbeit ist eine so genannte Freiwillige Leistung der Kommune, auf die es keinen Anspruch gibt.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 26.09.2013

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Geschick und Fitness gefragt

10.09.2013 HOCHHEIM

Von Florian Stenner

SPIELEOLYMPIADE 470 Viertklässler nehmen an Sportfest in Pfrimmtal-Realschule plus teil / Neuntklässer helfen mit

Lautes Kinderlachen und ein buntes Stimmengewirr drangen gestern bereits vor dem Gebäude der Pfrimmtal-Realschule Plus bis auf die Straße. Grund dafür war die vierte Spieleolympiade auf dem Sportgelände der Realschule Plus in Hochheim. Insgesamt sage und schreibe 470 Viertklässler aus den Wormser Grundschulen nahmen über den Vormittag verteilt an dem Sportfest teil.

Unter dem Motto „Dabei sein ist alles!“ bewältigen die Kinder sechs verschiedene Sportdisziplinen. Ob Fußballslalom, Weitsprung oder Ballweitwurf, das breit gefächerte Programm verlangte den Kindern sowohl Geschick als auch körperliche Fitness ab. Benötigten die Mädchen und Jungen nach dem bunten Programm eine kleine Pause, wartete sogleich eine Bastelstation auf die Nachwuchsathleten. Dort waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Und auch an den kleinen Hunger nach dem anstrengenden Sportprogramm war gedacht: Zwei Lehrer hatten mithilfe einiger Neuntklässler einen Obstsalat in der Schulkantine vorbereitet, an dem sich die Kinder umsonst bedienen durften.

Überhaupt wurden die Neuntklässler in die gesamte Veranstaltung eingespannt nach dem Motto: Die Großen helfen den Kleinen. Neben einem „Abhol-Service“ am Eingang der Realschule unterstützten die älteren Schüler auch die Lehrer bei der Zeitmessung und dem Notieren der Ergebnisse. Das klingt nicht nur nach viel Aufwand, sondern ist es auch, wie Organisatorin Simone Waplinger verriet.

Dabei hatte alles einmal so klein angefangen in der Hochheimer Realschule: „Zu unserer ersten Spieleolympiade kamen vor vier Jahre gerade einmal drei Schulkassen. In diesem Jahr haben 20 Klassen teilgenommen.“

Sybille Brand, Lehrerin an der Diesterweg-Grundschule, fand nur lobende Worte für die Veranstaltung: „Ich bin überrascht, wie geordnet das alles hier abläuft.“ Ihre Kollegin Sandra Sabrowski ergänzte: „Es ist schön zu sehen, wenn die Kinder mit einem Strahlen im Gesicht an dir vorbeilaufen.“

Lehrer tauschen sich aus

Doch nicht nur den Schülern machte die Veranstaltung sichtlich Spaß, sondern auch für Lehrer stellte das Sportfest eine gelungene Abwechslung dar. Bei Kaffee und Kuchen blieb am Lehrertisch genügend Zeit „zum informellen Austausch untereinander“, wie die Organisatorin die gemütliche Lehrerrunde beschrieb.

Doch im Vordergrund stand natürlich der Spaß der Kinder. Und trotz aller Rivalität bei den sportlichen Wettkämpfen, blieb stets der Spaß im Vordergrund. Lothar Stegner, der für die einzelnen Stationen der Olympiade verantwortlich war, freute sich: „Ich sehe die Veranstaltung auch immer als eine Art Kennenlernen der Schüler dieser Stadt.“ So dürften sich im nächsten Jahr bestimmt einige der Viertklässler als neue Klassenkameraden an der Pfrimmtal Realschule wiedersehen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 10.09.2013

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Kreative Schriften und Bilder

Von Christian Mayer

NIBELUNGEN-PROJEKT Pfrimmtal-Realschüler setzen sich mit der bekannten Sage auseinander


Wie ein Comic reihen sich die kreativen Schriften und Bilder zum Nibelungenlied an der Glaswand des Nibelungenmuseums aneinander. Ein halbes Jahr lang wurde hier Tinte hergestellt, Papier geschöpft und das Nibelungenlied nachgeschrieben. Ganz wie ihre mittelalterlichen Vorbilder es damals auch gemacht haben. Dass es nicht wie heute ist – Laptop aufklappen und lostippen –, haben die 26 Zehntklässler der Pfrimmtal-„Realschule plus“ in einer AG gelernt. Das Ergebnis der Kooperation zwischen Schule und Museum präsentierten die Schüler am Dienstag im Museum.

Bei Schulleiterin bedankt

Dr. Olaf Mückain, Kurator der Wormser Museen, bedankte sich bei Schulleiterin Simone Gnädig für die „Experimentierfreude“, die sie in Form der Kooperation bereits seit 2009 an den Tage lege. Er lud die Schüler, die einmal pro Woche nach dem Unterricht ins Museum kamen, auch privat in die Museen ein: „Wir freuen uns, wenn Ihr alle wiederkommt!“

Auch der Beigeordnete Hans-Joachim Kosubek nannte es „immer sinnvoll“, wenn Schulen in Museen gehen und mehrere Facetten der Wormser Geschichte kennenlernen: „Es geht darum, dass man mit Materialien und Themen arbeitet; dass man überlegt, konzipiert und schließlich umsetzt – das ist im Klassenverband nicht immer so möglich.“ Schulen müssten sich immer mehr auf dem Markt behaupten – und das gelinge der Pfrimmtal-Realschule sehr gut, bescheinigte der Schuldezernent. „Kinder und Jugendliche, die nie im Museum waren, gehen auch als Erwachsene nicht mehr rein“, sagte er.

Schulleiterin Gnädig dankte den Verantwortlichen der Museumspädagogik, die in Worms unter „Museum live“ zusammengefasst wird, Ulrike Standke und Isabell Schärf-Miehe, für ihre Kreativität bei der Zusammenstellung ihres Programms. Im Laufe des vergangenen Jahres war die Realschule nicht nur im Nibelungenmuseum, sondern hat alle vier Museen besucht. Dorothee Ader war in den letzten sechs Monaten für die Schreibstube verantwortlich. Unter dem Motto „Vom Federkiel zum Edding“ hat sie mit Rollenspielen und praktischen Arbeiten mit den Schülern das Nibelungenlied geschrieben.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 29.06.2013

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Als Beste vom Platz gehen

Von Martina Wirthwein

LEICHTATHLETIK Bei den Stadtsportmeisterschaften genießen Schülerteams den Wettkampf

Der Wettkampf ist im Sport immer das Wesentliche, denn irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem der Wunsch da ist, sich gegenseitig zu messen. Die Stadtsportmeisterschaften in Leichtathletik bieten hierfür eine gute Grundlage.

Bereits zum zweiten Mal war die Pfrimmtal-Realschule plus Organisator der jährlichen Veranstaltung. Teilgenommen haben Schülermannschaften der fünften bis zehnten Klassenstufe der Nibelungen-Realschule plus, Karmeliter / Staudinger Realschule plus, der Nelly-Sachs-IGS, Realschule Westend und natürlich der Gastgeber – der Pfrimmtalschule. Pro Schule starteten jeweils zwölf Schüler in den Disziplinen Ballwurf, Weitsprung und Lauf, nebst einem Ausdauerlauf von 800 bis 1000 Meter. Rund 60 Schüler also, die mit hohen Erwartungen, aber auch einer großen Portion Spaß am Sport am gestrigen Morgen die Umkleidekabinen stürmten. Schließlich sind sie Sportbegeisterte durch und durch und gehören zu den erfolgreichen Teilnehmern der jüngsten Bundesjugendspielen. Auch wenn die Freude am Sport im Vordergrund stand, war es natürlich für jede Schule ein großer Anreiz, als Beste vom Platz zu gehen.

„Es ist uns eine Ehre“, brachten es die beiden Sportlehrer in der IGS, Sabine Graffy und Sören Holle auf den Punkt. „Chef“ der Veranstaltung ist Lothar Stegner. Er ist der Fachleiter Sport an der Pfrimmtalschule und mit sichtlicher Begeisterung bei der Sache – zumal sich das Sportgelände der Schule für solcherlei Veranstaltung geradezu anbietet. Lediglich das Wetter spielte anfangs nicht mit, starteten doc h die Teilnehmer im morgendlichen Regen. „Aber es war nicht so schlimm“, winkt Stegner ab. Die Schüler konnten sich in der angrenzenden Turnhalle trocknen und aufwärmen. Umso mehr war es dem Sportlehrer ein Anliegen, die Leistungen und Disziplin aller Teilnehmer zu loben. „Es gab auch keinen Zoff und in den Umkleidekabinen sieht es ordentlich aus“, hob er zudem hervor.

Nach Ende der letzten Disziplin hieß es geduldig warten auf die Bekanntgabe der Platzierungen. Einige nutzten die Gelegenheit, um Erinnerungsfotos zu schießen, während die Helfer die von Sponsoren gestifteten Preise auf der Bühne deponierten. Die Nase vorn hatte die Karmeliter / Staudinger Realschule plus, gefolgt vom Gastgeber – der Pfrimmtalschule. Platz drei sicherte sich die Realschule Westend, Rang vier die IGS und auf dem fünften Platz liegt die Nibelungenschule.

Doch nicht nur die besten Schulen wurden ermittelt, auch die beste Schülerin und der Schüler wurde geehrt – in diesem Jahr heißen die Besten Luna Striegel (IGS) und Albert Feiler (Pfrimmtalschule). Sie hatten in der Gesamtpunktzahl die Nase vorn. Als Lohn und Anreiz dürfen die beiden drei Monate kostenfrei im Fitnessstudio Injoy (vormals Black and White) nach Herzenslust alle Geräte und Bereiche ausprobieren.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 28.06.2013

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Mittelaltermarkt: Worms-Hochheim taucht stilvoll ab


Von Martina Wirthwein

Die Ansage ist eindeutig: „Fressen und saufen sollt ihr, so lange der Taler reiche“, erklärt Büttel „Heinrich vun de Tafelgass“. Auch mahnt er die Schankwirte, kein Wasser in Met und Bier zu mischen, denn das ziehe eine Strafe von zwölf Talern nach sich. Mit höflichem Händegeklapper bekunden die Anwesenden, die Marktordnung gehört und verstanden zu haben.

Der Markt konnte also beginnen, im Dorfe Hochheim, am neunten Tag im sechsten Monat anno 2013. Der Büttel heißt im wirklichen Leben Rainer Ocker und hat den nunmehr dritten Mittelaltermarkt im Wormser Stadtteil gemeinsam mit dem Dorfvogt – alias Ortsvorsteher Timo Horst – organisiert. Und der freute sich über die reichlich vertretenen Marktbeschicker, die den Weg aus augenscheinlich vielen Jahrhunderten in die heutige Zeit gefunden hatten und die Besucher Zeuge werden ließen von ihren alten Künsten.

Nicht nur der Schmiedehammer fuhr hernieder, auch der Schreinermeister war gekommen, um schmucke Holzanhänger mit dem Hochheimer Wappen feilzubieten, während die Pfadfinder vom Stamm der Nibelungen Stockbrot buken, Marktleute Obst und Gemüse ausgaben und der Gaukler Marbun seine Späße mit den Besuchern trieb. In der alten Schule, unter anderem die Residenz des Dorfvogts, verweilten derweil die fliegenden Händlerinnen, um ihre Ware feilzubieten.

Herrliche Düfte lagen in der Luft, dank edler Seifen und Badesalze; ferner verlockten funkelnde Geschmeide zum steten Öffnen der Geldkatze. Gleich daneben hingen verschiedene Modelle mittelalterlicher Gewandung. Woher nimmt man eigentlich die Kenntnis über die Schnitte und Designs der damaligen Zeit? „Als Grundlage gilt der Wandteppich von Bayeux“, erklärte Beschickerin Iris Kinzel. Denn darauf kann man – neben vielem anderen – auch die Gewänder der Menschen detailliert betrachten. Die Novizenschule (Pfrimmtal Realschule plus) bot derweil die in kunstvollem Papier eingeschlagene Nibelungensage an und warb schon einmal für eine Vernissage im Nibelungenmuseum (siehe Infokasten).

Im Raum nebenan waren fleißige Speisezubereiterinnen dabei, ein deftiges Frühstück zusammenzustellen. „Wurst, Käse, Brot, Eier und Wurzelgemüse, wie Sellerie und Rote Beete, kannte man auch damals“, war über die Wahl der Zutaten zu erfahren. Ach ja, eine Frage blieb da noch: Wie betitelte man eigentlich seinerzeit eine Zeitung? Heimatvereinsvorsitzender Wolfgang Hasch wusste natürlich die Antwort. „Um 1800 sprach man vom Intelligenzblatt“, erklärte er.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 10.06.2013

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Berufsziele im Blick: Vertreter aus Betrieben und Schulen diskutieren an der Pfrimmtal Realschule plus

Von Ulrike Schäfer

Ein großer Kreis von Vertretern aus Industrie, Handwerk und Dienstleistungsunternehmen folgte der Einladung von Rektorin Simone Gnädig zum Runden Tisch Schule-Betriebe in die Pfrimmtal Realschule plus, um mit ihr und den verantwortlichen Lehrern über Verbesserungen von Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung zu diskutieren.

Nadja Faul vom Berufsförderungsteam der Schule stellte zunächst vor, was in Richtung Berufsförderung bereits getan wurde und noch ansteht, unter anderem auch die Teilnahme der siebten Klassen am Berufsorientierungsprojekt (BOP) des DRK-Berufsbildungswerks. Kollege Andreas Leitert berichtete über die Profil-Fächer, die die Pfrimmtalschule ergänzend zu den neuen Wahlpflichtfächern ab dem Schuljahr 2014/15 in den 8. Klassen einführen wird. Es handelt sich dabei um „Manatu“ (Mathematik, Naturwissenschaft und Technikunterricht) und Musiktheater. Für Letzteres ist eine Kooperation mit vielen außerschulischen Partnern erwünscht. Geplant sind ein Stomp-Projekt sowie eine Inszenierung von „Romeo und Julia“. Im naturwissenschaftlichen Bereich stehe zunächst die Pfrimm im Mittelpunkt, als zweites Projekt ist die erneuerbare Energie angedacht bis hin zur eigenen Herstellung von Solarzellen. Über eine Beteiligung von außen freue man sich, schloss Leitert seinen Vortrag.

Rektorin Gnädig leitete dann zu dem Thema über, das alle beschäftigt. 82 Schüler werden die Schule zum Sommer verlassen, 27 wollen das zehnte Schuljahr absolvieren, der überwiegende Rest hat noch keine Lehrstelle. „Aber es steckt noch viel Dynamik drin“, verbreitete Gnädig Optimismus. „Unser Ziel ist es, mindestens 20 Jugendliche in die Duale Ausbildung zu bringen.“

Zudem müsse die Berufsvorbereitung der nächsten Abgangsklassen schon geplant werden, und das mit weniger Personal und möglicherweise auch ohne die Unterstützung des Regionalen Übergangsmanagements (RÜM), dessen Fortsetzung aus finanziellen Gründen gefährdet ist. Florian Geil vom Berufsorientierungsteam erläuterte, wie unter diesen Bedingungen das Bewerbercamp vom 16. bis 20. September dieses Jahres geplant ist.

In der Folge entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Es ging um die Bedeutung der Noten für die Einstellung, die manche der Anwesenden im Blick auf die Berufsschule für sehr wichtig hielten, andere legten mehr Gewicht auf das Verhalten, die sozialen Kompetenzen, eine aufrichtige Selbstreflexion und eine spürbare Motivation, in der Ausbildung das Beste zu geben. Allgemein fand man, dass das Bewerbercamp zu spät stattfindet. Auch wurde betont, dass ein wichtiger Aspekt der Berufsvorbereitung das Herausarbeiten und Darstellen der eigenen Stärken und Schwächen sein müsse. Die Schulleitung nahm alle Anregungen aufmerksam an. Für dieses Jahr könne man an der Terminierung des Camps nichts mehr ändern, bedauerte Simone Gnädig, dafür wolle man es im nächsten Jahr schon vor den Sommerferien anbieten.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 18.05.2013

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Zuschuss für Mittagessen an fünf Schulen


(rok). Ganztagsschüler brauchen ein warmes Mittagessen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat deshalb für die Schuljahre 2013/14 sowie 2014/15 einen Zuschuss von 148 500 Euro bewilligt, um die Verpflegung an fünf Wormser Schulen sicherzustellen. Zehn Firmen waren aufgefordert, ihre Angebote im Rathaus abzugeben, fünf zeigten Interesse, am Ende machte die Firma Apetito (Rheine) das Rennen, berichtete OB Michael Kissel aus der nicht öffentlichen Sitzung.

Die Kosten für den Mittagstisch belaufen sich für die beiden Schuljahre auf rund 670 000 Euro. Die Eltern müssen sich mit einem Eigenbeitrag von drei Euro pro Kind und Essen beteiligen. „Wir haben allerdings für Berechtigte des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung die Möglichkeit, das Essen kostenlos auszugeben“, ergänzte der Stadtchef. Für andere Kinder aus sozial schwachen Häusern sei auf Antrag eine Reduzierung auf einen Euro möglich. Apetito wird Staudinger-Grundschule, Karmeliter-Realschule plus, Pfrimmtal-Realschule plus, IGS und Rudi-Stephan-Gymnasium beliefern. Die Essenpreise schwanken zwischen 3,15 Euro und 3,75 Euro.

92 000 Euro bewilligte der Ausschuss außerdem für das Mittagessen in der Pestalozzischule. Der Auftrag für die nächsten beiden Jahre ging an die Wormser Lebenshilfe, dem einzigen Bieter, der sich auf die Ausschreibung hin beworben hatte.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 14.05.2013

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Wormser Realschulen plus mit stabiler Schülerzahl - Keine Schließungen zu erwarten


Von Roland Keth

In Rheinland-Pfalz müssen etliche Realschulen plus wegen sinkender Schülerzahlen fürchten, dass sie in naher Zukunft von der Landesregierung dicht gemacht werden. „Eine solche Diskussion bleibt uns glücklicherweise erspart, unsere Realschulen plus haben sich alle behauptet“, freut sich Beigeordneter Hans-Joachim Kosubek. „Auch die Nibelungen-Realschule plus hat es geschafft“, fügt er hinzu, nachdem die Schule zuletzt ein wenig „gewackelt“ hatte, bis sie die vorgegebene Dreizügigkeit geschafft hatte. „Das liegt aber auch ein bisschen daran, dass viele unserer Eltern glauben, ihre Kinder gingen sowieso in die Nibelungenschule und sie gar nicht angemeldet werden müssen“, weiß Schulleiterin Margit Zobitz. Egal: Jetzt liegt ihre Schule über der „Schallmauer“, gefordert sind 51 Anmeldungen, aktuell liegen 56 vor (siehe Daten & Fakten).

Was die Pfrimmtal-Realschule plus anlangt, so haben Schulträger- beziehungsweise Haupt- und Finanzausschuss einem Antrag von Rektorin Simone Gnädig einmütig zugestimmt. Demnach sollen die fünften und sechsten Klassen weiter am Stammsitz Diesterweg bleiben, zusammen mit den Siebt- und Achtklässlern.

Neunte und zehnte Klassen am zweiten Standort

Die neunten und zehnten Klassen sollen am zweiten Standort Paternusschule unterrichtet werden. Ursprünglich war geplant, dass fünfte und sechste Klassen in Pfeddersheim unterkommen sollten. „Weil wir in Pfeddersheim aber aus finanziellen Gründen keinen Ganztagsbereich mit Mittagessen einrichten können, macht diese Regelung Sinn“, hat Bereichtsleiterin Andrea Müller den Antrag unterstützt. Die Paternusschule ist derzeit noch zweigeteilt, weil dort auch noch die alte Hauptschule mit den auslaufenden Klassen sieben bis neun daheim ist.

Was die Schülerzahlen in den Grundschulen angeht, so wird es in den nächsten ein bis zwei Jahren zu einem leichten Anstieg kommen, weiß die Schulverwaltung. „Danach geht es wieder runter. Aber keine Grundschule ist in Gefahr, damit liegen wir auch hier im Vergleich zu anderen Regionen sehr gut“, berichtet Kosubek.

Zusätzliche Räume benötigt

Da die Landesregierung jedoch die Messzahl von 30 auf 25 Schüler pro Klasse gesenkt hat, kommen auf die Stadt neue Aufgaben zu: Sie muss zusätzliche Räume schaffen. Betroffen ist etwa die Diesterweg-Grundschule. Weil sie bis zum Schuljahr 14/15 um zwei Klassen wächst, muss die Stadt zwei Container aufstellen. Auch die Neusatz-Grundschule platzt aus allen Nähten, außerdem müssen hier Brandschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

„Dadurch fallen viele kleinere Räume weg, die neu geschaffen werden müssen. Und da wir aus Platzgründen im ohnehin engen Schulhof keine Container aufstellen können, muss eventuell die Volkshochschule Räume abgeben“, deutet Kosubek an, wohin die Reise gehen könnte. Wie bereits berichtet, klagt die Westend-Grundschule ebenfalls. Auch diese Schule wächst um zwei Klassen und braucht neue Säle. Unabhängig von der Frage, ob die Einrichtung Schwerpunktschule wird und welche zusätzlichen Räume sie dann noch bräuchte.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 14.05.2013

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Über die Jeans zum Judentum


Von Christian Mayer

PFRIMMTALSCHULE Mitarbeiter des Jüdischen Museums in Berlin erreichen die Schüler über ihren eigenen Alltag

Als Löb Strauß vor über hundert Jahren Goldgräbern für ihren Knochenjob erstmals strapazierfähige Hosen nähte, dachte er nicht einmal im Traum daran, dass er damit die heute meist getragene Hose der Welt erfunden hatte. Noch viel weniger hätten die Schüler der Pfrimmtalschule geglaubt, dass ihre heiß geliebten Jeans von dem Juden Löb Strauß – besser bekannt als Levi Strauss – stammen. Es ist die Strategie von Tanja Kinzel und ihren Kollegen, den Schülern über ihren ganz normalen Alltag die jüdische Religion näher zu bringen: Jeans tragen mehr als 90 Prozent der Schüler. Musik der jüdischen Sängerin Amy Winehouse haben etliche Schülerinnen auf ihrem iPod. Und nicht wenige werden sich am Morgen die Hände mit „Nivea“-Creme eingerieben haben, die 1911 von drei Juden entwickelt worden war.

Tanja Kinzel ist eine von zwölf „On-Tour-Guides“ im Jüdischen Museum Berlin, dem größten Museum über jüdische Geschichte in ganz Europa. Bereits seit sechs Jahren besucht die mobile Ausstellung jeden Tag eine andere Schule – davon ausgehend, dass nicht jeder Schüler die Gelegenheit hat, ins Jüdische Museum zu kommen. „Fünf Jahre lang habe ich darum gekämpft, dass das mobile Museum auch zu uns an die Schule kommt“, erzählt Schulleiterin Simone Gnädig – am Freitag war es soweit. In Worms ist es insbesondere die eigene jüdische Geschichte, auf die Kinzel und ihre Kollegen eingehen. Hauptfigur ist da natürlich der Rabbiner Raschi, der im elften Jahrhundert in Worms studiert hat.

Besonders sensibilisiert für das Thema waren die muslimischen Schüler, ist Tanja Kinzel aufgefallen: „Sie wissen, wie es ist, als Minderheit in einem Land zu leben.“

Anna Knorr und Maurice Eberle besuchen beide die zehnte Klasse der Pfrimmtalschule. Maurice konnte mit jüdischer Geschichte vorher nicht viel anfangen: „Mir hat das Thema gar nicht zugesagt, aber der Referent des Museums hat es so rübergebracht, dass es mich interessiert hat.“ Maurice und auch Anna schwärmen von Jan Beckmann. Der Museumspädagoge bietet den Schülern gleich zu Beginn das Du an; versteht es, die Workshops mit kleinen Späßen aufzulockern. „Er war mit uns Schülern auf einer Wellenlänge“, sagt Anna. „So hat es mehr Spaß gemacht“, meint Maurice. Die Schüler waren erstaunt, wie weitläufig das Thema Judentum doch ist – und sogar Geschichtslehrer Cengiz Uzun hat neue Dinge gelernt. „Ich habe zwei Abläufe miterlebt, und keiner der Workshops war identisch“, zeigt sich Uzun erstaunt, wie sehr sich die Referenten Jan Beckmann und Alexander Green den Neunt- und Zehntklässlern angepasst haben. „Mit wenigen Informationen haben sie große Netze in den Köpfen der Schüler gebildet und keine Fragen offen gelassen“, freut sich der Geschichtslehrer. Hätte Löb Strauß damals gewusst, dass er mal Eisbrecher zwischen Jugendlichen und der jüdischen Geschichte sein würde – es hätte ihn umso stolzer auf sein Lebenswerk gemacht.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 29.04.2013

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Realschule plus: Mehr Aufklärung für Eltern in Worms gefordert


Von Nadine Schrade

Zum Schuljahr 2011/12 wurde in Worms die vom Land vorgegebene Schulstrukturreform Realität, als die vier neuen Realschulen plus an den Start gingen und die ehemaligen Hauptschulen zu Auslaufmodellen wurden. Jetzt hatte die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) zu einer Podiumsdiskussion in die Aula der Nibelungenschule eingeladen, um nach der Anfangsphase eine erste Bilanz zu ziehen. Dabei diskutierten Margit Zobetz als Schulleiterin der Nibelungenschule und Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Christian Diehl, Realschullehrer an der Karmeliter Realschule plus, Uwe Hock, Schulelternsprecher der Nibelungenschule, Schuldezernent Hans-Joachim Kosubek, Alexander Witt, wie Zobetz im GEW-Kreisvorstand, und Herbert Petri vom Bildungsministerium.

Berater sollen helfen

In zwei Diskussionsrunden wurden die bisherigen Veränderungen in der Schullandschaft durch die neue Schulstrukturreform aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und die noch offenen Probleme angesprochen. Einig waren sich alle Beteiligten in einem Punkt: Eine schlussendliche Einschätzung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, zu jung ist das neue Schulsystem Realschule plus, zu groß ist momentan noch das gesellschaftliche Annahmeproblem.

Vor allem vonseiten der Lehrer gab es Kritik, was den Bereich der Aufklärung angeht. Firmen und Eltern wüssten kaum über das System Realschule plus Bescheid, erklärte Schulelternsprecher Uwe Hock. Dies führe dazu, dass Kinder auch ohne eine Empfehlung auf das Gymnasium geschickt würden, da viele Begriffe, wie „Hauptschule mit 10. Klasse“, negativ besetzt seien und die Eltern abschreckten wegen mangelnder Aufklärung. An dieser Stelle müsse deutlich mehr informiert werden, doch dazu mangelt es den Lehrern an Zeit, hieß es von Pädagogenseite. „Zeit“ ist ein Stichwort, das während der Diskussion des Öfteren fiel. Nicht nur schwierige Schüler, auch Schüler mit Migrationshintergrund, die häufig kein Wort Deutsch sprechen, lernschwache Schüler oder der Bereich der Berufsorientierung, der fester Bestandteil des Konzeptes der Realschule plus ist, verlangten deutlich mehr Aufwand, als den Lehrern möglich sei. „Wir brauchen dazu mehr Mittel!“, forderte Realschullehrer Christian Diehl.

Doch erste Schritte sind getan. Die Nibelungenschule und die Karmeliter Realschule werden generalsaniert, das Raumprogramm wird hier umgesetzt. Wahlpflichtberater werden an die Schulen geschickt, um die Lehrer im Unterrichtsfeld der Berufsberatung zu unterstützen, Schulentwicklungsberater sind den Haupt- und Realschullehrern eine Stütze für eine bessere Zusammenarbeit.

„In Worms haben wir nur stabile Realschulen plus, die zukunftsfähig sind“, versicherte Hans-Joachim Kosubek.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 27.04.2013

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„Geschichte ist alles andere als langweilig“

Jüdisches Museum Berlin gestern mit mobiler Ausstellung in Pfrimmtal-Realschule Plus „on.tour“


VON JUDITH OBERLE

Fünf Jahre lang hatte Schulleiterin Simone Gnädig versucht, die mobile Ausstellung nach Worms zu holen. Jetzt hatte sie es geschafft und der Erfolg gibt ihr recht, denn „Geschichte ist alles andere als langweilig“.

Gerade als Wormser Bürger und somit auch als Einwohner einer Stadt mit großem jüdischen Erbe, sollte man über die jüdische Religion informiert sein.

Gestern war die mobile Bildungsinitiative „on.tour – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule“ in Rheinland-Pfalz und dem Saarland unterwegs, um Schülern die Religion, Geschichte und Kultur des Judentums in Workshops näher zu bringen. Auch an der Pfrimmtal-Realschule Plus machten die Berliner Halt. Dabei wurden auch regionale Bezüge zur Wormser Synagoge oder dem „Heiligen Sand“ von den Berliner Museumspädagogen gemeinsam mit den Schülern hergestellt.

Quelle und Link zum Originalartikel: Nibelungen Kurier vom 26.04.2013

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Zahl der Schüler in Worms bleibt stabil:
Weiterführende Schulen melden konstante Anmeldezahlen bei fünften Klassen


Von Roland Keth

Vielerorts wird von Schülerrückgängen geredet. In Worms kann davon keine Rede sein, das belegen die aktuellen Anmeldezahlen für die fünften Klassen der weiterführenden Schulen für das kommende Schuljahr. „Die Schülerzahlen sind sehr konstant geblieben, so dass für uns kein Handlungsbedarf besteht“, freut sich Schuldezernent Hans-Joachim Kosubek als Vertreter der Stadt, die als Schulträger im Bedarfsfall baulich reagieren muss. Da die Kommune in den nächsten Jahren ohnehin Millionen investiert, um ihre in die Jahre gekommenen Schulen wieder auf Vordermann zu bringen, ist das natürlich eine gute Nachricht.

Exakt auf Vorjahresniveau

Eine Zahl ist ihm und Bereichsleiterin Andrea Müller allerdings sofort ins Auge gesprungen. Die Gymnasien liegen mit ihren Anmeldungen exakt auf Vorjahresniveau. Die Zahl der auswärtigen Schüler hat sich allerdings halbiert, sie sank von 122 auf aktuell 60 Fünftklässler. Warum? Darauf können sich die beiden momentan keinen Reim machen. Sind die weiterführenden Schulen im Umland – beispielsweise die IGS Osthofen, die Realschulen plus in Eich, Westhofen oder Bobenheim-Roxheim oder das Gymnasium in Grünstadt – plötzlich attraktiver geworden? „Darüber müssen wir nachdenken, das ist merkwürdig. Wir haben dazu noch keine Erklärung“, rätselt Kosubek.

Stärkstes Gymnasium ist einmal mehr das „Gauß“ mit 168 Anmeldungen. Im Vorjahr waren es noch 208. „Vergleiche zum Schuljahr 2012/13 zu ziehen, bringt allerdings wenig, da wir damals einen Zeitraum von 14 Anmeldemonaten und damit einen starken Einschulungsjahrgang hatten“, urteilt Andrea Müller. 2011/12 hatte das Gauß 152 Anmeldungen.

Nibelungenschule stabilisiert

Beim Blick auf die Realschulen plus freut sich Kosubek, dass sich die Nibelungenschule stabilisiert hat. Die Westend-Realschule werde kommendes Schuljahr noch einmal vierzügig fahren. „Langfristig gehen wir jedoch von einer Dreizügigkeit aus, sonst würde es räumlich auch sehr eng werden“, urteilt Andrea Müller.

Bei der Pfrimmtal-Realschule war eigentlich geplant, Fünft- und Sechstklässler am Standort Paternusschule Pfeddersheim einzuschulen. „Auf Bitten der Schule wollen wir das ändern und diese Schüler weiter am Stammsitz Diesterweg aufnehmen“, erläutert die Bereichsleiterin. Grund: Der geplante Ausbau des Ganztagsbereiches in Pfeddersheim geht nicht so schnell wie gedacht. In der Diesterwegschule ist der Ganztagsbetrieb demgegenüber gut organisiert.

Bei der Karmeliter-Staudinger Realschule geht man im Rathaus davon aus, dass die Dependance Staudinger bis zum Schuljahr 2014/15 komplett aufgegeben werden kann, alle Schüler dann in der Goethe¬straße unterkommen und die frei werdenden Räumlichkeiten ab Schuljahr 2016/17 dann für das Gauß-Gymnasium nutzbar sein werden.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 21.03.2013

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Das Bildungssystem im Fokus

Die SPD Worms lädt alle interessierten Mitglieder und Nichtmitglieder ein zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Bildung "AfB im Unterbezirk Worms" am Mittwoch, dem 27. Februar, um 19 Uhr in der Mensa der Pfrimmtal-Realschule Plus/ Diesterweg-Schule, Nievergoltstraße 63 in 67549 Worms. Die AfB soll allen Mitgliedern und mit der SPD befreundeten Personen offen stehen, die an den bildungspolitischen Diskussionen und Veränderungen des Bildungssystems vor Ort, im Land und im Bund interessiert sind und sich beteiligen wollen. Auch Doris Ahnen, MdL, stellv. Landesvorsitzende der SPD Rheinland-Pfalz und Staatsministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, wird als Schirmherrinanwesen sein. Im Rahmen der Veranstaltung soll der zukünftige Vorstand der Arbeitsgemeinschaft gewählt werden.  

Quelle und Link zum Originalartikel: Nibelungen Kurier vom 27.02.2013

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Klassenräume und Nachmittagsbetreuung

SPD: Diesterwegschule braucht weitere Räume / Sanierungsbedarf auch an der Pfrimmtalschule

Bereits vor sechs Jahren hatte die Hochheimer SPD gemeinsam mit Bürgermeister Georg Büttler eine Begehung in der Diesterweg Grundschule durchgeführt und damit auf die Dringlichkeit der Generalsanierung hingewiesen. "Dank der Unterstützung des Bürgermeisters konnte dann auch schon im kommenden Jahr mit der Sanierung begonnen werden", freut sich Ortsvorsteher Timo Horst heute.

Inzwischen habe sich viel getan, so Horst bei einer öffentlichen Vorstandssitzung der Hochheimer SPD. Die Sozialdemokraten hatten den Schulleiter der Grundschule Uli Bottelberger zur Information und Diskussion eingeladen. Gestartet war die Sanierung vor fünf Jahren, mittlerweile beginne bereits der dritte Abschnitt der Maßnahme und die Schule sei hocherfreut über den Fortgang, so Bottelberger.

Auch Ortsvorsteher Timo Horst bekräftigte, wie wichtig die Diesterweg-Grundschule als wohnortnahe Bildungseinrichtung für Hochheim sei. Dies zeige sich auch an den beständigen Schülerzahlen, denn in den kommenden Schuljahren können wahrscheinlich zwölf Klassen gebildet werden. Dies hat mit der gesunkenen Klassenmesszahl zutun, die im vergangenen Schuljahr auf 24 festgesetzt wurde. Dann fehlen allerdings zwei Klassenräume, erklärte Bottelberger. Noch weiß der Schulleiter nicht, wo die Schüler untergebracht werden sollen. Auch für die flexible Nachmittagsbetreuung der "Betreuenden Grundschule" bestehe Raumbedarf. Leider müssen zurzeit Schüler abgewiesen werden, da alle Plätze belegt seien. Der Bedarf an Nachmittagsbetreuung sei hoch, so der Schulleiter. Hier will die SPD gemeinsam mit der Stadtverwaltung eine Lösung finden.

Derzeit stehen für zehn Klassen ebenso viele Klassenräume zur Verfügung. Ausweichmöglichkeit bestehe lediglich, wenn eine Klasse Sportunterricht hat. Dann kann der Klassensaal beispielsweise für den Religionsunterricht genutzt werden. Trixi Kuklinski und Rainer Ocker erkundigten sich nach der Parkplatzsituation und den Gefahrensituationen durch das hohe Verkehrsaufkommen bei Schulbeginn und –ende. Hier lobte Bottelberger die Einsicht vieler Eltern, die nur in den erlaubten Bereichen parkten. Trotzdem gibt es zu den Bring- und Abholzeiten immer wieder Probleme und Gefahrensituationen durch das erhöhte Verkehrsaufkommen im Wendehammer.

Auch Ortsvereinsvorsitzende Maria Hilberg lobte die Entwicklung der Schule und das engagierte Lehrerkollegium. Allerdings sei, so Horst, Schulstandort insgesamt, einschließlich der Pfrimmtalschule Realschuleplus in den Fokus zu nehmen. Der langfristige Bestand der Pfrimmtalschule stehe aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen schulischen Entwicklung und des Wohnumfeldes mit seinen Potentialen wohl außer Frage, so dass die am gleichen Standort stehende Realschuleplus nicht nur saniert, sondern auch das dazugehörige Raumprogramm konkret geplant und umgesetzt werden müsste.

In dem Zusammenhang sei auch zu prüfen, ob die benachbarte Grundschule räumlich zu erweitern, zumal sich aufgrund der durchgeführten Sanierung die Möglichkeit anbiete, eine Schwerpunktschule mit integrativer Ausrichtung zu schaffen.

"Wir werden uns jetzt umgehend mit dem zuständigen Schuldezernent Hans-Joachim Kosubek in Verbindung setzen, der das Raumprogramm der Schulen abschließend und verbindlich darlegen muss, damit bereits begonnen Maßnahmen der Sanierung am Schulstandort Diesterweg-/Pfrimmtalschule nicht ins Stocken geraten", erläutert Hilberg das weitere Vorgehen der SPD Hochheim. Der Sanierungsbedarf auch an der Pfrimmtalschule verlange ein zügiges Handeln. 

Quelle und Link zum Originalartikel: Nibelungen Kurier vom 07.02.2013

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„Oft fehlt die gute Kinderstube“

Von Christian Mayer

AUSBILDUNG - Evonik-Vertreter vermisst bei Jugendlichen angemessenes Sozialverhalten / Arbeitskreis Schule - Wirtschaft wiederbelebt

Wer ist eigentlich verantwortlich für die Erziehung von Jugendlichen? Die Wirtschaft, die händeringend nach sozial kompetenten Auszubildenden sucht, verweist auf die Schulen. Lehrer wiederum verweisen auf Eltern, Eltern auf Lehrer. Scheinbar ein Teufelskreis - und um aus diesem auszubrechen, haben sich am Dienstagabend Vertreter von Wirtschaft, Schulen und Elternschaft im „Wormser“ getroffen. Es war die Auftaktveranstaltung zur Wiederbelebung eines Arbeitskreises, der bereits vor einigen Jahren in Worms aktiv war: Der Arbeitskreis „Schule - Wirtschaft“.

Das Ziel des Arbeitskreises formulierte Olaf Aschmann, der als Moderator durch die Veranstaltung führte: „Wir wollen aus dem Arbeitskreis einen Arbeitsprozess machen, der Perspektiven eröffnet, um den Übergang von der Schule in den Beruf besser zu machen.“

Der Arbeitskreis lernte an diesem Abend vier völlig unterschiedliche Sichtweisen kennen. Hartmut Sass ist Ausbildungsleiter bei Evonik. Das provokante Motto des Abends, „Ausbildung ohne Azubis?“, stelle für ihn einen Albtraum dar. „Ich mache mir große Gedanken darum, warum jeder vierte Azubi seine Ausbildung abbricht“, so Sass. Ein Problem für ihn sei, dass „ein gutes ausgeprägtes Sozialverhalten, also die gute Kinderstube, oft verloren gegangen ist“. Seiner Meinung nach gehört die Verantwortung dafür ins Elternhaus, „denn dort wird der Grundstein gelegt“.

Simone Gnädig, Leiterin der Pfrimmtal-Realschule plus, wies darauf hin, dass sich die Gesellschaft gerade in Worms verändert habe. „Kinder und Jugendliche haben Probleme in der unterrichtsfreien Zeit: Meist sind die Eltern berufstätig, sind den ganzen Tag nicht zu Hause; manche können auch kein Deutsch. Hinzu kommt der veränderte Stellenwert von Tugenden und Werten. Haben die Jugendlichen soziale Probleme, ist oft niemand da!“ Außerdem vermittele die Schule oft nicht das richtige Leben: „Viele Schüler erinnern sich negativ an die Schule. Es gibt Probleme mit Klassenkameraden, die Schüler kommen im Stoff nicht mit, es entsteht Schulstress. Die Frage ist banal: Wie soll sich die Schule entwickeln, um dieser Tendenz entgegenzuwirken?“

Gnädig forderte Eltern, die sich „gemeinsam mit der Schule wieder mehr der Verantwortung gegenüber ihrem Kind widmen“. Diesen Ball spielte Michael Bez vom Schulelternbeirat der Karmeliter-Staudinger-Realschule plus allerdings mit einem praktischen Beispiel wieder zurück: „Man kann beim Kaufland bis 22 Uhr einkaufen, das heißt, die Spätschicht beginnt um 16 Uhr. Wann soll die Mutter, die an der Kasse sitzt, jetzt noch mit ihrem Kind lernen? Nachts?“ Die zeitliche Belastung, die in vielen Familien besteht, die auf zwei oder mehr Einkommen angewiesen sind, lasse wenig Raum für gemeinsames Lernen. „Die Schule muss die Verantwortung bewusster wahrnehmen, damit wir als Eltern mehr Hilfe bekommen. Dennoch: Aus der Verantwortung stehlen wollen wir uns natürlich nicht!“

Kreishandwerksmeister Bernd Kiefer machte deutlich, dass es ein Denkfehler vieler Jugendlicher sei, dass sie, „wenn nichts mehr geht, schon einen Ausbildungsplatz im Handwerk“ bekommen. „Schüler mit schlechten Noten haben im Handwerk keine Chancen mehr! Das Handwerk ist kein Auffangbecken für schlechte Schüler.“ Ein erster Erfolg des Arbeitskreises war der gemeinsame Beschluss, dass Vertreter der Wirtschaft künftig frühzeitig in die Schulklassen kommen, um den Schülern Perspektiven näher zu bringen.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 31.01.2013

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14-Jähriger weiß am meisten

(red).Jean-Luc Busch vom Rudi-Stephan-Gymnasium ist Kreissieger beim Wissensquiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“. Der 14-Jährige setzte sich gegen insgesamt 60 Schüler durch. Beim Bundesfinalwochenende in Karlsruhe wird Jean-Luc Busch nun den Kreis Worms vertreten. Der zweite Platz des Wettbewerbs auf Kreisebene ging an Leonie Gellert vom Eleonoren-Gymnasium, auf den dritten Rang kam Yannik Radetzky von der Pfrimmtal-Realschule plus.

„Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ ist ein Wissensquiz rund um Fragen zu Wirtschaft, Unternehmen, Ausbildung und Allgemeinbildung. Das Quiz ist von den Wirtschaftsjunioren Deutschland entwickelt worden, um Wirtschaftswissen in die Schulen zu bringen. Als Nebeneffekt soll erreicht werden, dass sich die Schüler mit den Themen befassen, die auch bei Einstellungstests abgefragt werden.
 
Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 28.01.2013

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Winterwetter verursacht Bus-Chaos in Worms

Von Roland Keth

Wer am Montagmorgen mit Bus oder Bahn zur Arbeit oder in die Schule musste, der tat gut daran, sich auf Ungemach einzustellen. Grund: Über Nacht hatte es geschneit, unter der Schneeschicht lauerte eine Eisschicht vom Blitzregen am Vorabend. Doch während die Bahn im Prinzip fuhr, allerdings mit einiger Verspätung, warteten viele Busnutzer in den Morgenstunden umsonst an den Bus-Haltestellen. „Wir hatten erhebliche Probleme vor allem auf den Nebenstrecken“, räumte BRN-Prokurist Karlheinz Nuissl ein. Es habe keine generelle Anordnung aus der Zentrale in Mannheim gegeben, die Busse in den Depots stehen zu lassen. „Das haben im Einzelfall unsere Fahrer vor Ort entschieden.“ Offensichtlich waren etliche der Auffassung, es sei zu gefährlich, auf Tour zu gehen, denn es fielen doch etliche Busfahrten aus.

"Kein Grund zur Panik"

Das wiederum veranlasste Ulrike Dagne, Schulleiterin der Nelly-Sachs-IGS in Horchheim, den Unterricht gleich ganz ausfallen zu lassen – als einzige Schule in Worms. „Wir hatten schon früh von der Stadt die Information, dass viele Busse nicht fahren. Dann haben sich bei uns etliche Eltern gemeldet, die uns sagten, ihre Kinder seien an den Haltestellen stehen geblieben“, berichtete die IGS-Chefin. Am Bahnhof seien Kollegen und Schüler gestrandet, die von dort ebenfalls nicht mehr weiterkamen. „Und da wir nicht wussten, wie sich der Tag weiterentwickeln würde, haben wir uns entschieden, die Schule ausfallen zu lassen. Denn wir müssen ja auch daran denken, dass unsere Schüler, von denen viele den Bus benutzen, auch wieder nach Hause kommen müssen. Deshalb mussten wir eine frühe Entscheidung treffen“, rechtfertigt Ulrike Dagne ihren einsamen Beschluss. An anderen Schulen kamen die Schüler zwar vielfach zu spät zum Unterricht, aber nach einigen Anlaufstörungen lief der Betrieb dort später wie gewohnt.

„Ich verstehe nicht, warum die Menschen so hysterisch reagieren. Es ist doch normal, dass es im Winter auch mal schneit. Das weiß man im Voraus und kann sich doch darauf einstellen“, schüttelt Simone Gnädig, Schulleiterin der Pfrimmtal Realschule plus, mit dem Kopf. Sie hätte die Schule nur ausfallen lassen, wenn klar gewesen wäre, dass Montag überhaupt kein Bus gefahren wäre. „Aber das war nicht der Fall. Und wenn ein Bus nicht kommt, dann nehme ich halt den nächsten, der fährt, gehe auch mal zu Fuß oder suche mir eine Mitfahrgelegenheit. Das kann ich übrigens schon am Vortag organisieren, denn ich kenne ja den Wetterbericht“, argumentiert die Pfrimmtal-Schulleiterin. Ähnlich argumentiert auch Dr. Burkhard Keilmann, Chef im Rudi-Stephan-Gymnasium, der wie viele andere Schulleiter am Montag keinen Grund sah, „in Panik auszubrechen“ und Unterricht abzusagen oder vorzeitig zu beenden.

Darf denn jede Schule alleine beschließen, ob sie Unterricht wegen Winterwetter ausfallen lässt? Dem ist in der Tat so, bestätigte Michael Mosbach von der Schulaufsicht in Neustadt gegenüber der WZ. Bei außergewöhnlichen Wetterunbilden wie Hochwasser, Glatteis oder Windbruch dürfen außerdem die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder daheim lassen. „Aber dann müssen sie wenigstens in der Schule anrufen und Bescheid geben“, betont Simone Gnädig.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 21.01.2013

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Fünftklässler der Pfrimmtal Realschule plus informieren sich bei Orientierungstag über Fächer

Von Christian Mayer

Die heutigen Fünftklässler haben es nicht mehr so leicht wie früher. Sie stehen nämlich schon in der sechsten Klasse vor der „Qual der Wahl“ - es geht um individuelle Wahlpflichtfächer. In der Pfrimmtal Realschule plus müssen sich die Schüler zwischen drei Wahlpflichtfächern entscheiden: Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Soziales sowie Technik und Naturwissenschaften. Noch dazu kommen die freiwilligen Fachgruppen Informatorische Bildung und Französisch.

Explosive Experimente

Diese „Qual der Wahl“ bietet aber auch Vorteile. Um die Schüler frühestmöglich auf die bestmögliche Wahl vorzubereiten, fand jetzt zum ersten Mal in der Pfrimmtalschule ein Berufsorientierungstag statt: Schüler der achten Klassen stellten den Fünftklässlern jede Fachgruppe vor - ob im Physiksaal mit explosiven Experimenten oder bei spannenden Geschäften mit Geld, um das Prinzip der Wirtschaft besser zu verstehen. Alles, was mit Berufsorientierung zu tun hat, sammeln die Schüler in einem Portfolio, das von Lehrerin Nadja Faul verwaltet wird. Nach dem Motto „Finde die Schätze in Dir“ sollen die Schüler beim Durchblättern ihres Portfolios in einigen Monaten ihre Stärken erkennen. „Das machen wir schon jetzt im Hinblick auf die spätere Berufswahl“, so Faul. „Den Schülern macht das Spaß; sie machen sehr gut mit!“

Die Schule hätte auch - wie die letzten Jahre - nur einen Informationsabend machen können. Aber eine so trockene Veranstaltung lockt meist eher die Eltern an und schreckt Schüler nur ab. „Und schließlich geht es bei dieser wichtigen, richtungsweisenden Entscheidung hauptsächlich um die Schüler“, begründete Konrektor Michael Hoffmann die Entscheidung, den Berufsinformationstag stattfinden zu lassen.

Musiktheater im Angebot

Haben sich die Schüler in der sechsten Klasse für eines der Wahlpflichtfächer entschieden, ist allerdings noch lange nicht Schluss. Ab der achten Klasse nämlich kommen noch zwei weitere Angebote dazu. Angebote, die nicht von einem Ministerium vorgeschrieben sind, sondern jede Schule spezifisch bestimmen kann - und so entsteht ein eigenes Schulprofil.

In der Pfrimmtalschule gibt es zwei Angebote, die grundverschieden sind: Der technikinteressierte Schüler wählt Mathematik, Naturwissenschaften und Umwelt, und der eher künstlerisch begabte Typ entscheidet sich sicher für Musiktheater.

Schulleiterin Simone Gnädig zeigte den fünften Klassen, was sie in der Fachgruppe Wirtschaft und Verwaltung erwartet. Sie erklärte den Schülern die Geschichte der Wirtschaft, von den Bedürfnissen der Steinzeit bis hin zum bargeldlosen Zahlungsverkehr in der modernen EU. Für Gnädig ist es definitiv ein Vorteil, dass sich die Schüler schon so früh für ein Fach entscheiden müssen: „Die hohe Motivation, die die Kinder noch von der Grundschule her mitbringen, muss man nutzen, solange sie noch da ist.“

Tatsächlich: Vanessa, Didem und Selina aus der 5b gefällt es besser als in der Grundschule. „Die Lehrer sind hier lustiger“, meinten die Schülerinnen grinsend. „Wirtschaft ist ein spannendes Fach“, erzählte Vanessa. „Wir haben heute gelernt, wie das mit dem Geld funktioniert.“

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 04.12.2012

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Großes Interesse an Berufsorientierung

BILDUNG 539 Haupt- und Förderschüler melden sich für Wormser Projekt an

(red). Insgesamt 539 Schüler aus 20 Schulen haben sich für die im Januar 2013 anlaufenden Berufsorientierungsprojekte des DRK-Berufsbildungswerks (BBW) und des Christlichen Jugenddorfs (CJD) in Worms angemeldet. Mit dem vom Bund geförderten Projektangebot ab der siebten Klassenstufe soll Haupt- und Förderschülern der Übergang von Schule in die duale Berufsausbildung erleichtert werden. Die Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Berufsorientierung sollen laut den Verantwortlichen der beiden Bildungsträger im neuen Jahr frühzeitig beginnen, berichtet SPD-Bundestagsabgeordneter Klaus Hagemann.

„Der nahtlose Übergang von Schule in eine Berufsausbildung gelingt heute längst nicht allen Jugendlichen problemlos“, erläuterte CJD-Leiterin Renate Blum. Um Jugendliche dabei zu unterstützen und die Abbrecherquote zu senken, sei das CJD bereits seit mehreren Jahren an vielen Schulen in der Region präsent.

Auch das DRK-Berufsbildungswerk bietet im kommenden Jahr praxisnahe Berufsorientierung für 356 Jugendliche an. „Durch das praktische Tun gewinnen die Jugendlichen schon im frühen Alter an Selbstvertrauen und werden ermutigt, sich auch in der Schule vermehrt anzustrengen, um ihr Berufsziel zu erreichen“, verdeutlichte Heike Hahn, Leiterin des Bereichs Ausbildung und Berufsvorbereitung.

Den Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann freute es, dass mit dem BBW und dem CJD, gleich zwei große lokale Bildungsträger die vom Bund geförderten Berufsorientierungsmaßnahmen anbieten und damit fast eine halbe Million Euro an Bundesmitteln in die Nibelungenstadt fließe. Als Hauptberichterstatter für den Bildungsetat hatte sich der Haushaltspolitiker bei den laufenden Haushaltsberatungen für einen Ausbau des Berufsorientierungsprogramms eingesetzt.

Mit einer Laufzeit von 20 Monaten richten sich die Projekte an Schüler ab der siebten Klassenstufe, die nach ihrem Schulabschluss einen Beruf in einem Betrieb erlernen möchten. Auf Basis einer Stärken-Schwächen-Analyse werden in Einzelgesprächen Arbeitsbereiche für die darauffolgenden Werkstatttage festgelegt. In den Werkstätten der Bildungsträger arbeiten die Jugendlichen insgesamt 65 Stunden unter Anleitung von qualifizierten Ausbildern in mindestens drei Berufsfeldern.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 28.11.2012

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Leiselheimer Ortsbeirat sieht Fortschritte bei Sanierung der Grundschule

(mk). Die Sanierung und energetische Aufrüstung der Diesterweg Grundschule ist in vollem Gange. Ob die Arbeiten bis Ende 2013 abgeschlossen sind, hänge von der dafür benötigten Mittelfreigabe von 1,2 Millionen Euro ab, erklärte Bürgermeister Georg Büttler vor dem Ortsbeirat. Der Dezernent, der auch für den Gebäudebewirtschaftungsbetrieb zuständig ist, wohnte zusammen mit der Schulleiterin der Pfrimmtal Realschule plus, Simone Gnädig, der Sitzung bei, um den Ausbau und die Schulsituation zu erläutern. Büttler erklärte den Sanierungsverlauf, der über den Grundschulbereich hinaus geht. Die Arbeiten an der Sport- und Gymnastikhalle (Außenhülle und Prallwände) sind abgeschlossen und erforderten 650 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II. Noch offen ist der weitere Innenausbau, für den Kosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro veranschlagt sind. Aufgenommen in den Haushalt im Dialog ist die dringend notwendige Einzäunung des Schulgeländes, die 150 000 Euro kosten wird. Zu den Kosten der Außengeländesanierung konnte Georg Büttler noch keine Zahlen nennen, wohl aber zum finanziellen Aufwand für den Umbau des Schwimmbads zur Mensa: 1,6 Millionen Euro.

„Wir müssen kämpfen, damit wir für 2014 die Mittelfreigabe von 5,7 Millionen Euro für die Sanierung der gesamten Gebäudeeinheiten der Pfrimmtal Realschule plus erhalten“, so der Bürgermeister. Diese Kosten spiegelten nur die Bestandssanierung wider und beträfen nicht das „Realschul-plus-Konzept“. In diesem Zusammenhang lobte Büttler die Pionierarbeit, die in der Pfrimmtal Realschule plus geleistet worden ist. Der guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Einsatz ihres Teams seien die bislang erreichten Erfolge zu verdanken, entgegnete Schulleiterin Simone Gnädig. In ihrer integrativen Realschule plus werden derzeit 19 Klassen unterrichtet, „mit ansteigender Tendenz der Anmeldungen“.

Die große Akzeptanz machte Gnädig auch an der Tatsache fest, dass „wir den Gedanken der Inklusion schon leben“. Einziger Mangel: die Schule mit zwei Standorten. Unzufrieden waren Ortsbeirat und Schulleitung mit dem ungenügenden Parkraum vor der Schule und dem öffentlichen Busverkehr. „Zu wenig Busse und die noch überfüllt, dazu Kinder, die einfach stehen gelassen werden“, das gehe nicht an, bemängelte Gnädig. Büttler versprach, mit der Geschäftsführung „Klartext“ zu reden.

Problemlos wurde der CDU-Antrag genehmigt, dass im Arbeitsplan des Ebwo die kontinuierliche Unkrautbeseitigung auf den Bürgersteigen und Fahrradwegen der Nievergoltstraße aufzunehmen ist.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 28.09.2012

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Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance


Unter diesem Motto stand das diesjährige Bewerbercamp der neunten Klassen der Pfrimmtal-Realschule Plus. Hier drehte sich in der letzten Schulwoche alles um das Thema Bewerbung und um den Übergang von der Schule in den Beruf.

Im Vorfeld informierten sich die rund 90 Jugendlichen über ihre drei Wunschberufe, aus denen anschließend einer ausgewählt wurde, um im Rahmen des Bewerbercamps einen vollständigen Bewerbungsprozess zu simulieren. Alle Schülerinnen und Schüler erhielten dazu eine Stellenausschreibung der kooperierenden Firmen und gestalteten passend dazu individuelle Bewerbungsunterlagen.

Das Bewerbercamp startete dann am Dienstag, den 18.09.2012 unter dem Zeichen "Vorstellungsgespräche". Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, von Versicherungen und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit führten den Jugendlichen in unterschiedlichen Seminaren vor Augen, worauf die Berufswelt Wert legt und wie sie sich auf ein Vorstellungsgespräch optimal vorbereiten können. Am Mittwoch waren alle Neuntklässler auf Betriebserkundungen um sich zum Finale am Donnerstag ihren zwar fiktiven, allerdings nicht weniger spannenden, Vorstellungsgesprächen zu stellen. Der Freitag diente den Klassen und ihren Lehrkräften zur Reflexion dieser informationsgefüllten Woche.

Die eigentliche Arbeit für die Jugendlichen fängt damit aber erst an: Es gilt die Rückmeldebögen der Vorstellungsgespräche auszuwerten und das Erlebte in die eigene Bewerbungsstrategie zu übernehmen. Damit dies gelingt und möglichst viele Jugendliche nach Schulabschluss direkt in ein Ausbildungsverhältnis einmünden, steht ihnen neben den Lehrkräften der Schule ein Joblotse zur Seite. Wie alle Wormser Realschulen plus und die IGS verfügt die Pfrimmtal-Realschule Plus nämlich seit März 2012 über einen eigenen Joblotsen, welcher durch der Stadt Worms finanziert wird. Die Joblotsen unterstützen Jugendliche individuell bei der Bewältigung des Übergangs Schule-Beruf, indem sie beispielsweise bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche helfen, auf Vorstellungsgespräche vorbereiten oder auch gemeinsam mit Jugendlichen und Eltern nach Alternativen suchen, sollte es mit dem Wunschberuf nicht klappen. Die Joblotsen sind Teil eines breit angelegten Projektes, das durch Kooperation und Netzwerkarbeit die Zukunftschancen für die Wormser Jugendlichen nachhaltig verbessern will. Im Regionalen Übergangsmanagement (RÜM) der Stadt Worms arbeiten unter anderem Schulen, Kammern, die Agentur für Arbeit, Bildungsträger und Wirtschaftsvertreter gemeinsam an diesem Ziel.

Das RÜM ist Teil des Programms "Perspektive Berufsabschluss" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das durch strukturelle Veränderungen den Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne beruflichen Abschluss dauerhaft senken will. 97 Projekte sollen dafür Netzwerke in zwei unterschiedlichen Förderschwerpunkten nachhaltig etablieren. "Regionales Übergangsmanagement" stimmt an 55 Standorten die verschiedenen bereits vorhandenen Förderangebote und Unterstützungsleistungen aufeinander ab, um Jugendlichen den Anschluss von der Schule in eine Berufsausbildung zu erleichtern.
"Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" schafft durch 42 Projekte geeignete Rahmenbedingungen, um an- und ungelernten jungen Erwachsenen mit und ohne Beschäftigung einen nachträglichen Berufsabschluss zu ermöglichen.
"Perspektive Berufsabschluss" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Bundesmitteln und von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in den Jahren 2008 bis 2013 mit insgesamt rund 67 Mio. € finanziert. Stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler der Pfrimmtal-Realschule Plus möchten sich die Schulleiterin, Frau Simone Gnädig, und das RÜM bei folgenden Firmen für die Unterstützung beim diesjährigen Bewerbercamp bedanken:

Agaplesion Krankenpflegeschule Hochstift
Agentur für Arbeit
AOK
Bäckerei Konditorei Scheubeck
BASF SE
Berufsbildungswerk Worms
Blumenfachgeschäft Volker Schmitt
DAK
Debeka
denn`s Biomarkt GmbH
Dino Family Food Restaurant GmbH & Co. KG
dm-drogeriemarkt GmbH + Co. KG
DPD Depot 167
easy Sports Freizeitanlagen GmbH
Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Worms
ESnatur
Evonik Industries AG
EWR Netz GmbH
Fiege Logistik Stiftung & Co. KG
Foto Fischer
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Quelle und Link zum Originalartikel: Nibelungenkurier vom 21.09.2012

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Obstsalat für kleine Sportler

Von Martina Wirthwein

GESUNDHEITSTAG Viertklässler toben sich an Pfrimmtal Realschule plus beim Laufen, Springen und Werfen aus

Beim ersten Mal hatte der Sport- und Gesundheitstag noch im kleinen Rahmen stattgefunden, doch „dann hat es sich herumgesprochen, dass es ganz nett bei uns war“, sagte Simone Waplinger, Pädagogische Koordinatorin an der Pfrimmtal Realschule plus, schmunzelnd. Insofern fand nun der inzwischen dritte Sport- und Gesundheitstag regen Anklang, zu dem die Schule alle Wormser Viertklässler eingeladen hatte.

Ältere in Orga eingebunden

Sieben Grundschulen hatten sich sodann auch angemeldet - ein logistischer Kraftakt. Sieben Lehrer waren im Einsatz, dazu fünf Kräfte vom evangelischen Jugendhilfezentrum, das ein rühriger Kooperationspartner der Ganztagsschule ist und sie mit Sport- und Erlebnispädagogik sowie musischen Angeboten unterstützt, wie Koordinator und Gruppenleiter Achim von Irmer erklärte. Ebenfalls im Veranstaltungsteam aktiv waren die beiden FSJ-Absolventinnen und die Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Pfrimmtal Realschule plus. Sie waren dafür verantwortlich, die ankommenden Schulklassen mit deren Lehrern zu empfangen, ihnen die jeweiligen zu Umkleidekabinen zweckentfremdeten Klassenräume zuzuweisen sowie die Kinder an den Spielstationen zu betreuen.

Laufen, Fünfer-Hopp, Weitsprung, Weitwurf sowie wahlweise Basketball oder Fußball standen für die Viertklässler auf dem Programm. Wer die Stationen durchlaufen hatte, konnte am Basteltisch Platz nehmen oder die vielfältigen Angebote außerhalb der Spielfelder wahrnehmen. Das beste Mädchen und der beste Junge jeder Klasse erhielten eine hübsch zurechtgemachte Urkunde.

Mehr als 450 Kinder zu Gast

Ganz klar stehe der olympische Gedanke hinter dem Sport- und Gesundheitstag, erklärt Simone Waplinger. Ebenfalls seien der Spaß und das Werben um gesunde Ernährung wesentliche Faktoren für die Organisatoren. Zudem bot sich für die Lehrer der vierten Klassen beste Gelegenheit, die Lehrer an der weiterführenden Pfrimmtal-Realschule plus kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen. Die am Spielfeldrand gedeckte Kaffeetafel bildete hierzu die gute Basis.

Noch bevor die ersten Schulklassen eintrafen, hatten die hierfür eingeteilten Zehntklässler die Tische und Stationen hergerichtet, 500 Portionen Obstsalat zubereitet und in Becher gefüllt. Die anderen Klassen der Pfrimmtal-Realschule Plus waren an diesem Vormittag auf Wanderschaft, um in der Schule Platz für den über 450-köpfigen Besuch zu schaffen - außerdem sollten auch diese Schülern einen erlebnisreichen Vormittag geboten bekommen. Dabei wussten die Mädels und Jungen zuvor nicht, wohin es ging, verriet Schulleiterin Simone Gnädig verschmitzt. Ihr unbekanntes Ziel sollten die jungen Wanderer mittels Navigationsbögen erreichen - auf einer modernen Art der Schnitzeljagd. Da war die Freude groß, als die Grillhütte in Horchheim in Sicht kam, wo der Förderkreis der Schule bereits mit Grillwürstchen aufwartete und erlebnispädagogische Spiele präsentierte.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 12.09.2012

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Erfolgreiche Wette


REALSCHULE PLUS Dank guter Idee 5500 Euro für Werkzeug und Zubehör

(chm). Am Freitagmorgen hat die Pfrimmtal-Realschule plus im Rahmen der Aktion „4000 Plus“ 5200 Euro sowie ganz überraschend 300 Euro zusätzlich übergeben bekommen - als Ergebnis einer provokativen Wette von Benno Sahre.

Der Quereinsteiger war Manager in der freien Wirtschaft. Mittlerweile in Rente, leitet Sahre zwei AGs an der Pfrimmtalschule: die Modellbahn-AG und die Robotix-AG. „Als ich vor einem Jahr mit der Modellbahn-AG angefangen habe, waren die Werkzeuge in einem katastrophalen Zustand“, erzählte Sahre. „Mein Wettangebot war: Wenn die Wormser Firmen es schaffen, 4000 Euro an die Pfrimmtalschule zu spenden, dann erhöhe ich den Betrag privat um 1000 Euro.“

Prominente Unterstützung hatte Sahre mit seinem Projekt vom Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann. Mit seiner Hilfe und dem Briefkopf seines Büros setzte Sahre einen Brief auf und schrieb an viele Wormser Firmen - „und es hat funktioniert!“

Schulleiterin Simone Gnädig bedankte sich ebenfalls bei Klaus Hagemann: „Ich habe das noch nie erlebt, dass sich ein Politiker so nett für uns einsetzt.“ Auch die Wettidee von Sahre begrüßte Gnädig. „So stelle ich mir Schule vor - ich wünsche mir mehr solche Top-Manager wie Sahre an unserer Schule.“

Nicht nur Werkzeug für die Modellbahn-AG ist bei der Wette herausgesprungen, sondern auch neues Zubehör für den Robotix-Kurs, in dem die Schüler einen Roboter von „Lego Mindstorms“ selbst programmieren können. Eine kleine Kostprobe gab es bei der Spendenübergabe: Der Roboter „Alpha“ kann sprechen, laufen und sogar Farben erkennen.

Hagemann betonte, dass er einen engen Kontakt zu den Schulen in seinem Wahlkreis pflege. Die Bundesmittel im Forschungs- und Bildungsbereich reichten nicht aus; daher sei es wichtig, „dass sich Leute vor Ort einsetzen“. Auch die Wirtschaft müsse sich engagieren und nicht nur über den Fachkräftemangel meckern. Um diese „hervorragende Arbeit zu würdigen“, erhöhte Hagemann den Betrag spontan auf 5500 Euro.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 25.08.2012

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Keiner auf dem Schleudersitz

Von Christian Mayer

JUGENDTAG Pfrimmtal-Realschüler beteiligen sich mit Installation an Kunstaktion gegen Ausgrenzung

Diskrimierung, Ausgrenzung - das ist ein großes Thema bei den Nibelungen-Festspielen in diesem Jahr. Das wird nicht nur in Dieter Wedels Inszenierung von „Das Vermögen des Herrn Süß“ deutlich, sondern auch im vielfältigen Rahmenprogramm. Mit Kunst gegen Ausgrenzung - so lautete denn auch das Motto des Jugendtages, der gestern zum ersten Mal über die Bühne ging. Mehr als ein Dutzend Schulklassen und Jugendgruppen präsentierten auf dem Lutherplatz ihre Ergebnisse, für die sie vorher zum Teil lang gearbeitet hatten.

Die Wormser Pfrimmtal-Realschule plus hatte beispielsweise eine Rauminstallation entworfen. Motto: „Bei uns sitzt keiner auf dem Schleudersitz.“Dabei standen alte Schulstühle bunt bemalt in Reihen aufgebaut hintereinander. Auf einem Baum saß eine Schaufensterpuppe, die ganz selbstverständlich einen Sicherheitsgurt trug. Die Anspielung war doppeldeutig: Auf der einen Seite stand die Schule, auf der anderen Seite die aktuelle Festspielinszenierung.

Im Baum hingen Schlüssel mit Texten der Schüler, die den Weg zum Erfolg symbolisierten. Ülkü Sucag war an diesem Projekt der zehnten Klasse der Pfrimmtal-Realschule plus beteiligt. Ihr hat das Mitmachen sehr viel Spaß gemacht: „Langweilig wurde uns nie! Wir wollten zeigen, dass Mobbing nicht mehr so schlimm ist wie früher; außerdem sind wir der Frage nachgegangen, wie verhalten wir uns zu Menschen, die zum Beispiel unsere Sprache nicht sofort sprechen. Wir haben gelernt, dass wir diese nicht sofort ausgrenzen dürfen.“

Der Jugendtag, an dem sich mehrheitlich Schulklassen aus Worms und der näheren Umgebung beteiligten, wurde vom Künstlerischen Betriebsbüro der Festspiele organisiert. Hauptsächlich verantwortlich war Kaya Thomas. Die 20-Jährige absolviert derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr, bei dem man auch ein eigenständiges Projekt vorbereiten und betreuen muss. Kaya Thomas’ Projekt war der Jugendtag. Eine ziemlich große Nummer, wenn man so etwas zum ersten Mal macht. „Aber ich hatte viel Unterstützung aus dem Künstlerischen Betriebsbüro und bin mit dem Verlauf sehr zufrieden. Vor allem, wenn ich überlege, was ich mir vorher für einen Kopf darüber gemacht habe“, strahlte die 20-Jährige.

Für Stimmung sorgten am Nachmittag unter anderem die Wormser Musikgruppe „The Döftels“, die afrikanische Trommelgruppe „NGOMA“ unter der Leitung von Luse Alexis und Alphonse Saraoua und die Breakdancer vom Haus der Jugend. Noch einmal auf Tour gingen auch Karmeliter-Realschüler, die unter Anleitung des Künstler-Ehepaares Constanze und Norbert Illig Interviews in der Stadt führten und die Videosequenzen anschließend im kleinen Kinozelt zeigten. Dort lief auch der Film über das Stück der Nibelungenhorde „Alle Tage wieder“. Fertiggestellt wurde zudem der „Skoda Citigo“, der in den Wochen zuvor schon von verschiedenen Jugendgruppen zum Thema „Ausgrenzung“ bemalt worden war. Am Mittwoch wird das Auto an eine caritative Einrichtung verschenkt.

Leiterin Petra Simon zeigte sich hinterher mit den Themen und der Beteiligung der verschiedenen Gruppen zufrieden, zumal die gerade zu Ende gegangenen Sommerferien die ein oder andere Aktion gebremst hatten. Sie hätte sich allerdings mehr Besucher auf dem Lutherplatz gewünscht.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 18.08.2012

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„Stimmiger Name“

Von Margit Knab

UMBENENNUNG Aus Diesterweg- und Paternus-Realschule wird Pfrimmtal Realschule plus

„Die Pfrimmtal Realschule plus“ ist einmalig auf der Welt. Das hat Schulelternbeiratsmitglied Uwe Hock herausgefunden und bei der Feierstunde zur neuen Namensgebung gebührend herausgestellt. Unter diesem neuen „Namensdach“ werden seit dem letzten Schuljahr die Hauptschüler aus der Diesterweg- und der Paternusschule Pfeddersheim unterrichtet.

„Exklusivität würdigen“

Ein seltener Anlass habe ihn nach Worms geführt, stellte Regierungsschuldirektor Ralf Schaubhut von der Aufsichtsbehörde ADD in Neustadt fest. Während eine Einschulung jährlich geübter Alltag sei, stelle eine neue Namensgebung eine wirkliche Besonderheit dar. Wenn diese Schule auch noch einen weltweit einmaligen Namen trage, dann sollten sich die Schüler dieser Exklusivität auch würdig erweisen. „Seid Botschafter, Vorbilder, bringt gute Leistungen und macht Eurer Pfrimmtalschule alle Ehre.“

Schuldezernent Hans-Jochim Kosubek fand den neuen Schulnamen, der von Joachim Glinke kreiert worden ist, der seit 40 Jahren an der Diesterwegschule unterrichtet, „sehr stimmig“. Die Pfrimm sei das verbindende Element der beiden Schulstandorte Diesterweg- und Paternusschule. Man könne sich sogar darauf einen Schiffs-Pendelverkehr zwischen Pfeddersheim und Hochheim vorstellen, „wenn nur nicht das ,Ochsenklavier‘ wäre“, meinte Kosubek augenzwinkernd. Doch Schulleiterin Simone Gnädig habe schon viele Herausforderungen angenommen und würde bestimmt auch diese Hürde meistern.

Ihre besondere Aufmerksamkeit widmete Schulleiterin Simone Gnädig den neuen Fünftklässlern, die in der Pfrimmtal Realschule plus ihren ersten Schultag hatten.

Enten aus Hefeteig

Die Grundschulrektoren Uli Bottelberger und Hans-Peter Bürky (Paternus GS) begrüßte sie genauso herzlich wie ihre neuen Schüler. „Willkommen an Bord“ rief sie ihnen zu und gab zu Bedenken, dass ab sofort für sie so manches Abenteuer in aufgewühlter See beginnen könne. „Doch wenn wir uns verstehen und gegenseitig unterstützen, dann kann uns nichts passieren, auch wenn uns das Wasser manchmal bis zum Hals steht.“

Die sechsten Klassen sangen ein Willkommenslied. Mit einer riesigen „Hochzeitstorte“ feierten die Erwachsenen, alle Pfrimmtal-Realschüler erhielten „zur Erinnerung“ eine Pfrimm-Ente aus Hefeteig, die den Vormittag jedoch nicht überlebte.

Quelle und Link zum Originalartikel: Wormser Zeitung vom 14.08.2012

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